Spielplätze, Ruftaxi, Bürgerpark

CSU-Bürgerworkshop sammelt Ideen für die Stadtentwicklung

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Viele Ideen gab es im Gespräch mit den Penzbergern, die den Weg zum CSU-Workshop in die Rathauspassage gefunden hatten.

Penzberg – Kurz überlegt Stefan Korpan, der Bürgermeisterkandidat der CSU, dann räumt er ein: Die Zukunft des Bahnhofes wird so ohne Weiteres nicht aus dem Wahlkampf herauszuhalten sein. Das zeigte sich ganz klar beim Bürgerworkshop, zu dem die Christsozialen in die Rathauspassage eingeladen hatten.

Es war eine Art Ideenpool, der an diesem Vormittag zusammengestellt wurde. Fünf Themenfelder hatte Workshopleiter David Credé gemeinsam mit den CSU-Stadtratskandidaten zur Diskussion gestellt: Stadtentwicklung, Umwelt, Wirtschaft, Soziales sowie Spielplätze und Bürgerorientierung. Fünf Flipcharts dazu – und los ging‘s. Vorschläge wurden an die Tafeln geklebt. Das wolle man ins Wahlprogramm einfließen lassen, erklärt Korpan nach ein paar Stunden intensiver Diskussion. Denn: „Es zählt alleine eine gute Idee, nicht die Parteizugehörigkeit.“ Und tatsächlich fanden sich auch Kandidaten anderer Listen zu dem Austausch ein, schließlich hatte die CSU im Vorfeld kommuniziert, dass sie mit jedem sprechen wolle. Und da gab es dann tatsächlich so manche Schnittmenge, wie Korpan erkannte. Etwa mit der Liste „Penz­berg Miteinander“ und dem Bund Naturschutz in der Idee, einen Bürgerpark auf Gut Hub zu realisieren, inklusive Renaturierung des Hochmoors, Streuobstwiese und Waldspielplatz. 

Ansonsten spiegelten die Ideen eine breite Vielfalt wider. Im Hinblick auf die Stadtentwicklung etwa wollten die Teilnehmer des Workshops einen Schattenplatz auf dem Stadtplatz, forderten ein neues Feuerwehrhaus, wollten das Breitfilz erhalten und sprachen sich für flächensparendes Bauen in die Höhe und Tiefe aus. Neue Radwege sollten indes nicht auf Kosten von Grünflächen gehen. Zudem standen ein Naturschutzbeirat mit aktiven Bürgern und eine Entsiegelungsstrategie auf dem Zettel mit den grünen Ideen. 

Ein Ruftaxi, mehr Einheimischenmodelle und die Forderung, mehr private Bauvorhaben zuzulassen, fanden sich auf der Tafel mit den sozialpolitischen Forderungen. Darüber hinaus will die CSU noch ein Geburtshaus sowie ein Gesundheits- und Dienstleistungszentrum inklusive Hebammenpraxis errichten. Eine Idee, die ebenso gut ankam wie der Vorschlag, bestehende Spielplätze attraktiver zu gestalten. Auf Zustimmung stieß auch die Forderung nach einem Ehrenamtsförderer. Feuerwehrkommandant Christian Abt erklärte, wieso es diese Stelle braucht: „Vereine sind im Steuer- und Vereinsrecht oft überfordert.“ Ein Ehrenamtsförderer könnte aber auch Räumlichkeiten für Vorträge vermitteln. „Wir bräuchten also ein kleines Pendant zum Kreisjugendring.“ Um die Wirtschaft zu stärken, sollten schließlich mehr Gewerbebetriebe angesiedelt und Investitionsvorhaben schneller bearbeitet werden. dd

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