Turbulenter Wettstreit ums Rathaus

Kocheler Theaterverein inszeniert die Komödie „d’Wahl-Lump’n“ / Premiere am 29. Dezember in der Heimatbühne

+
Die Proben zur Neuinszenierung „d’Wahl-Lump’n“ des Kocheler Theatervereins laufen auf Hochtouren.

Kochel – Es ist nicht nur der Kampf um das höchste Amt in der Gemeinde, sondern auch der Kampf zwischen einem Urbayern und einem Norddeutschen, den die Kocheler Theaterer am morgigen Sonntag erstmals auf die Bühne bringen. Das Besondere an dem Stück: das Publikum wird involviert.

Quasi als Vorgeschmack auf die anstehende Kommunalwahl bringt der Theaterverein Kochel zum Jahreswechsel die Komödie „d’Wahl-Lump’n“ von Peter Landstorfer auf die Bühne. Bei der Premiere am 29. Dezember sowie an fünf Vorstellungen im Januar dürften die Zuschauer sich nicht nur an dem turbulenten Wettstreit zweier Bürgermeisterkandidaten ergötzen, sondern auch besonderen Spaß an der Kabbelei zwischen Urbayer und norddeutschem Neubürger haben.

In einer kleinen Gemeinde entsteht kurz vor der Bürgermeisterwahl nämlich ein turbulenter Wettstreit zwischen dem bayerischen Amtsinhaber und seinem Gegenkandidaten, einem Neubürger aus dem hohen Norden, der geschickt die Frauen des Dorfes hinter sich bringt. Keiner der beiden kann sich seiner Wahl sicher sein, und so beschließt man in beiden Lagern, das Wahlergebnis durch eine Lumperei für sich zu entscheiden. Doch den Wahlausgang der Komödie bestimmt letztlich das Publikum. 

Die 1996 von Peter Landstorfer geschriebene Komödie in drei Akten ist zeitlos. „Des kunnt oiwei wieda sei“, meint Fridolin Söhl, der bei der Neuinszenierung Regie führt. Elf Darsteller, fünf Komparsen und sechs Bühnenhelfer bietet der Kocheler Thea­terverein auf, um das Publikum im Saal der Heimatbühne aufs Beste zu unterhalten. Bereits Mitte September begannen die Laienschauspieler mit den Proben. Auch auf das Bühnenbild, für dessen professionelle Ausführung der Theaterverein bekannt ist, darf man wieder gespannt sein. „Diesmal ist es eine Simultan-Bühne“, kündigt Söhl an, was bedeutet, dass auf drei Ebenen gleichzeitig gespielt wird. Die Erstellung sei zwar aufwändig gewesen, habe aber den Vorteil, dass während der Vorstellung nichts mehr umgebaut werden müsse. Über die Beteiligung des Publikums am Wahlergebnis hüllt sich der Regisseur in Schweigen, verrät dafür aber bezüglich der Rollenbesetzung: „Der Norddeutsche ist ein Urbayer und spricht überzeugend Preisisch.“ 

Die Premiere ist am morgigen Sonntag, 29. Dezember, um 17 Uhr in der Heimatbühne. Weitere Aufführungen folgen am 4./6./12./18. und 26. Januar – samstags jeweils um 20 Uhr, sonntags und montags um 17 Uhr. Karten zu 10 Euro (Erwachsene) und 5 Euro (Kinder bis 14 Jahre) gibt es im Vorverkauf mit Platzreservierung bei der Tourist Info Kochel (Tel: 08851/338) und an der Abendkasse eine Stunde vor Spielbeginn. cw

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Pflegeausbildung am Klinikum Penzberg gestartet
Pflegeausbildung am Klinikum Penzberg gestartet
Corona im Landkreis Weilheim-Schongau: Rasanter Anstieg der Fälle - es droht Ampelphase „Dunkelrot“
Corona im Landkreis Weilheim-Schongau: Rasanter Anstieg der Fälle - es droht Ampelphase „Dunkelrot“
Corona-Krise: Absagen, Absagen, Absagen
Corona-Krise: Absagen, Absagen, Absagen

Kommentare