„Wir bluten aus!“

Zuspruch vom Minister: Aiwanger nimmt Handels-Resolution entgegen

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Monika Uhl von Pro Innenstadt übergibt die Resolution an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.
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    vonAndreas Baar
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Penzberg – Die Handelsresolution „Wir bluten aus!“ wurde an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger übergeben. Der Protest der Branche wurde in Penzberg initiiert.

Es ist ein starker und gemeinsamer Protest: 28 Gewerbe- und Interessensvereine aus dem gesamten Oberland taten sich zusammen. In ihrer Resolution „Wir bluten aus!“ warnen sie vor einer Verödung der Innenstädte und fordern von der Staatsregierung Soforthilfen für die Zeit nach dem Lockdown. Initiator war Pro Innenstadt aus Penzberg. Jetzt wurde der Forderungskatalog an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) übergeben.

Aiwanger nahm die Resolution am Mittwoch (3. März) in München von Pro Innenstadt-Vorsitzender Monika Uhl entgegen. Die Penzbergerin und ihre Mitstreiter bekamen Zustimmung vom Minister aber keine konkreten Zusagen. „Die Innenstädte mit Einzelhandel und Gastronomie stehen für die hohe Lebensqualität in unseren Städten und Kommunen“, so Aiwanger. Er betonte die Notwendigkeit nach einer zeitnahen Öffnung des Einzelhandels. „Unsere beste Medizin gegen Ladenschließungen und leere Innenstädte ist eine schrittweise Rückkehr zum normalen Geschäftsbetrieb unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen.“

Geringes Infektionsrisiko im Einzelhandel

Studien hätten bestätigt, dass vom Handel nur ein sehr geringes Infektionsrisiko ausgehe. Der Freie-Wähler-Politiker machte sich für Erleichterungen bei den Verkaufstagen stark: „Der Handel muss die Möglichkeit haben, die Attraktivität für Kunden zu erhöhen und mit Abflauen der Pandemie müssen auch wieder lange Verkaufsnächte und verkaufsoffene Sonntage möglich werden.“

Uhl warnte erneut: „In den Innenstädten ist es nicht 5 vor 12, es ist bereits 12 Uhr.“ Die wirtschaftlichen Folgen seien verheerend. „Tausende von Arbeitsplätzen sind in Gefahr und den Innenstädten droht die Verödung.“ Andreas Baar

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