Vier lange Nächte

Volksfest: Stadt und Festwirt Fahrenschon einigen sich außergerichtlich

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Schwamm drüber: Festwirt Christian Fahrenschon (links) und Vizebürgermeister Johannes Bauer besiegeln per Handschlag die außergerichtliche Einigung.

Penzberg – All jene, die gerne länger feiern und auf Bierbänken tanzen, können sich freuen: Bei dem am Freitag auf der Berghalde beginnenden Penzberger Volksfest gibt es nun doch vier Tage, an denen die Bar bis 1 Uhr geöffnet hat.

Vizebürgermeister Johannes Bauer und Festwirt Christian Fahrenschon haben sich auf Anraten des Verwaltungsgerichts in München darauf verständigt und damit eine richterliche Entscheidung obsolet gemacht. Und das bedeutet: Jeweils am Freitag und Samstag der beiden Volkfestwochenenden darf nun länger gefeiert werden. 

Es war schon etwas überraschend: Der Stadtrat hatte noch im vergangenen Herbst mit knapper Mehrheit beschlossen, Fahrenschon für das Volksfest 2019 vier längere Nächte zu bewilligen. Dagegen hat sich aber die Penzberger Polizei gesperrt, weil deren Leiter, Jan Pfeil, darauf hingewiesen hatte, für einen längeren Volksfestbetrieb nicht die erforderlichen personellen Kapazitäten zur Verfügung zu haben. Dies wiederum veranlasste Peter Holzmann, den Leiter des Ordnungsamtes im Rathaus, im Weilheimer Landratsamt nachzufragen, wie er mit dieser Stellungnahme umgehen solle. Holzmann sagte, dort habe man ihm geraten, den Stadtratsbeschluss wegen der Bedenken der Polizei nicht zu vollziehen. Dies wurde dem Stadtrat im Januar in nicht-öffentlicher Sitzung auch so mitgeteilt, das Gremium nahm dies schulterzuckend, aber kommentarlos zur Kenntnis. In der Kreisbehörde aber hat man dieses Gespräch ganz anders in Erinnerung: Dort heißt es, man habe Holzmann mitgeteilt, dass die Erteilung der gaststättenrechtlichen Genehmigung einzig und allein im Ermessen der Stadt liege. Als Festwirt Fahrenschon dann Ende Juli von der Stadt den Auflagenbescheid für das diesjährige Volksfest zugestellt bekam und darin nur von zwei längeren Tagen die Rede war, reichte er einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht München ein. Dort hat man ganz offenbar die Sichtweise im Rathaus nicht geteilt, sondern den beiden Parteien empfohlen, sich außergerichtlich auf die Vier-Tage-Regelung zu einigen. Dies ist am Montag auch geschehen, symbolträchtig auf der Berghalde, wo das Festzelt gerade aufgebaut wird. Während Fahrenschon seinen Eilantrag zurückgezogen hat, hat die Stadt den Auflagenbescheid entsprechend geändert. la

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