Penzberger Stadthalle

Schild-Bürgerstreich

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Penzberg -Abgeschlossen ist zwar die Sanierung des Stadthalle, fertig ist man mit den Arbeiten dort aber noch lange nicht. Darüber regte sich nun im Bauausschuss der Unmut.

Wie gut, dass Bürgermeisterin Elke Zehetner beim Starkbieranstich im März mit Fastenprediger Bruder Barnabas lediglich gewettet hat, dass die Stadthalle pünktlich eröffnet wird. Hätte sich die Wette auf die Fertigstellung bezogen, wäre Zehetner jetzt um viele Brotzeiten für das Starkbier-Ensemble ärmer.

Eigentlich war das Thema Stadthalle gar nicht Teil der Tagesordnung, doch Regina Bartusch (SPD) erklärte am Ende der Sitzung, dass ihr einiges zu Ohren gekommen sei. Beim „Tag der Älteren“ etwa sei aufgefallen, dass immer noch keine Behindertenparkplätze ausgewiesen sind. Auch eine Beleuchtung an der Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes fehlt. Und dass es in der Stadthalle auch eine Gastronomie gebe, sei überhaupt nicht zu erkennen. Kein Schild weise da auf die Wirtschaft hin, „noch nicht einmal eine Speisenkarte hängt draußen“.

Noch bevor die Diskussion darüber entbrannte, wie denn diese Beschilderung aussehen könnte, sagte Johannes Jauß aus dem Ordnungsamt zu, die Behindertenparkplätze wieder auszuweisen. „Das kommt“, erklärte er und erhielt dazu gleich noch eine klare Zeitvorgabe der Bürgermeisterin. „Das muss bis Ende Oktober alles passen“, forderte sie und zeigte sich empört, dass es immer noch so viele Baustellen wie etwa im WC für Herren gebe. „Die Kleinigkeiten dauern zu lange“, monierte Zehetner, um aber im selben Atemzug von einer E-Mail von Stadthallen-Wirt Rudolf Schall zu berichten, der schon im Mai die fehlende Beschilderung angemahnt hatte. Seither ist nichts geschehen. Ihre Euphorie („Wir sind Stadt, wir machen das jetzt“) bremste indes Stadtbaumeister Justus Klement etwas ein. Die Frage der geeigneten Beschilderung müsse schon mit dem Wirt geklärt werden, sagte er. Denkbar sei eine Beschriftung über dem Haupteingang, denn der Schriftzug „Stadthalle“ finde sich tatsächlich nur sehr klein am Giebel der Fassade. Dass es nicht mehr die klobigen Buchstaben der Vergangenheit werden, darüber herrschte nun Einigkeit. Ebenso, dass der Wirt auf seine Gastronomie hinweisen soll. „Wir wollen ja, dass der Wirt was wird“, reimte Bartusch. Und ihr Fraktionskollege Hardi Lenk wünschte sich, dass alle Schilder bis zum Weihnachtsessen des Stadtrats angebracht sein solle. Bis dahin sollen dann auch eine Glasvitrine für die Speisekarte vor der Stadthalle stehen und die Fassadenbeleuchtung erstrahlen. arr

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