Welle der Solidarität

„Da kann man Bad Heilbrunn nur loben“: Die 21 Asylbewerber haben sich im Haus am Hang bereits gut eingelebt.

Vor sechs Wochen wurden die ersten Asylbewerber im Haus am Hang in Bad Heilbrunn einquartiert. Unter den 21 Kurden aus Syrien, Irak und der Türkei befinden sich fünf Kinder. Zu ihrer Unterstützung wurde auf Anregung der beiden Bad Heilbrunner Pfarrer ein Runder Tisch eingerichtet, der sich bereits dreimal traf.

Vertreter der Pfarrgemeinden, des Landratsamtes, der Gemeinde, der Eigentümer der Unterkunft, Anwohner, der syrisch-stämmige Dolmetscher Saba Al-Day aus Bad Tölz und ein Asylbewerber koordinieren bei diesen Treffen die Hilfe vor Ort. „Ich gehe davon aus, dass die Asylbewerber noch einige Zeit bei uns sein werden“, sagt der katholische Pfarrer Christian Hartl. Die Unterbringung im Haus am Hang funktioniere gut. Denkbar sei aber auch, dass das Landratsamt eine Gemeinschaftsunterkunft veranlasst, sobald die übrigen 60 Asylbewerber ankommen, die für eine Aufnahme im Landkreis vorgesehen sind. Hartl berichtet von einer „Welle der Solidarität“, die den Ort erfasst habe: „Da kann man Bad Heilbrunn nur loben.“ So würden viele Dorfbewohner ihre Hilfe anbieten und sich für Fahrdienste zur Verfügung stellen. Auch wenn die Asylverfahren noch nicht positiv be- schieden wurden und unklar ist, ob die Asylbewerber bleiben, genießen sie schon zweimal in der Woche Deutschunterricht. Eine pensionierte Deutschlehrerin habe sich dafür angeboten, sagt Hartl. „Die haben ein ganz großes Interesse daran, sich zu verständigen“, lobt er den Lernwillen der Asylbewerber. Nur eines ist ihnen aufgestoßen. Das Toastbrot in den Lebensmittelpaketen des Landrats- amtes haben die Kurden nicht vertragen, so Hartl. Doch auch hier gab es schnelle Abhilfe: Der „Speckerbäck“ sorgt seither für Semmeln. Benötigt werden noch Kleiderspenden, die zum Kleidermarkt des Roten Kreuzes in Bad Tölz gebracht werden sollen. Geldspenden hingegen nimmt das katholische Pfarramt entgegen.

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