Heft mit Herzblut

Flexibles Ferienprogramm der Stadt Penzberg wartet mit über 60 Aktionen auf

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Sind froh, trotz Corona Kindern und Jugendlichen die Sommerferien versüßen zu können: Bürgermeister Stefan Korpan und Franziska Annaberger.

Penzberg – Stolz ist in Franziska Annabergers Gesicht nicht zu sehen, vielleicht Erleichterung. Denn der Frau aus dem Familienbüro ist es doch tatsächlich gelungen, trotz Corona-Pandemie ein Ferienprogramm auf die Beine zu stellen, das nur fünf Veranstaltungen weniger als im vergangenen Jahr umfasst. Und wenn schon Annaberger einen stolzen Ausdruck verwehrt, so zieht zumindest ihr Chef, Bürgermeister Stefan Korpan, eine entsprechende Miene.

Eines, das möchte Annaberger aber klarstellen, müsse stets berücksichtigt werden, wenn man das aktuelle Ferienprogramm der Stadt durchblättert. „Änderungen sind vorbehalten“, sagt sie. Denn die Broschüre, gefüllt mit 62 Angeboten für Kinder und Jugendliche in und um Penzberg, beinhaltet auch Veranstaltungen, die jetzt noch nicht unbedingt problemlos realisiert werden können, doch in Erwartung weiterer Lockerungen vielleicht in ein paar Wochen. Und so blickt Annaberger etwas kritisch auf die Sportveranstaltungen, die Körperkontakt abverlangen, etwa der Kurs „Ringen lernen“ am 27. Juli. Und auch für die Rea­lisierung der Bergtouren Ende August und Anfang September hofft An­naberger auf weitere Lockerungen. Doch die Veranstalter seien recht flexibel, viele von ihnen hätten Alternativen in der Hinterhand, lächelt Annaberger, die betont, dass die Veranstalter, die Hilfe bei der Umsetzung der Hygienevorgaben brauchen, auf die Unterstützung der Stadt bauen können.

Ein breites Grinsen ziert derweil Stefan Korpans Gesicht. Die Erstellung des Ferienprogramms „war keine leichte Aufgabe“, sagt er und blickt zu Annaberger, der er dankt und ein „ganz großes Lob“ ausspricht, da sie „viel Herzblut“ in die Broschüre gesteckt habe. Annaberger zuckt bescheiden mit den Schultern. Ende März, Anfang April habe man noch darüber diskutiert, „ob das Ferienprogramm überhaupt stattfinden soll“, erinnert sie sich. Man entschied sich schließlich dafür, denn in dieser Zeit sei das Programm umso wichtiger, sagt Annaberger. Korpan nickt. Das Programm dient schließlich nicht allein der Bespaßung des Nachwuchses, es soll auch Eltern ein wenig Zeit schenken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Und das schon seit knapp 40 Jahren, wie Korpan anmerkt. Insgesamt 62 Veranstaltungen stehen nun zur Auswahl, lediglich fünf weniger als im vergangenen Jahr. Kein Abbruch, denn „Qualität geht vor Quantität“, grinst der Bürgermeister. 

In dem Programm, für welches die Stadt gemeinsam mit dem Bayerischen Jugendring und dem Landrats­amt ein Gesundheits- und Hygienekonzept erarbeitet hat, finden sich unter anderem Evergreens, die Jahr für Jahr gerne gebucht werden. Doch heuer ist vieles anders: reduzierte Teilnehmerzahlen, veränderte Locations und der Mund-Nase-Schutz, der neben Trinkflasche und Brotzeit in die Rucksäcke der Kinder zu wandern hat. In der Broschüre zu finden sind neben den Klassikern auch einige Neuheiten. In der Rubrik Sport und Bewegung etwa das Tennis-Camp, Hip Hop, Angeln oder Minigolf. Selbst Bürgermeister Korpan ist mit zwei Kursen oder besser gesagt mit zwei Trainingseinheiten am Start: Einmal hilft er Kindern, einmal Jugendlichen das richtige Gefühl für den Fußball zu entwickeln. Und auch kleine Wissenschaftler kommen wieder auf ihre Kosten, bei den Forschertagen „Luft und alles was fliegt“ oder „Wasser und andere Flüssigkeiten“. Für Tierliebhaber warten auf dem Zisthof 2 Ponys, Pferde und Alpakas oder Bienen im Zentrum für Umwelt und Kultur des Klosters Benediktbeuern. Zahlreiche kreative Angebote sorgen zudem für Farbkleckse auf der Kleidung und Kleber zwischen den Fingern. Mal werden Steckenpferde und Hufeisen gebastelt, mal Wappen bemalt, mal bunte Punkte auf Porzellanschalen gebracht. „Unter den gegebenen Voraussetzungen ein phantastisches Programm“, findet Rathaussprecher Tom Sendl. ra 

Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen des rund 40 Seiten umfassenden Ferienprogramms ist ab sofort und bis 15. Juli um 17 Uhr online unter www.penzberg.de möglich. Dort finden sich auch detaillierte Informationen zu allen Angeboten. Ab 16. Juli können sich auch Kinder aus dem Umland und Feriengäste für noch verbliebene freie Plätze anmelden.

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