Mehr Flächen für Wohnmobile

Benediktbeurer Gemeinderat beschließt Erweiterung des Stellplatzes

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Der Wohnmobilstellplatz wird sehr gut angenommen. Nun soll er erweitert werden und einen neuen Belag erhalten.

Benediktbeuern – Weil der Stellplatz für Wohnmobile neben dem Benediktbeurer Sportplatz bei schönem Wetter aus allen Nähten platzt, diskutierte der Gemeinderat nun über eine Erweiterung der Fläche. Eine Erneuerung des Belages soll den Standort zusätzlich attraktiver machen.

Sabine Rauscher bezeichnete den Wohnmobilstellplatz vor dem Kommunalparlament als „Erfolgsmodell in unserem Tourismus“. Die Leiterin der Gästeinformation belegte ihre Einschätzung mit aktuellen Zahlen, wonach 1.700 Fahrzeuge jährlich für 3.400 Übernachtungen mit durchschnittlich zwei Personen sorgen. „Das ist schon ordentlich“, freute sich Rauscher, räumte aber zugleich ein, dass die Fläche bei Veranstaltungen oder gutem Wetter zu knapp bemessen sei, was zu chaotischen Zuständen führe, weil die Leute dann schlichtweg woanders parkten. 

Bürgermeister Anton Ortlieb griff die Idee, den bestehenden Platz zu erweitern, gerne auf, zumal sich in dessen Bitumendecke bereits Risse zeigten. Ortlieb erläuterte, man könne den Stellplatz problemlos auf gemeindlichem Grund Richtung Westen um etwa fünf Stellplätze erweitern. Bei dieser Gelegenheit könne man gleich eine Sanierung mit Entwässerung in Angriff nehmen, denn die Versickerung des Regenwassers müsse man ohnehin angehen. Auch ein frostsicherer Wasserzugang soll geschaffen werden. „Das wäre gut angelegtes Geld in eine kostenrechnende Einrichtung“, fand der Rathauschef. 

Thomas Guggemos (CSU) regte an, im Zuge der Sanierung auch eine Toilette zu integrieren, sein Fraktionskollege Clemens Hammerl sinnierte hingegen, ob der TSV Benediktbeuern den angrenzenden Sportplatz noch benötige oder ob man diese Fläche gleich mit überplanen könne. Diese Ideen wurden zunächst aber nicht weiter verfolgt, stattdessen diskutierten die Gemeinderäte über einen möglichen neuen Belag des Stellplatzes. Ortliebs erste Idee, den gesamten Platz zu teeren, fand bei Marcus Schwabenland (CSU) keinen Anklang, der lieber mit einer durch Buchsbäume aufgelockerten Rasenfläche ein „Campingplatzflair“ schaffen will. Vroni Bauer (Benedikt­beurer Bürger) wies allerdings darauf hin, dass die großen Wohnmobile auch noch wenden können müssen und fand einen Asphaltbelag gar nicht so unsympathisch, da es diesen inzwischen nicht nur in Schwarz, sondern auch in Beige- oder Grüntönen gibt. 

Letztlich einigte sich das Gremium darauf, dieses Detail offen zu lassen und von einem „neu gefassten“ Belag zu sprechen. Konkret wurde hingegen der Auftrag an die Verwaltung ausgesprochen, die Prüfung von Fördermöglichkeiten sowie der baurechtlichen Voraussetzungen vorzunehmen und in einer der nächsten Gemeinderatsitzungen die Ergebnisse sowie eine Kostenschätzung zu präsentieren. cw

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