Oberliga Süd: Zwei Pleiten für die Tölzer Löwen

Die Luft wird immer dünner

+
In aussichtsreicher Position wurde Maxi Kammerer von der Regensburger Defensive unfair von den Beinen geholt. Den fälligen Penalty vergab es allerdings.

Bad Tölz – Erneut null Punkte am Wochenende: Die Tölzer Löwen kassierten herbe Pleiten gegen Regensburg und Selb. 

Wenn’s sowieso nicht läuft, kommt halt auch noch Pech hinzu. Dies könnte Viona Harrer, die Torhüterin der Tölzer Löwen unterschreiben: Eine ausgezeichnete Partie lieferte sie am vergangenen Freitagabend wieder einmal bis zur 51. Spielminute ab: Dann unterlief ihr ein folgenschwerer Lapsus, als sie sich einen harmlosen Schlenzer zur 4:3-Führung für Regensburg selbst ins Tor warf. Damit war die enge Partie gelaufen. Als dann am Sonntag auch noch Routinier Yanick Dubé verletzt pausieren musste, hatte das verbliebene Häufchen der Isarwinkler Eishackler in Selb keine Chance und machte mit 1:4-Pleite in Selb das schwarze Null-Punkte-Wochenende perfekt. Damit ist der amtierende Oberligameister bis auf Tabellenplatz acht abgerutscht. 

Tölzer Löwen – Eisbären Regensburg 3:5 (0:2, 3:0, 0:3): „Es sind immer wieder individuelle Fehler, die uns auf die Verliererstraße bringen. Sonst macht ein Verteidiger den entscheidenden Fehler, heute war als halt die Viona“, fasste Coach Florian Funk die Niederlage pragmatisch zusammen: „Immerhin hatten wir das Spiel phasenweise ganz gut im Griff.“ Ohne Christoph Fischhaber, ohne Hannes Sedlmayr und ohne Florian Kolacny hätte kaum einer der knapp 1.000 Zuschauer nach dem ersten Drittel kaum einen Pfifferling mehr für die Tölzer Löwen gegeben, als Regenburg da bereits mit 2:0 in Front lag. Doch die hatten nicht mit dem wieder gewonnenen unbändigen Kampfgeist der jungen Funktruppe gerechnet. Dennis Neal (24.) und Thomas Merl (26.) hatten da bereits den Ausgleich erzielt, als Maxi Kammerer zum Penalty antreten durfte – doch er vergab. Als dann Dubé doch noch die Führung gelang (34.), ging man hoffnungsvoll ins Schlussdrittel. Schon das 3:3 zählte eher zur Kategorie kurios und dann folgte Harrers Lapsus. Als Letztere für einen zusätzlichen Feldspieler ihren Kasten bereits verlassen hatte, setzte es noch ein Empty-Net-Goal zum Spielendstand. Funk resümierte: „Es war wie schon in den letzten Spielen. Ungefähr zehn Minuten vor Schluss macht irgendjemand den entscheidenden Fehler.“

Selber Wölfe – Tölzer Löwen 4:1 (1:1, 3:0, 0:0): Unter keinem guten Stern stand das Raubtierduell dann am Sonntag vor 1300 Zuschauern. Als Yanick Dubé wegen einer Adduktorenverletzung passen musste, war schließlich die komplette erste Tölzer Reihe ausgefallen. „Heute sind wir nur mit 15 Spielern aufgelaufen, da war einfach nicht mehr drin. Das erste Mal, seit ich Trainer bin, haben wir nur mit drei Blöcken gespielt. Das liegt uns nicht. Außerdem haben wir viel zu viele Strafzeiten genommen. Im Spiel nach vorne waren wir zu harmlos, “ so die Zusammenfassung von Headcoach Florian Funk nach der vierten Pleite in Folge. Auch Dennis Neal war mit einer Schulterverletzung zu Hause geblieben.  

Da half es selbst nichts, dass mit Andi Jenike ein wirklicher Spitzentorhüter zwischen den ECT-Pfosten stand. Ein wenig Hoffnung keimte auf, als Josef Kottmair (8.) das Tölzer Führungstor gelang. Doch dann fanden die Hausherren besser in die Partie. Noch im ersten Abschnitt gelang ihnen in Überzahl der Ausgleich und im Mitteldrittel drehten sie dann richtig auf. Kleiner Silberstreif am Horizont: Christoph Fischhaber steigt nach zweiwöchiger Krankheitspause nun voraussichtlich wieder ins Training ein. Ewald Scheitterer


Auch interessant

Meistgelesen

Eishockey: Diese drei Spieler bleiben dem TEV Miesbach erhalten
Eishockey: Diese drei Spieler bleiben dem TEV Miesbach erhalten

Kommentare