Titel verteidigt

Penzberg: Gütesiegel für Stadtbücherei

Auf dem Foto sind Vertreter der Penzberger Schulen und der Penzberger Stadtbücherei zu sehen.
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Vertreter von Bücherei und Schulen mit dem neuen Gütesiegel.

Penzberg – Die Penzberger Stadtbücherei wurde erneut mit dem Siegel „Bibliotheken – Partner der Schulen“ ausgezeichnet. Seit 2006 würdigen die Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst sowie für Unterricht und Kultus alle zwei Jahre die Zusammenarbeit von Büchereien und Schulen.

Coronabedingt gab es anstelle einer feierlichen Urkundenverleihung eine digitale Preisverleihung im kleinen Kreis. Insgesamt dürfen sich 76 Bibliotheken aus allen Regierungsbezirken mit dem Siegel schmücken. Elf wissenschaftliche, 29 kirchlich-kommunale und 36 kommunale Bibliotheken, wozu auch Penzberg zählt, wurden ausgezeichnet. Lobende Worte gab es per Videobotschaft vom Wissenschafts- und Kultusminister Bernd Sibler (CSU) und Kultusminister Dr. Michael Piazolo (Freie Wähler). Sibler betonte, wie wichtig die qualitativ hochwertigen Bildungsangebote der Büchereien seien und bezeichnete diese als unverzichtbare Partner von Schulen. Piazolo lobte die lange Traditon, die intensive Zusammenarbeit und hob das Lesen als ein Vergnügen hervor, dass den Schülern neue Welten öffnet.

90 Besuche von Klassen

Das Siegel bekommen Bibliotheken und Büchereien, bei denen die Zusammenarbeit mit Schulen in der Organisationsstruktur verankert ist. Außerdem sei das Siegel nützlich um an mögliche Fördergelder ranzukommen, wie Leiterin Katrin Fügener anmerkte. 2019 kamen laut Fügener fast 90-mal Schulklassen für alters- und themengerechte Führungen oder zum Vorlesen in die Penzberger Bücherei. Mehr als 700 Medien in 34 Kisten seien zu besonderen Anlässen an die Schulen ausgeliehen worden. Vor zwei Jahren seien es 60 Schulklassenbesuche gewesen. Coronabedingt waren es heuer erwartungsgemäß weniger: 2020 kamen bisher 37 Schulklassen, rechnet Büchereimitarbeiterin Sandy Schantz vor. Mit allen Schularten werde dabei eng zusammengearbeitet und „das Siegel hätten sie nicht bekommen, wenn die Schulen nicht so an der Seite der Bücherei stehen würden“ wie Büchereichefin Fügener betonte.

Verträge mit Schulen

Besonders intensiv ist die Partnerschaft mit der Bürgermeister-Prantl-Grundschule, der Grundschule an der Birkenstraße und der Janusz-Korczak-Schule – nicht zuletzt durch Kooperationsverträge mit diesen. Für die Rektorin der Grundschule an der Birkenstraße, Blanka Maschek, ist die Zusammenarbeit essentiell: Sie merke gerade in Corona-Zeiten, wo es um außerschulische Ausflüge eher schlecht steht, an den Kindern, dass diese gern in die Bücherei gehen wollen. Sabine Pfeifer, Schulleiterin der Janusz-Korczak-Schule, wurde von ihren Schülern sogar über den Ablauf in der Bücherei und wie man sich dort zu verhalten habe, aufgeklärt. Auch die Lesewochen der Bürgermeister-Prantl-Grundschule können ohne die Bücherei gar nicht stattfinden, wie Konrektorin Tatjana Brunner erklärte. Brunner lobte die Zusammenarbeit, und, dass man immer wieder in die Bücherei kommen könne. Allerdings liegt das laut der Konrektorin auch am Team der Einrichtung, welches immer wieder Spezialwünsche der Schulen erfülle.

In der Penzberger Rathauspassage könnte beim „wohnZimmer“-Projekt ein Treffpunkt für die Bevölkerung entstehen.

Projekt „wohnZimmer“

Die Penzberger Stadtbücherei hat im Rahmen des Bundesprogramms „hochdrei - Stadtbibliotheken verändern“ das Projekt „wohnZimmer Rathaussage“ angestoßen (Rundschau berichtete). Die Idee: Die Passage soll ein sozialer Treffpunkt werden. Nach wie vor sind Ideen und Vorschläge willkommen. Laut Büchereileiterin Kartrin Fügener ist zwar weiterhin Interesse da, jedoch „tröpfelt es so ein bisschen“. Bisher seien circa 50 Ideen eingegangen, die sich alle „sehr ähneln“, wie Fügener erklärt. Ein Bürgerzentrum oder ein Mehrgenerationenhaus, wo zum Beispiel Ältere den Jüngeren das Schafkopfen beibringen, sei für viele vorstellbar. Weitere Anmerkungen und Vorschläge können jederzeit per E-Mail an buecherei@penzberg.de gesendet werden. Auch telefonisch (08856/831-750) kann man sich bei der Bücherei melden.

Viktoria Gray

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