Öffentlicher Nahverkehr

Stadtbus Penzberg: Neue Linie 3 startet im September

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Penzberg - Die neue Penzberger Stadtbuslinie 3 startet im September. Der Probebetrieb läuft bis 2022.

Die neue Linie 3 des Penzberger Stadtbusses startet am 1. September. Dies gab jetzt das Rathaus bekannt. Auch eine App soll es geben – für Fahrpläne und Ticketkauf. Der Stadtrat hatte im Mai einstimmig seinen Segen erteilt. Hintergrund war vor allem der Wunsch der Firma Roche gewesen, die sich eine bessere ÖPNV-Anbindung für ihre Mitarbeiter wünschte. Die Linie 3 beginnt am Bahnhof und endet am Roche-Westtor. 

Von 6 bis 18.45 Uhr

Der neue Kurs führt vom Bahnhof über die Ludwig-März-Straße, Bürgermeister-Rummer-Straße, An der Freiheit, Nonnenwaldstraße (Sportstadion) in den Nonnenwald. Gefahren wird im Stunden- beziehungsweise Halbstundentakt –und zwar ganztägig von 6 bis 18.45 Uhr. Geschaffen wurde so auch eine nahe Busverbindung für die Wohnviertel südlich des Bahngleises an der LudwigMärz-Straße und an der Bürgermeister-Rummer-Straße, heißt es aus dem Rathaus. Unterm Strich Bereiche, wo „sehr viele Roche-Mitarbeiter wohnen“, begründet Ordnungsamtschef Peter Holzmann gegenüber der Rundschau die Streckenführung. Zweiter Vorteil laut Holzmann: „Auch die Kocheler Bahn ist angebunden.“ 

Drei neue Haltestellen

Auf der Linie richtet die Stadt zusätzlich drei neue Haltestellen ein. Die Standorte sind an der Ludwig-März-Straße, an der Stadthalle und an der Bürgermeister-Rummer-Straße/Einmündung Sommerstraße. Allerdings sind diese laut Holzmann lediglich provisorisch mit Schildern und einer Pflasterung ausgestattet. Endgültig festlegen will man sich noch nicht. „Wir schauen, wie die Resonanz ist.“ Sollte der Standort nicht passen, könne zum Fahrplanwechsel im Dezember mit einem alternativen Platz reagiert werden.

Kleinbus ist möglich

Die neue Linie, die zusammen mit dem Regionalverkehr Oberbayern (RVO) entwickelt wurde, läuft zunächst im Probebetrieb bis Dezember 2022. Jetzt werden erstmal regelmäßig die Fahrgäste gezählt. Stellt sich heraus, dass ein Kleinbus ausreicht, kommt dieser laut Stadt zum Jahresende zum Einsatz. Groß wäre die Ersparnis allerdings nicht. Damals im Stadtrat hatte der Ordnungsamtschef vorgerechnet, dass ein regulärer Bus 708 Euro pro Tag kosten, würden – bei 250 Fahrten im Jahr kämen so 177.000 Euro zusammen. Bei einem Kleinbus mit zwölf Sitzplätzen lägen die Kosten bei 172.250 Euro. 

App geplant

Die neuen Fahrpläne hängen laut Rathaus bereits an allen Haltestellen. Zudem veröffentlicht sie die Stadt auf ihrer Internetseite (www.penzberg.de), auch im Rathaus (Bürgerbüro) liegen sie bereit. Wie Holzmann auf Nachfrage sagt, ist zudem eine App für den Stadtbus vorgesehen. Zuerst als mobiler Service für die Fahrzeiten. Ab Februar kommenden Jahres soll dann auch der Ticketkauf bequem möglich sein.

Andreas Baar

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