Danke mit Oregano

Gustavo Gusto spendiert Pizza für Penzberger Klinikmitarbeiter

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Warten auf die Pizza: Anfangs stellten sich die Mitarbeiter des Klinikums in einer Reihe auf, als mehr Kollegen kamen, wurde daraus ein Kreis (unten).
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Warten auf die Pizza: Anfangs stellten sich die Mitarbeiter des Klinikums in einer Reihe auf, als mehr Kollegen kamen, wurde daraus ein Kreis (unten).
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Warten auf die Pizza: Anfangs stellten sich die Mitarbeiter des Klinikums in einer Reihe auf, als mehr Kollegen kamen, wurde daraus ein Kreis (unten).
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Warten auf die Pizza: Anfangs stellten sich die Mitarbeiter des Klinikums in einer Reihe auf, als mehr Kollegen kamen, wurde daraus ein Kreis (unten).
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Warten auf die Pizza: Anfangs stellten sich die Mitarbeiter des Klinikums in einer Reihe auf, als mehr Kollegen kamen, wurde daraus ein Kreis (unten).
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Warten auf die Pizza: Anfangs stellten sich die Mitarbeiter des Klinikums in einer Reihe auf, als mehr Kollegen kamen, wurde daraus ein Kreis (unten).

Penzberg – Kaum hatte der Wagen auf dem Hof des Klinikums geparkt, duftete es nach Pizza, geschmolzenem Mozzarella, aromatischer Salami und Oregano. Für die heißen Teigfladen, die Andreas Gabler und Marcel Nour el Din da aus dem Wagen reichten, mussten die Pfleger und Ärzte aber nichts zahlen. Denn die beiden Männer von der Gustavo Gusto waren gekommen, um im Rahmen eines Giro di Grazie Helfern für ihren Einsatz in Corona-Zeiten zu danken.

Es dampfte ordentlich in dem Mobil des Geretsrieder Unternehmens, die Tiefkühlpizza produziert, die nicht aussehen oder schmecken soll wie Ware aus der Gefriertruhe. In großen Lettern stand da auf dem Lieferwagen geschrieben: „Unsere wärmste Empfehlung: Pizza aus dem Steinofen“. Ein Aufdruck, der wenig überraschte, weil die Firma längst bekannt ist für ihre Wortspielereien rund um ihre selbsternannten „Steinofenbarungen“. Mit italienischer Pünktlichkeit (und somit um einige Minuten später als geplant) kam der Wagen angerollt, die Klinikleute hatten zuvor schon immer wieder aus den Fenstern gelugt, um zu schauen, ob das Essen auf Rädern schon da ist. 

Dann aber ging‘s ans Essenfassen. Bodenmarkierungen aus Klebeband wiesen auf den geforderten Mindestabstand hin, wobei die Mitarbeiter des Krankenhauses ihre ganz eigene Art bewiesen, sich anzustellen: Statt einer Schlange bildeten sie einen Kreis vor dem Pizzamobil. In Gedanken schienen sie wohl schon bei dem kreisrunden Teigfladen gewesen zu sein. „Das kenne ich so auch nicht“, schmunzelte da Nour el Din, der nicht so recht wusste, wer denn nun als nächstes eine Pizza Margherita, Tonno, Prosciutto e Funghi oder Salame bekommt, gratis versteht sich, denn die Firma sendet das Pizzamobil aus, um Mitarbeitern systemrelevanter Einrichtungen, darunter Krankenhäuser und Seniorenzentren, für ihren unermüdlichen Einsatz während der Pandemie zu danken. Auf dem Giro di Grazie, also auf der Dankestour, werden dabei an den verschiedenen Standorten die Tiefkühlpizzen aufgebacken. 

Für Penzberg hatten Nour el Din und Gabler dutzende belegte Teigfladen dabei, die es in eineinhalb Stunden zu verteilen galt. Binnen weniger Minuten fertig zum Verzehr, gaben die beiden die knusprige Pizza aus, nach Wunsch mit Chili, Knoblauch oder Oregano veredelt. Dann wanderten die belegten Fladen entweder auf einem Pappteller oder gleich in einem Pizzakarton über den Tresen. Der Karton wurde aber offen gelassen, denn „das ist das Problem bei Lieferdiensten“, sagte Nour el Din, wenn nämlich die Schachtel über der dampfenden Pizza geschlossen werde, verliere diese an Knusprigkeit. 

„Jetzt hab‘ ich auch noch was gelernt“, grinste eine Klinikmitarbeiterin und machte sich mit ein paar Kartons von dannen, vorbei an einem Aufsteller. Die Worte „Grazie liebes Krankenhausteam, dafür, dass ihr es Tag und Nacht mit dem Virus aufnehmt“, waren darauf abgedruckt, und das Bild einer üppigen Mozzarellakugel mit Arztkoffer und Stethoskop. ra

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