Besser als die Wirtschaft

VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg stellt Geschäftsbericht 2019 vor

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Vor dem Hintergrund der Osterseen strahlen die Vorstände der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg, Konrad Hallhuber, Thomas Vogl, Franz Wenisch und Josef Pölt (von links), mit der Sonne um die Wette.

Iffeldorf – „Verantwortung für die Region“, so lautete der Titel des Geschäftsberichts für das Jahr 2019, den Thomas Vogl, Franz Wenisch, Josef Pölt und Konrad Hallhuber, die Vorstände der VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg, nun im Landgasthof Osterseen in Iffeldorf vorstellten.

Die Genossenschaftsbank mit ihren 26 Filialen in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Starnberg und Landsberg ist laut Pölt „wirtschaftlich bestens aufgestellt“. Fast ein Drittel der 91.000 Kunden ist auch Genossenschaftsmitglied und somit Teilhaber der Bank. 

Insgesamt hat das Geldinstitut im vergangenen Jahr einen Gewinn in Höhe von 6,2 Millionen Euro erwirtschaftet. „Allerdings zahlen wir auch fast genauso viel an Steuern“, sagte Pölt. Zudem fließe auch noch weiteres Geld in regionale Projekte, darunter 250.000 Euro für die Unterstützung von gemeinnützigen Einrichtungen. Wie Konrad Hallhuber weiter ausführte, seien die Kunden­einlagen um über 80 Millionen Euro auf rund 2,23 Milliarden Euro gestiegen, ebenso die Kundenkredite, die um 104,7 Millionen Euro auf über 1,82 Milliarden Euro geklettert sind. „Wir refinanzieren uns am Kundengeschäft, können dadurch etwas zurückgeben und sind unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage“, so Hallhuber. Das insgesamt von der Bank verwaltete Kundenvermögen sei im vergangenen Jahr um 344 Millionen Euro gewachsen und betrage nun 5,99 Milliarden Euro, sagte Hallhuber und meinte: „Das ist eine gewaltige Zahl für die Region hier.“ Zudem habe man die von der Bankenaufsicht geforderte Quote an Eigenkapital von 12,3 Prozent mit aktuell 18,1 Prozent weit übertroffen und kann auf ein Geschäftsguthaben von 16,5 Millionen Euro blicken. „Damit sind wir weiterhin eine der eigenkapitalstärksten VR-Banken in Bayern. Dies gibt uns die Freiheit, auch im Kreditgeschäft zu wachsen“, erklärte Hallhuber. 

Von den 91.000 Kunden sind rund ein Drittel auch Mitglied in der Genossenschaft, was den Vorteil habe, wie Franz Wenisch erläuterte, dass man als Teilhaber auch einen gewissen Einfluss auf die Geschäfte der Bank habe und sich im Jahr 2019 zugleich über eine Dividendenzahlung von 4,25 Prozent freuen konnte. „Das ist ein Spitzenwert“, so Wenisch. 

Der Vorstandsvorsitzende macht für die positive Bilanz unter anderem die Wachstumsstrategie verantwortlich, für die man sich nach dem Zusammenschluss der Banken entschieden hatte. „Wir wachsen stärker als die Wirtschaft an sich, weil wir durch viele Innovationen in Kundenvertrauen investiert haben.“ Damit meinte Wenisch vor allem eine erhebliche Verbesserung der Servicequalität, was in der Eröffnung des ersten VideoService Schalters in der Filiale Berg gipfelte. In einer Live-Video-Konferenz stehen dort Mitarbeiter den Kunden zur Verfügung und wickeln Bankdienstleistungen ähnlich wie am Schalter ab. Im Laufe dieses Jahres will die VR-Bank zudem eine Baufinanzierung anbieten, die komplett online geplant und gebucht werden kann. Wenn man Fragen hat, werde man jedoch nicht allein gelassen, versicherte Thomas Vogl und sagte: „Digitale Trends kommen und gehen, aber persönliche Beratung steht bei uns immer an erster Stelle.“ 

Und auch in Sachen Nachhaltigkeit betonen die Vorstände das Engagement der VR Bank und sehen sich in einer Vorreiterrolle als Impulsgeber für andere Unternehmen und die Region. Dafür sei in die Modernisierung und energetische Sanierung der Bankfilialen investiert worden. Derzeit sind aber auch drei Neubauvorhaben in Planung, davon eines in Habach. au

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