Die „Vögelfreunde“ werben auf Eurosport

Die Aufnahmen mit der Filmcrew haben den vier „Vögelfreunden Oache sticht vom Kochelsee” (auf dem rechten Schlitten) sichtlich Spaß gemacht.

Erst eine Mannschaft vor ihnen hatte es in 40 Jahren geschafft, das Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen drei Mal hintereinander zu gewinnen. Die „Vögelfreunde Oache sticht vom Kochelsee” brachten dieses Kunststück am Dreikönigstag nun wieder fertig. „Dafür haben wir brutal viel trainiert“, berichtet Erich Skrajewski aus Schlehdorf, einer der vier Fahrer.

Der 35-Jährige ist zugleich der Vorsitzende der Abteilung Rodeln und Hornschlittenfahren im WSV Schlehdorf. Skrajewski ist der jüngste im Team der „Vögelfreunde“, seine Teamkollegen An- ton Suttner, Stefan Führler und Robert Niebling sind alle um die 40 Jahre alt oder darüber. Zwar wollen die Vier im kommenden Jahr ihren Titel wieder verteidigen und das traditionelle Rennen ein fünftes Mal gewinnen, nachdem sie den Titel schon vor einigen Jahren mal geholt hatten. Doch will Skrajewski nicht verheimlichen, dass der Verein Nachwuchs braucht. „Wir suchen junge Leute, die Schneid haben“, erklärt der Hornschlittenfahrer. Um Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene anzuwerben, veranstaltet der Verein am Faschingssamstag, 5. März, einen Schnuppertag. Dabei können Interessierte an der Rodelbahn in Schlehdorf im Hornschlitten mitfahren, Mutige können es auch selber ausprobieren. Seit kurzem ist das Erfolgsquartett im Fernsehen zu bewundern. Alle zwei Stunden läuft auf „Eurosport“ ein Spot, in dem die vier Loisachtaler Werbung für die Olympischen Spiele 2018 in München und Garmisch-Partenkirchen machen. „Wir haben einen ganzen Tag lang in Garmisch auf der Partnachalm gedreht“, erklärt Erich Skrajewski. Ob Hornschlittenrennen mal olympisch wird? „Eine olympische Sportart wird es nicht, das macht keinen Sinn, glaub’ ich“, lacht der Schlehdorfer. Am heutigen Mittwoch, 19. Januar, um 19 Uhr ist darüber hinaus ein Bericht über das Quartett auf „Servus TV“ zu sehen. Ein Filmteam begleitete die Loisachtaler beim Herrichten des 60 Kilo schweren Schlittens aus Eschenholz, beim Training und schließlich an der Rennstrecke. Für den abermaligen Erfolg in Garmisch-Partenkirchen bereiteten sich die „Vögelfreunde Oache sticht vom Kochelsee“ diesmal so gewissenhaft wie nie vor. Im Vorfeld des Rennens bestiegen sie jeden zweiten Tag ihren Schlitten, entweder in Schlehdorf oder auf der Rennstrecke in Garmisch-Partenkirchen. „Die vier Leute im Schlitten müssen sich gut verstehen“, umreißt Skrajewski das Erfolgsrezept. Er ist der dritte Mann im Schlitten und für die Gewichtsverlagerung verantwortlich, „damit der Schlitten stabil bleibt“. Jeder an Bord hat seine Aufgaben: Anton Suttner an vorderster Front lenkt mit den Füßen. Zweiter Mann ist Robert Niebling, der mit den „Tatzen“, zwei mit Eisen beschlagenen Stangen, bremst und lenkt. Am hinteren Ende des Schlittens sorgt Stefan Führler im Stehen für die notwendigen Korrekturen. Das Zusammenspiel aller vier Schlittenfahrer ist für eine gelungene Fahrt maßgebend. Gelagert wird der Schlitten, den das Team eigenhändig gebaut hat, im Vereinsheim im Zielhaus an der Rodelbahn in Schlehdorf. Schon am Wochenende wird sich die Tauglichkeit des Geräts und der „Vögelfreunde“ wieder zeigen: Am 22. Januar treten die Vier beim Hornschlittenrennen im thüringischen Kleinschmalkalden an. Und im März sind die Freunde vom Kochelsee bei einem Rennen in Oberwiesenthal zu Gast. Die Stärke der „Vögelfreunde” ist mittlerweile berüchtigt: „Denen wäre es lieber, wir würden nicht kommen“, sagt Skrajewski.

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