Eineinhalb Jahre eingerahmt

Wasserversorgung der Stadtwerke erhält TSM-Zertifikat

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Über das eingerahmte Zertifikat freuen sich TSM-Berater Joachim Wilde, Bürgermeister Stefan Korpan, Wassermeister Thomas Schönfeldt, technischer Leiter Florian Stauder, Wassermeister Hans Auer, Stadtwerke-Chef Josef Vilgertshofer und Robert Scherer, Geschäftsführer des DVGW Landesverbandes Bayern.

Penzberg – Rund eineinhalb Jahre haben die Stadtwerke, vor allem aber die Fachkräfte in der Sparte Wasser, daran gearbeitet, das Technische Sicherheitsmanagement-Zertifikat (TSM-Zertifikat) zu erhalten. Und obgleich die Urkunde, fein säuberlich in einem silbernen Rahmen verpackt, eher unspektakulär aussieht, so ist sie doch für die Stadtwerke ein Aushängeschild und eine Absicherung zugleich.

Geprüft wurden Penzbergs Wasserversorgung und Wasserversorger in mehreren Bereichen, bei denen vor allem die Sicherheit im Mittelpunkt steht: Arbeits- und Gesundheitsschutz, Organisationsfähigkeit, die Einhaltung technischer Regeln und des Regelwerks des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Innerhalb von nur zwei Tagen wurde all das bei den Stadtwerken unter die Lupe genommen. Um dann nicht ins Messer der beiden TSM-Prüfer zu laufen, haben sich allen voran Wassermeister Hans Auer und sein Kollege Thomas Schönfeldt sowie Florian Stauder, der technische Leiter in den Bereichen Wasser, Abwasser und Fernwärme, lange darauf vorbereitet. „Grob eineinhalb Jahre intensiv“, schätzt Stadtwerke-Chef Josef Vilgertshofer, der betont, dass das Stück Papier „mit viel Arbeit verbunden war“. Völlig auf sich alleine gestellt waren die Penzberger dabei nicht. Robert Scherer, Geschäftsführer des DVGW Landesverbandes Bayern, betont: „Wir arbeiten miteinander.“ Und so werde ganz generell im Vorfeld viel mit den Unternehmen, die ein Zertifikat erhalten wollen, kommuniziert und diskutiert. Vor allem mittelgroße und große Versorger sind bislang zertifiziert, „und ein paar kleinere“, so Scherer. Um mit einem solchen Zertifikat ausgezeichnet zu werden, ist vor allem eines besonders wichtig: „Das Personal“, so Scherer, denn das sei schließlich „das höchste Gut“. Im Gegensatz zu Geschäftsführern sei Fachpersonal nicht mal ebenso zu bekommen, sagt Scherer. Und Vilgertshofer schmunzelt. „Wir sind über die hohe Hürde drüber“, sagt der Stadtwerke-Chef, der sich freut, dass der Qualitätsstandard in Form eines Zertifikats nun vorzeigbar ist. 

Zwei Tage lang wurde die Wasserversorgung geprüft, die Fragen eines Prüfungsleitfadens, den man bei den Stadtwerken im Vorfeld ausfüllen musste, wurden abgeklappert und die Antworten auf ihre Richtigkeit überprüft, Dokumente wurden in Augenschein genommen, Geräte und Anlagen begutachtet. „Einfach einen Haken dahinter setzen, das macht man nicht“, betont Scherer. 

Auf der anderen Seite der Hürde angekommen soll man sich bei den Stadtwerken in der Abteilung Wasser aber keineswegs ausruhen. „Die Prüfung soll ein Mehrwert sein“, betont Scherer. Zum einen wolle der DVGW optimal betreuen, zum anderen sollen die Unternehmen im Rahmen der Vorbereitungen auf neue Ideen kommen können. 

Im Falle von Penzberg brachten die Vorbereitungen tatsächlich mehr hervor als eine Urkunde. „Wir haben auch ein Betriebsorganisa­tionshandbuch aufgebaut“, sagt Florian Stauder. Doch abgesehen davon bringt auch die Urkunde mehr als eine geschmückte Wand mit sich, die Zertifizierung sei bei Schadensfällen von Bedeutung. „Der Beweis des ersten Anscheins spricht dafür, dass alles getan wurde, was erforderlich ist“, erklärt Josef Vilgertshofer. Und so scheint es, als ob die Wasserversorgungssparte der Stadtwerke die Prüfung zur Sicherheit gleich in mehrerlei Hinsicht abgelegen wollte. ra

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