Zweiter Anlauf für Orangerie

Gemeinde Schlehdorf erteilt Einvernehmen zu verkleinerter Planung

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Angesichts des wenig bajuwarisch anmutenden Gebäudes, kann sich der Gemeinderat ein alternatives Gartenhaus vorstellen.

Schlehdorf – Für den Laien mag die Villa am Ufer des Kochelsees nicht wirklich ins ländliche Oberbayern passen. Das imposante, 1898 erbaute Landhaus ist ein Werk des preußischen Baumeisters Fritz Klingholz und steht inzwischen unter Denkmalschutz. 

Auf dem weitläufigen Grundstück wurde seeseitig ein Gartenhaus beantragt, das eher an eine Orangerie erinnert als an ein bayerisches Gartenhäusl. Nach der Ablehnung des ersten Bauantrags durch das Landratsamt, reichte der Bauherr nun einen Tekturantrag ein, für den die Gemeinderäte ihr Einvernehmen erteilten.

Die Bodenplatte ist bereits betoniert, jetzt fehlt nur noch das Gartenhaus. In seiner ersten Fassung hätte dieses als Rundbau mit vielen Glasflächen ausgeführt werden sollen. „Eine Orangerie wie in Schlossgärten“, erinnerte Bürgermeister Stefan Jocher den alten Gemeinderat in seiner letzten Sitzung. Die zuständige Baubehörde am Landratsamt hatte das Ansinnen im Außenbereich damals abgelehnt und nur ein Gartenhaus für Geräte genehmigt. Die Tektur sieht nun eine verkleinerte und schlichtere Ausführung vor. Die Gemeinderäte berieten zunächst, ob man nicht konsequent bleiben und den Antrag ein weiteres Mal ablehnen müsse. Dass es nicht um die Aufbewahrung von Geräten gehe, sei allen klar, meinte Jocher und räumte ein: „Es ist kein Gartenhäusl, aber es ist jetzt immerhin kleiner geworden.“ Da ein rustikales Gartenhäuschen sich mit der Optik der Villa „beißen“ würde, sahen die Gemeinderäte letztlich kein Problem und erteilten einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Ob die Mini-Orangerie tatsächlich gebaut werden darf, entscheidet letztlich aber das Landratsamt.cw

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