Helfen bedürftigen Kindern: Sternsinger sammeln im Loisachtal 18.500 Euro

Rekord für einen guten Zweck

Erfolgreich unterwegs: Nach dem Aussendungsgottesdienst zogen die über 80 Sternsinger durch das Loisachtal und sammelten kräftig Spenden.

Benediktbeuern – Der Saum des Umhanges streifte den schneebedeckten Boden, ein paar Flocken fielen auf die Krone, Wind wehte um die Nase: Das kalte Winterwetter hinderte die Sternsinger nicht daran, um die Häuser des Loisachtals zu ziehen, Segen zu spenden und Geld zu sammeln, viel Geld.

Mit viel Kreidestaub an den Händen dürften die Loisachthaler Könige in ihre heimischen Paläste zurückgekehrt sein. Auf ihrer Reise durch die Gemeinden klingelten sie mit ihren Gaben Weihrauch, Myrrhe und Gold an den Häusern, sangen ihr Lied und schrieben den Segen auf die Türrahmen. Und auch die Hausbewohner geizten nicht mit Gaben aus ihren Geldbeuteln. 

Sie stapften durch den hohen, nassen Schnee, ihr Atem bildete blassweiße Wölkchen in der kalten Luft und ihre Kronen reflektierten die winterliche Landschaft. In leuchtenden Gewändern zogen die Heiligen Drei Könige durch die Gemeinden des Loisachtals, unbeeindruckt von den Minusgraden und den langen Wegen. Die Mühen, welche sie auf sich nahmen, zahlten sich wortwörtlich aus: Die Sternsinger in der Pfarreiengemeinschaft Benediktbeuern sammelten gut 18.500 Euro für bedürftige Kinder – eine im Loisachtal noch nie dagewesene Summe, ein „Rekordergebnis“, freut sich Diakon Hubertus Klingebiel. 

Zwei Tage lang waren die über 80 Kinder und Jugendlichen unterwegs, um den Segen in die Häuser zu bringen. Und sie wurden dafür reichlich entlohnt: In Benediktbeuern gaben die Menschen rund 7.000 Euro aus der Hand, in Bichl wurde knapp 4.300 Euro an den Haustüren gespendet, in Ried wanderten knapp 900 Euro aus den Geldbörsen und in Kochel schepperten Münzen und raschelten Scheine im Wert von gut 6.300 Euro in den Spendenbüchsen. Angesichts dieser hohen Summen seien die Organisatoren den Sternsingern, aber auch den Gruppenleitern und allen, die an dem Erfolg der Aktion einen Anteil tragen, im besonderen Maße dankbar, sagt Klingebiel. Doch ist es nicht nur die große Spendenbereitschaft der Menschen, die den Diakon glücklich stimmt, sondern auch die Leidenschaft, mit der sich die kleinen Könige Jahr für Jahr auf den Weg machen: „Es ist jedes Mal wieder eine Freude zu sehen, mit wie viel Engagement und Begeisterung die Kinder und Jugendlichen bei der Sache sind und sich für Kinder in ärmeren Ländern einsetzen“, lobt Klingebiel. 

Der Erlös wurde inzwischen bereits an das Kindermissionswerk überwiesen, das damit Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützen kann. Insbesondere Projekte, die das Zusammenleben von Kindern mit und ohne Behinderung betreffen, standen in diesem Jahr im Fokus der Sternsingeraktion. Das Geld, das die Sternsinger in Kochel gesammelt haben, wird – wie bereits in den vergangenen Jahren – zur Hälfte der brasilianischen Partnergemeinde Mae Luiza zugutekommen. ra

Auch interessant

Meistgelesen

Verkehrspolitische Offenbarung
Verkehrspolitische Offenbarung
Den Rathausschlüssel erobert
Den Rathausschlüssel erobert
Ruhe und Futter
Ruhe und Futter
Hände an die Hörner
Hände an die Hörner

Kommentare