Raus aus dem Dornröschenschlaf

Neue Gesichter und neue Themen in der Jugendarbeit im Loisachtal

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Der neue Vorstand des Trägervereins für Kinder- und Jugendarbeit im Loisachtal (von links): Hubertus Klingebiel (2. Vorsitzender), Beisitzer Pater Norbert Schützner, Tini Schwarm (Förderverein), Christoph Budde (1. Vorsitzender) sowie die kommunalen Jugendbeauftragten Sandra Rauchenberger (Benediktbeuern) und Diana Ruf (Bichl).

Benediktbeuern – Corona-Zeiten sind unruhige Zeiten, auch für gemeinnützige Vereine und noch viel mehr für die Jugendarbeit. Auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung wählte der Trägerverein für Kinder- und Jugendarbeit im Loisachtal seinen Vorstand, dem nun zwei neue Mitglieder angehören. Eine Personalrochade gab es auch im Don Bosco Club und in der mobilen Jugendarbeit. Nach dem Shutdown im März und dem neu eingeführten digitalen Angebot erwacht die Jugendarbeit nun wieder aus ihrem Dornröschenschlaf und nimmt neue Projekte in Angriff.

Auf der Agenda der Mitgliederversammlung stand neben der Verabschiedung des Wirtschaftsplans auch die Neuwahl des Vorstands des Trägervereins. Helmut Kohlbeck und Anna Öhler verließen ihre Beisitzerposten, dafür rückten Tini Schwarm und Diana Ruf nach. Auch im Don Bosco Club gab es jüngst personelle Veränderungen. Sabine Maier hat nach fünf Jahren die Clubleitung an Luise Klingebiel abgegeben und trat die Nachfolge von Udo Peise als Pädagogische Geschäftsführerin des Trägervereins an. Klingebiel, die erst im letzten Sommer die mobile Jugendarbeit von Tini Schwarm übernahm, hat nun in Marcus Kolm einen Nachfolger. Der 24-Jährige studierte ebenfalls Soziale Arbeit an der Katholischen Stiftungshochschule am Campus Benediktbeuern und ist nun als Streetworker in den Loisachtalgemeinden tätig. 

Der anschließende Bericht über die offene und mobile Jugendarbeit war geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zwar wurden neue digitale Angebote geschaffen, um die Jugendlichen während des Shutdowns nicht sich selbst zu überlassen, „aber die Unverbindlichkeit des Offenen Treffs fehlte“, wie Bine Maier feststellte. „Die Beziehungsarbeit war schwierig, da es keinen Face-to-face-Kontakt gab“, berichtete die Sozialarbeiterin. Die Jugendlichen hätten vor allem einen Ort außerhalb von zu Hause vermisst, an dem sie abschalten und ihre Freunde treffen können. 

Derzeit steht im Hof des Don Bosco Clubs ein Zelt als Erweiterung der Räumlichkeiten, Langeweile während der Sommerferien soll so erst gar nicht aufkommen. „Corona ist ein großer Unsicherheitsfaktor für uns“, erklärt Maier. Eine langfristige Planung von Veranstaltungen, etwa Partys oder ein Stand am Christkindl­markt, ist nicht möglich, da sie von der aktuellen Entwicklung der Corona-Situation und den dann geltenden Bestimmungen abhängt. Nichtsdestotrotz geht die Arbeit weiter. Im Don Bosco Club ist inzwischen wieder ein Offener Treff zu den gewohnten Zeiten möglich, wenn auch unter Corona-Bedingungen, weshalb ein Mund-Nase-Schutz mitzubringen ist. Und Streetworker Marcus hat bereits Kontakt zu Jugendlichen der Loisachtalgemeinden aufgenommen, sich in Gremien vorgestellt und bei der Entwicklung teils digitaler Konzepte im Don Bosco Club mitgeholfen. Als Zukunftsthemen in der mobilen Jugendarbeit nannte Maier unter anderem einen Jugendraum in den Gemeinden Bad Heilbrunn und Schlehdorf, einen Bike- und Skatepark in Bad Heilbrunn sowie den verstärkten Fokus auf die Themenbereiche Alkohol, Gewalt und Medien. cw

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