Rede im Stadtrat

Zufrieden, trotz Corona-Krise: Penzbergs Bürgermeister Korpan blickt aufs Jahr zurück

Penzbergs Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) spricht in der Stadtratssitzung über das Jahr 2020.
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Bürgermeister Stefan Korpan blickte im Stadtrat auf das Jahr zurück.

Penzberg – Der Jahresrückblick von Penzbergs neuem Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) fällt vielschichtig aus. Zur Corona-Krise gesellten sich Bauprojekte und politische Debatten.

Die kurz zuvor trotz zuvoriger Fraktionsabsprachen ausgeuferte und mühsam beendete Debatte im Stadtrat um den Roche-Bebauungsplan hatte an diesem Abend den Rathauschef sichtlich mitgenommen. „Manchmal ist alles hektisch und zerfahren“, spielte Korpan in seinem Jahresrückblick auf die oftmals ausgiebigen Debatten im Gremium an. Unterm Strich zog der im März ins Amt gewählte CSU-Politiker ein positives Fazit des Jahres 2020 und seiner noch jungen Amtszeit.

Lange Liste an Aktivitäten

Obwohl Corona Korpan, seiner Verwaltung und der gesamten Stadtgesellschaft einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hatte und viele Veranstaltungen wie das „Eismärchen“ der Pandemie zum Opfer fielen („Wir hätten das Jahr gern so beendet, wie wir es angefangen hatten“) war der Rathauschef unterm Strich zufrieden. Die Liste reichte von den auf den Weg gebrachten Wohnbauprojekten an der Birkenstraße und auf dem Edeka-Gelände (die Bebauung nehme hoffentlich „Druck vom Wohnungsmarkt“) über den Spatenstich für die Erweiterung des städtischen Kindergartens am Daserweg, die Grundsteinlegungen für das Familienbad und den Neubau am AWO-Seniorenzentrum bis hin zu den zwei neuen Abteilungen im Rathaus für Umwelt- und Klimaschutz („in heutiger Zeit ein wichtiges Thema“) sowie für Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit. Korpans Fazit fiel angesichts der diversen Vorhaben entsprechend positiv aus: „Wir steigern die Attraktivität von Penzberg.“

Appell an Solidarität

Lob gab es angesichts der Krisenzeiten für die Wirtschaftsförderung der Stadt und die „gute Zusammenarbeit“ mit der Interessensvertretung Pro Innenstadt. Gerade die jüngsten Imagefilme für den heimischen Einzelhandel hatten dem Rathauschef gefallen: „Die haben überregionalen Anklang gefunden.“ Überhaupt betonte Korpan die Solidarität in Penzberg angesichts der Corona-Auswirkungen. Er zeigten sich optimistisch: „Gemeinsam werden wir die Krise meistern.“ Am Ende hatte der Bürgermeister noch ein Lob für seine im März abgewählte Amtsvorgängerin Elke Zehetner und den alten Stadtrat: Diese hätten viele Projekte angestoßen. Vor allem Zehetner habe „kollegialerweise meinen Amtsantritt begleitet“, sprach Korpan in Richtung der SPD-Stadträtin. Und der Rathaus wünschte sich grundsätzlich vor allem eines für die lokalpolitische Arbeit: „Fairness und gegenseitigen Respekt“ für den Stadtrat und die Ausschüsse. Ein paar Minuten zuvor hatte es bei der heftigen Roche-Debatte anders ausgesehen. Andreas Baar

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