Noch keine Entscheidung

Zehn Bücher im Finale: Schülerjury sucht Gewinner des Urmel-Preis

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Eine 16-köpfige Kinderjury entscheidet über den Urmel-Preisträger.

Penzberg – Die Kinderjury traf sich um den Sieger des Penzberger Urmel-Preis für Kinder- und Jugendliteratur zu finden: Zehn Bücher sind im Finale.

Abgeschlossen ist die Suche nach einem Preisträger nicht. „Noch gibt es keinen Finalisten“, erklärten Ilka Heisig und Sandy Schantz von der Stadtbücherei. Mehr als drei Stunden hatte die 16-köpfige Kinderjury am Samstag im Sitzungssaal des Rathauses getagt. „Dort, wo sonst Erwachsene über politische Themen debattieren und sich dabei manchmal auch streiten“, hatte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) die jungen Gäste begrüßt.

In der Findungsphase

Während der Corona-Beschränkungen konnten zwei der vorangegangenen drei Jury-Treffen nur online stattfinden. Deshalb war die jetzige Beratung im Sitzungssaal für die meisten Kinder und Jugendlichen eine Premiere. „Wir glauben, dass vor allem deswegen an diesem Tag noch keine Entscheidung getroffen werden konnte“, so Heisig. Die neun- bis 13-jährigen Kinder und Jugendlichen des Gymnasiums sowie der Realschule und der Montessori-Schule hätten sich kennenlernen und als Gruppe zusammenfinden müssen.

Drei Stunden debattierte die Jury über die Bücher.

Dennoch verbindet die Jurymitglieder eines: die Lust am Lesen. „Ich war schon beim letzten Mal dabei und finde es einfach toll, zu debattieren, argumentieren und sich auszutauschen“, so der 13-jährige Nikolas Heisig, der Gymnasiast ist einer der vier Buben in der Jury. Anna Herold, 13 Jahre und von der Montessori-Schule, mag vor allem Fantasy. Und die zwölfjährige Leah Rose legt nicht nur Wert auf schöne Illustrationen, sondern auch darauf, welches Thema ein Buch behandelt. „Die Natur zum Beispiel oder Beziehungen von Eltern und Kindern interessieren mich“, so die Realschülerin.

Die Finalisten

In die Endrunde für den Urmel-Preis 2021 kamen folgende zehn Kinder- und Jugendbücher:

„Grüße vom Mars. Notlandung bei Oma und Opa“: Sebastian Grusnick und Thomas Möller (Autoren), Teresa Holtmann (Illustratorin)

„Herzensbruder Bruderherz“: Andreas Schomburg (Autor), Dorothee Mahnkopf (Illustratorin)

„Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“: Dita Zipfel (Autorin), Rán Flygenring (Illustrator)

„Verloren in Eis und Schnee“: Davide Morosinotto (Autor), Stefan Moro (Illustrator)

„Die Zwick-Zwillinge lösen ein verzwicktes Problem“: Ellis Weiner (Autorin), Jeremy Holmes (Illustrator)

„Der Baum der Wünsche“: Katherine Applegate (Autorin), Charles Santoso (Illustrator)

„Luftpiraten“: Markus Orth (Autor), Lena Winkel (Illustratorin)

„Die Mission der tollkühnen Bücher“: Hendrik Lambertus (Autor), Alica Räth (Illustratorin)

„14.000 Meilen über das Meer“: Agata Loth-Ignaciuk (Autorin), Bartlomiej Ignaciuk (Illustrator)

„Nemi und der Hehmann“: Wieland Freund (Autor), Hanna Jung (Illustratorin)

Initiiert von Max Kruse

Die Autorin Antonia Michaelis und die Illustratorin Claudia Carls waren die letzten Preisträger: Sie erhielten 2019 die Auszeichnung für ihr Buch „Das Blaubeerhaus“. Benannt ist der Preis nach der Kinderbuch-Figur des Schriftstellers Max Kruse, der bis zu seinem Tod 2015 in Maxkron lebte und den Preis initiiert hatte. Der Urmel-Preis wird seit 2005 im zweijährigen Turnus von der Stadt und der Sparkasse verliehen. Seither ging er an deutsche, österreichische, US-amerikanische sowie niederländische Autoren und Illustratoren.

Nach den Osterferien wollen die beiden Büchereimitarbeiterinnen Heisig und Schantz beraten, wie es mit der Kinderjury weitergeht. „Je nach den aktuellen Corona-Bedingungen werden wir versuchen, noch mal einen Beratungstermin im Rathaus durchzuführen“, so Heisig. Am 8. Oktober soll dann der 9. Urmel-Preis der Stadt verliehen werden. Sandra Gerbich

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