Mit seinem Zuschussantrag stößt der KlangKunst-Verein in Iffeldorf nur bedingt auf Gegenliebe

In den Ohren geklungen

Geldbeutel auf für KlangKunst im Pfaffenwinkel: Der Gemeinderat von Iffeldorf beschließt einen 1.000 Euro-Zuschuss für den Verein

Iffeldorf – 1.000 Euro Zuschuss für die Pflege und Förderung der Chormusik. Das hat der Gemeinderat in Iffeldorf beschlossen. Doch ehe das Geld fließt, wollen die Gremiumsmitglieder das Gespräch mit KlangKunst im Pfaffenwinkel suchen. Immerhin war es nicht der erste Zuschussantrag des Vereins.

Fast schon möchte man „Alle Jahre wieder“ trällern, wenn der Zuschussantrag des Vereins KlangKunst im Pfaffenwinkel vom Gemeinderat behandelt wird. Kurz vor dem Jahreswechsel war es wieder so weit, was dabei aber dem einen oder anderen Gemeinderat Bauchschmerzen verursachte, war nicht die Tatsache, einem Verein einen Zuschuss zuzusagen, sondern wohl eher die Beständigkeit, mit welcher dieser schon im Voraus mit Defiziten rechnet. 

Diesmal sollten es laut Kostenaufstellung 5.185 Euro werden. Dass der Klangkunst-Verein mit seinen großartigen Aufführungen den Besuchern wundervolle Konzerterlebnisse beschert, steht auch bei den Iffeldorfer Gemeinderäten außer Frage. So wünschte sich etwa Martina Ott (SPD) beständige Zahlungen von 1.500 Euro, um den Einsatz zu honorieren. Mit dieser Meinung blieb sie jedoch ziemlich allein im Sitzungssaal. „Das sind erwachsene Menschen, die ihrem Hobby nachgehen, das müssen sie eigentlich selbst finanzieren“, sagte Bürgermeister Hubert Kroiß. 

Beständigkeit wollten auch die anderen Gemeinderäte, jedoch in anderer Richtung. „Der Verein kann nicht jedes Jahr schon im Voraus mit einem Minus rechnen. Alle Vereine versuchen kostendeckend zu arbeiten. Wenn das ein- oder zweimal vorkommt, ist das in Ordnung. Aber jedes Jahr?“, mahnte Ria Markowski (PWG) an. Dem stimmten auch weitere Mitglieder des Gremiums zu und führten auf, dass andere Vereine auch schauen müssten, wo sie blieben. Um die Vereinskasse zu füllten, beteiligten sie sich am Christkindlmarkt und an den Altpapiersammlungen. „Da sieht man von KlangKunst niemanden“, so Markowski. 

Thomas Link (PWG) wollte wissen, woher die immensen Probenhonorare kommen, die auf der Kostenaufstellung ebenso ins Auge fielen wie die Künstlerhonorare und Werbekosten für die geplanten drei Konzerte. „Ich bin dafür, dass sie dieses Jahr keinen Zuschuss erhalten“, erklärte Link. 

Vizebürgermeister Hans Lang (SPD) beschwichtigte mit der Bitte, sich doch einmal gemeinsam mit dem Verein zusammenzusetzen und genau über diese Themen offen zu reden, bevor man urteilt. So bleibt dem Verein also ein Türchen offen. Mit 10:4 Stimmen wurde am Ende der Zuschuss von 1.000 Euro für 2019 beschlossen, jedoch mit der Auflage zu einem gemeinsamen Gespräch und der Option, dass es für 2020 vielleicht kein weihnachtliches Geschenkpaket mehr gibt. au

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