Stadtrat stimmt zu

Volksfest-to-go für Penzberg

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Penzberg – Die Stadt Penzberg bekommt im September ein Volksfest-To-go. Der Stadtrat segnete einstimmig einen Kompromiss zwischen Festwirt Christian Fahrenschon und Kommune ab.

Der Rosenheimer Gastronom Fahrenschon darf ein Alternativ-Fest unter Corona-Bedingungen abhalten - mit Verkaufsständen in der Innenstadt, aber ohne Verweilmöglichkeiten und Biergarten. Am Dienstag, 25. August,  saßen Fahrenschon, Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) und Ordnungsamtschef Peter Holzmann im Rathaus zusammen. Gesucht wurde ein Weg, um aus der verfahrenen Situation zu kommen. Nach der Abfuhr für Fahrenschons Biergarten-Konzept im Juli im Stadtrat, war das Verhältnis abgekühlt. 

Kompromiss gefunden

Am Ende stand ein Kompromiss, wie der Rathauschef am Dienstagabend in der Stadtratssitzung zufrieden verkündete: „Wir sind im Guten auseinander.“ Die Lösung: Fahrenschon darf Stände in der Innenstadt aufstellen. Entlang der Bahnhofstraße „hätten wir Möglichkeiten“, so Korpan. Allerdings gibt es gravierende Einschränkungen: Alles nur mit temporärem Verkauf zum Mitnehmen, keine Tische und Stühle, und keinen Alkoholausschank, listete Korpan auf. Die Hygieneregeln werden vertraglich festgehalten. 

Stadtplatz ist tabu

Zwei Standorte waren schnell vom Tisch: Berghalde und Stadtplatz. Bei Letzterem geht aus Lärmschutzgründen gar nichts, machte der Ordnungsamtsleiter klar. Holzmann verwies auf ein Lärmgutachten, dass die Stadt im Zuge des „Eismärchens“ in Auftrag gegeben hat - das Ergebnis wird den Stadträten in der Oktober-Sitzung präsentiert. 

Festwirt: "Gutes Signal"

Fahrenschon, dessen Familie das Penzberger Volksfest seit mehr als 45 Jahren ausrichtet, zeigt sich gegenüber der Rundschau zufrieden. Der Festwirt hatte nach der ersten Abfuhr herbe Kritik am Stadtrat geübt. Jetzt spricht er gegenüber der Rundschau von einem „sehr guten Signal“ an ihn und seine Gewerbetreibenden. „Es geht darum, unsere Existenzen zu unterstützen.“ 

Drei bis vier Wochen Dauer

Einen konkreten Termin für das Volksfest light gibt es noch nicht. Laut Ordnungsamtschef Holzmann stehen eine Dauer von drei bis vier Wochen und ein Start Mitte September im Raum. Fahrenschon ist noch bis 13. September mit seinem Festbetrieb in Geretsried. Man werde jetzt mit dem Rathaus sprechen, sagt er. „Wir müssen schauen, welche Plätze zur Verfügung stehen.“ Wichtig sei die Infrastruktur. Danach will Fahrenschon die Auswahl der Standbetreiber treffen. „Es gibt überwiegend Volksfestprodukte.“ Womöglich komme auch ein kleines Karussell. 

Standgebühren werden fällig

Bei allem Entgegenkommen: Der Festwirt wird nicht von den Kosten befreit. Der Stadtrat verständigte sich darauf, dass neben den Nebenkosten noch Standgebühren wie beim Wochenmarkt (6 Euro pro laufenden Meter) zu entrichten sind. Dafür hatte sich Adrian Leinweber (SPD) ausgesprochen: Er forderte als Gleichbehandlung eine Gebühr „wie jeder andere Standlbetreiber“. Am Ende stimmte der Stadtrat dem dezentralen Standkonzept einstimmig zu. Im Rathaus sucht man jetzt Standorte für die Stände - eine Abstimmung mit dem örtlichen Gewerbe sagte Bürgermeister Korpan zu.

Andreas Baar

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