75-Jährige lag ganz vorn

Stadtradeln: 43.354 Kilometer kamen in Penzberg zusammen

Auf dem Foto sind die  Sieger der Einzel- und Teamwertung des Penzberger Stadtradelns zu sehen.
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Die Stadt Penzberg verlieh den anwesenden Siegern Urkunden und Preise.

Penzberg – Die Penzberger radelten heuer wieder bei dem vom Klima-Bündnis organisierten weltweiten Stadtradeln mit. Dabei lief es sogar besser als vom Rathaus anfangs gedacht.

Anfang Oktober äußerte sich Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) noch skeptisch, ob die Teilnahme beim Stadtradeln so groß ausfallen würde (Rundschau berichtete). Die Klimaschutzaktion, die sonst immer im Sommer stattfindet, wurde heuer wegen der Corona-Pandemie in den Oktober verschoben und lief vom 3. bis 23. Oktober. Wetterbedingt natürlich etwas problematischer wie im Sommer. Nichtsdestotrotz können sich die Organisatoren kaum über zu wenige Kilometersammler wegen der Witterung beschweren: „Ich denke wir können uns ganz gut sehen lassen“, wie Korpan nun bei der Siegerehrung erklärte. Beim Stadtradeln wird deutlich, wie viel für die Umwelt getan werden kann, wenn man mal aufs Rad statt ins Auto steigt. Vergangenes Jahr schrieb Penzberg beim Stadtradeln Geschichte: Noch nie wurde soviel mitgeradelt wie 2019. Gemeinsam legten die Aktiven damals 66.333 Kilometer zurück und sparten so umgerechnet neun Tonnen CO2-Emissionen ein. Ein Ergebnis, dass heuer allerdings nicht erreicht wurde. In diesem kamen 43.354 Kilometer zusammen – immerhin noch mehr als im Premierenjahr 2015 (40.186 Kilometer). Mit 278 Teilnehmern gab es heuer nur 39 weniger als im Vorjahr.

25 Teams dabei

Somit erzielte Penzberg das zweitbeste Ergebnis seit 2015, wie Korpan erklärte. 25 Teams meldeten sich in Penzberg an. Ganz oben mit dabei war das örtliche Gymnasium mit einer Höchstzahl von 124 Teilnehmern. Weitere Mannschaften waren: Team für Penzberg, Au´ler, EMT-Team, Heinrich-Campendonk-Realschule, Team Glücklich, Montessori-Schule, Radlerengel von Christkönig, Stadtverwaltung, Grünen, Energiewende Oberland, Stadtbücherei, MAROni468, Johannisbergler, Westendler, Bürger für Penzberg, Spatzennest, Familienservice, K3-Team, Tour de Penzberg, Die Saalanger, Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, Fruchtchips, Rote Radler und Subasic. Anders als sonst, gewann nicht mehr das Team, das am meisten Kilometer fährt, sondern jenes, dass pro Kopf am meisten radelt. Auf Platz eins landete das Team Glücklich mit Wolfgang Sacher und Manuela Schäffer. Die beiden radelten zusammen im Schnitt 762,9 Kilometer und vermieden dabei umgerechnet 112,1 Kilogramm CO2-Emissionen. Der 53-jährige Paralympicssieger Sacher belegte ebenso den dritten Platz der Einzelwertung. Platz zwei belegten Angelika und Chris Siebert (Westendler) mit 490 Kilometern und einer CO2-Einsparung von 72 Kilogramm. Platz drei erreichten die Bürger für Penzberg: Dietmar Streidl und seine Frau Lenka Sobanova-Streidl radelten gemeinsam 385,8 Kilometer und vermieden dabei 56,7 kg CO2-Emissionen.

Erster Platz

Bei den Einzelwertungen landete die 75-jährige Wally Karl auf dem ersten Platz. Karl radelte in den drei Wochen 1424 Kilometer und vermied dabei 209,3 Kilogramm CO2-Emissionen. Ihr Mann kümmerte sich derweil um den Haushalt, wie Karl schmunzelnd auf die Frage, was dieser in der Zeit machte, antwortete.

Zweiter Platz

Auf dem zweiten Platz landete der 16-jährige Schüler Caspar Ringel. Er fuhr „jeden Tag“ mit dem Fahrrad von Antdorf nach Penzberg in die Schule, wie er der Rundschau sagte – und machte „auch am Wochenende längere Touren“. Für die ersten drei Einzelsieger gab es neben der Urkunde eine Radltasche und für die Teams jeweils einen Citygutschein.

Ergebnisse im Umkreis

Im Landkreis Weilheim-Schongau ließen sich 154 Teams aufstellen und 1710 Aktive radelten gemeinsam 260.456 Kilometer. 38 Tonnen CO-2-Emissionen konnten so vermieden werden, heißt es auf der Internetseite des Klima-Bündnisses (www.stadtradeln.de). 32.673 Kilometer erstrampelten sich mit elf Teams und 184 Aktiven die Seeshaupter. Dabei wurden fünf Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Auch die Benediktbeurer machten mit. Mit 17 Aktiven Radelnden und vier Teams erradelten sie sich 2909 Kilometer. Bad Tölz war ebenso fleißig: 219 Aktive legten eine Strecke von 31.738 Kilometern zurück. 20 Teams gingen an den Start. Fünf Tonnen CO2-Emissionen konnten so umgerechnet vermieden werden. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen kamen laut den Organisatoren insgesamt 74.740 Kilometer zusammen, 508 Radfahrer wurden bei der Aktion gezählt.

Viktoria Gray

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