Auf der Euphoriebremse

Breitfilz: Stadt frohlockt, Pächter sehen aber noch weiten Weg bis zum Verein

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Im Breitzfilz gibt es noch viel zu regeln: Erst wenn das erfolgt ist, will sich ein Verein gründen, der sich dann um den laufenden Betrieb kümmert.

Penzberg – „Land in Sicht“ war am Montag eine Pressemitteilung aus dem Rathaus über die Zukunft der Schrebergartenanlage im Breitfilz überschrieben. Der Grundtenor ist darin so gehalten, als seien die Probleme, die zum Nutzungsverbot der Hütten und Parzellen geführt haben, beinahe schon gelöst.

Derzeit wird im Rathaus ein Bebauungsplan erarbeitet, der unter der Bezeichnung „Freizeitgärten Breitfilz“ geführt wird und das Gebiet als Naherholungsgebiet ausweist. Damit entfallen die gesetzlichen Vorgaben des Bundeskleingartengesetzes, und die Anlage kann in der gewohnten Art erhalten bleiben. Dieser Bebauungsplan ist für Hattemer die unerlässliche Voraussetzung, um beim Betrieb der Kleingartenanlage künftig mit der Stadt zusammenzuarbeiten. „Solange dessen Inhalte nicht bekannt sind, wird es keinen Verein geben“, betont der ehemalige Bauamtsleiter, der auf der CSU-Liste für den Stadtrat kandidiert. Der Bebauungsplan, so viel steht fest, wird für einige Schrebergärtner schmerzliche Einschränkungen bedeuten: Eine ganze Reihe von Parzellen wird komplett wegfallen, andere werden wegen der nötigen Brandschutzmaßnahmen verkleinert. Da Hattemer, der sich mit Marianne und Rudi Fesl, Walter Höck, Christof Ludewig, Thomas Szeyei und Yusuv Türkyilmaz zum „Team Breitfilz“ formiert hat, ohne offizielles Mandat der Breitfilz-Pächter agiert, legt er großen Wert darauf, dass erst alle offenen Fragen gelöst sein müssen, ehe der Verein gegründet werden kann. „Wenn es da noch strittige Punkte mit der Stadt geben sollte, erklärt sich doch niemand bereit, einen Vorstandsposten zu übernehmen“, sagt er. Gleichwohl sichert er zu, dass das „Team Breitfilz“ bei der Erstellung des Bebauungsplanes intensiv mit dem Rathaus zusammenarbeiten wolle. Und: „Die ersten Gespräche sind sehr gut verlaufen.“ Das bestätigt auch Bürgermeisterin Elke Zehetner: „Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und den Kleingärtnern verläuft reibungslos. Ich bin froh, dass wir damit der Breitfilz-Anlage eine gute Perspektive bieten können.“ Hattemer & Co. wollen sich dadurch aber nicht unter Druck setzen lassen und nun erstmal das von der Stadt in Auftrag gegebene Sicherheitskonzept für das Breitfilz auswerten und beurteilen. la

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