Andrea Jochner-Weiß zur Lage

Corona in Weilheim-Schongau: Kreisbehörde macht dicht und Landrätin appelliert an Bürger

Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) schaut in die Kamera.
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Landrätin Andrea Jochner-Weiß warnt vor Leichtsinn und Egoismus in der Corona-Situation.

Region - Im Landkreis Weilheim-Schongau schließt das Landratsamt ab Donnerstag, 17. Dezember, alle seine Dienstgebäude für den Besucherverkehr. Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) richtet einen dringenden Appell an die Bevölkerung.

Betroffen von den Schließungen sind die Dienststellen der Kreisbehörde in Weilheim und Schongau. Die Dienstleistungen werden unverändert angeboten, allerdings sollten die Anliegen bis auf Weiteres hauptsächlich telefonisch oder elektronisch abgewickelt werden. Ein Zugang für Besucher zu den Amtsgebäuden ist nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Termine werden nur für Fälle vergeben, die eine persönliche Vorsprache erfordern, teilt Kreissprecher Hans Rehbehn mit. Die Ansprechpartner der Fachbereiche finden sich auf www.weilheim-schongau.de/Ansprechpartner.

Appell für Solidiarität

Derweil richtet die Landrätin mahnende Worte an die Bevölkerung. „Diese Situation jetzt führt uns das Wesen unserer Solidargemeinschaft vor Augen“, so Andrea Jochner-Weiß. „Jede Gemeinschaft ist nur so erfolgreich, wie jeder Einzelne von uns bereit ist, sich einzubringen und einzusetzen.“ Sie macht auch deutlich: „Der Höhepunkt der Corona-Infektionen ist noch nicht erreicht.“ Die Landrätin appelliert an die Vernunft der Bürger. „Ich verstehe vollkommen, dass viele Menschen keine Lust mehr auf Einschränkungen haben, gerade jetzt in der Adventszeit – eine Zeit, die wir alle gemeinsam mit Familie und Freunden genießen wollen.“ Gerade in dieser Zeit seien es die Menschen gewohnt, die Tage mit ihren Liebsten zu verbringen. „Aber die Einschränkungen und Kontaktreduzierungen sind wichtig – sie sind lebensrettend.“

Die Lage sei ernst

Nur mit Vorsicht, Zurückhaltung und auch persönlichen Beschränkungen könne verhindert werden, dass das Infektionsgeschehen weiter voranschreitet, macht Jochner-Weiß deutlich. „„Es kommt jetzt auf jede einzelne und jeden einzelnen an.“ Die Lage sei ernst, wie auch die Situation im Schongauer Krankenhaus Schongau, das in erster Linie im Landkreis für die Versorgung der Corona-Patienten verantwortlich ist, zeige. Generell rechnet die Landrätin aufgrund der noch weiterhin hohen Infektionszahlen mit einem weiteren Anstieg von stationären COVID-19-Behandlungsfällen und auch intensivmedizinisch zu versorgenden Patienten. Sie warnt in deutlichen Worten, davor die Augen zu verschließen: „Wer bei diesen Zahlen und dieser Situation noch zweifelt oder die Corona-Pandemie sogar leugnet, hat den Ernst der Lage nicht erkannt und verhält sich egoistisch.“

Keine Hamsterkäufe

Jochner-Weiß richtet in der jetzigen Situation eine dringende Bitte an die Öffentlichkeit: Jeder Einzelne sei aufgefordert, sich umsichtig und vorsichtig zu verhalten, Rücksicht zu nehmen und verantwortungsvoll die Regeln zu beachten. „Wir brauchen mehr denn je die Solidarität aller“, mahnt sie. „Wir haben es in der Hand, den weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu stoppen. Nur, wenn wir alle gemeinsam konsequent uns selbst und andere schützen und unsere Kontakte eng beschränken, kann es uns gelingen, die Ausbreitung der Infektion zu verlangsamen und die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zu behalten.“ Zudem macht die Landrätin deutlich, dass kein Versorgungsengpass droh. Jochner-Weiß bittet deshalb ausdrücklich darum, Hamsterkäufe zu vermeiden. Andreas Baar

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