Trotz Sturmwarnung auf dem Wasser

Stürmischer Walchensee: Surfer gerät in Seenot - und sorgt für Großeinsatz

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Walchensee – Ein Surfer (66) aus München hat am Samstag, 3. Oktober, auf dem Walchensee für eine großangelegte Vermisstensuche gesorgt. Der Mann war bei Sturmwarnung in Seenot geraten. 

Laut Polizei war der Münchner gegen 10.30 Uhr trotz der seit 7 Uhr ausgerufenen Sturmwarnung und bei heftigen Windböen vom Parkplatz am Brünnlwandtunnel mit seinem Surfbrett auf das aufgewühlte Gewässer gegangen. Dort geriet er in Seenot und kappte das Segel. Gegen 12.50 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle in Weilheim über einen vermissten Surfer informiert. Der Wind trieb den 66-Jährigen im Gemeindebereich Jachenau an der Süduferstraße ans Ufer. Dort wurde er gegen 13 Uhr von Passanten aufgenommen und zu seinem Fahrzeug zurückgefahren. Das Segel und das Board blieben am Südufer. Die Wasserwacht Walchensee wollte die Ausrüstung später bergen. 

Hubschrauber flog an

Gegen 13.20 Uhr wurde die großangelegte Suche – auch ein Polizeihubschrauber war im Anflug – abgebrochen. Wasserwacht und Feuerwehren waren mit gut 30 Kräften im Einsatz. Der Münchner wurde mit Unterkühlungen an den Rettungsdienst übergeben und ins Krankenhaus Garmisch gebracht. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen schifffahrtsrechtliche Vorschriften mit empfindlicher Bußgeldandrohung, "da er trotz bestehender Sturmwarnung seinem Hobby nachgehen wollte", wie es von der zuständigen Polizeidienststelle in Kochel heißt.   

Noch eine Anzeige

Die Polizei hatte an dem Tag noch einen Einsatz am Walchensee: Ein weiterer Surfer wurde gegen 13.45 Uhr angezeigt, als er wieder am Ufer anlandete - der Mann war ebenfalls trotz Sturmwarnung unterwegs auf dem stürmischen See gewesen. Der 44-jährige Münchner, dem laut Polizei die Vorschriften "durchaus bekannt waren, zeigte sich einsichtig".

Andreas Baar

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