Der Zeitplan liegt im grünen Bereich

Penzberg soll ab Ende 2013 im Halbstundentakt von der Bahn angefahren werden, heißt es seit Jahren. Dass es dazu wirklich kommt, scheint nach dem derzeitigen Stand der Dinge sogar realistisch zu sein.

Der barrierefreie Umbau des Bahnhofes Tutzing werde wie geplant im Jahr 2013 erfolgen. Diese Nachricht hat Peter Holzmann, der Leiter des Ordnungsamtes im Penzberger Rathaus, nach Rückfrage bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und der Deutschen Bahn (DB) erhalten. Nachdem einige Wochen zuvor der Bad Heilbrunner CSU-Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber die gleiche Erkenntnis kund getan hatte, verdichten sich somit die Anzeichen, dass dieses seit vielen Jahren geforderte Projekt nun tatsächlich realisiert wird.

Der Umbau in Tutzing ist deshalb so wichtig, weil er die Voraussetzung dafür darstellt, dass die Züge künftig von München nach Kochel und Weilheim im „Flügelungskonzept“ unterwegs sind. Das bedeutet, dass ein langer Zug etwa in München abfährt, der dann in Tutzing einfach geteilt wird: die eine Hälfte fährt nach Kochel, die andere nach Weilheim weiter. Die dafür vorgesehenen und von der Bahn schon bestellten Triebwagen vom Typ „Talent“ erfordern aber eine bestimmte Höhe der Bahnsteigkante, weshalb sie erst dann auf die Reise geschickt werden können, wenn der Bahnhof in Tutzing entsprechend umgerüstet wurde. Bis Dezember 2013, wenn auch Penzberg im Halbstundentakt mit München verbunden werden soll, will man all diese Probleme aber behoben haben. Und damit sieht es offenbar nicht schlecht aus: „Der Zeitplan liegt im grünen Bereich“, gibt Holzmann das Ergebnis seiner Unterredungen mit BEG und DB wieder. Und auch BEG-Chef Fritz Czeschka erklärte: „Wir gehen davon aus, dass es bei dem anvisierten Termin bleiben wird.“ Derzeit erfolge die Grundlagenermittlung sowie die Vorplanung, die beide in Kürze abgeschlossen sein sollen, so Holzmann. Im Jahr 2012 soll diese Planung dann zur endgültigen Genehmigung vorgelegt werden. „Die DB rechnet damit, dass bis spätestens Anfang 2013 das Baurecht für den Umbau des Bahnhofes Tutzing vorliegt“, sagt auch Bachhuber. Er geht deshalb davon aus, dass die Flügelung in Tutzing wie geplant mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 starten kann. Weil die Stadt Penzberg, die in dieser Angelegenheit als Sprecher aller Kommunen entlang der Bahnstrecke Tutzing-Kochel fungiert, auf Nummer sicher gehen will, kündigt Bürgermeister Hans Mummert in einem Schreiben an seine Amtskollegen an, dass er sich ab sofort alle drei Monate schriftlich bei BEG und DB nach dem aktuellen Planungsstand erkundigen wolle. „Die erste turnusmäßige Abfrage über den Zeitplan und die gesicherte Finanzierung werden wir im März 2011 vornehmen“, so Mummert.

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