„Beresheet“-Mission

Raumsonde hat Bärtierchen auf den Mond gebracht

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Die vergrößerte Aufnahme zeigt ein weibliches Bärtierchen in seinem sogenannten Häutungshemd nach der Ablage von zwei Eiern.

Tausende Bärtierchen waren an Bord der israelischen Raumsonde „Beresheet“, die im April auf dem Mond zerschellte. Die winzigen Tierchen könnten überlebt haben.

Auf dem Mond gibt es in tiefen, dunklen Kratern Wasser, aber bislang wohl kein Leben. Das könnte sich im April jedoch geändert haben - ohne, dass es jemand mitbekommen hat: Damals ist die private israelische Raumsonde „Beresheet“ auf den Mond gestürzt. Mit an Bord: tausende Bärtierchen, winzige Lebewesen. Eigentlich sollte „Beresheet“ auf dem Mond landen und Israel zur vierten Nation machen, der eine weiche Landung auf dem Erdtrabanten gelingt. Gleichzeitig wäre es die erste Landung einer privat finanzierten Raumsonde auf dem Mond gewesen. Doch die Mission ging schief und „Beresheet“ stürzte beim Landeversuch ab.

Die kleinen Passagiere könnten den Absturz von „Beresheet“* jedoch überlebt haben: Bärtierchen (auch bekannt als Wasserbären) gelten als sehr robust. Zwar benötigen sie zum Leben selbst einen Wasserfilm, doch sie können lange Zeit ohne Wasser und Nahrung auskommen und sowohl in großer Hitze als auch großer Kälte oder extremer Strahlung überleben.

Bärtierchen: Experiment zeigt, dass sie im Weltraum überleben können

Ein Experiment der europäischen Raumfahrtorganisation Esa zeigte 2008, dass Bärtierchen sogar im Vakuum des Weltraums überleben können.

Überlebenschance der Bärtierchen auf dem Mond „sehr hoch“

Nun sind die winzigen Tierchen also auf dem Mond angekommen. Dort wird es aber künftig nicht unbedingt vor Bärtierchen wimmeln: Die kleinen Tierchen wurden in getrocknetem Zustand in die Raumsonde geladen, als Teil einer „Bibliothek“, die die Arch Mission Foundation zur „Beresheet“-Mission* beigetragen hat.

„Wir glauben, dass die Überlebenschancen für die Bärtierchen sehr hoch sind“, zitiert BBC News Nova Spivack, den Mitgründer der Arch Mission Foundation. Im besten Fall habe die Raumsonde die Bibliothek beim Einschlag ausgeworfen und sie liege in einem Stück in der Nähe der Absturzstelle.

Selfie in 22 Kilometern Höhe - einige Kilometer tiefer ist die Raumsonde „Beresheet“ abgestürzt - und hat Bärtierchen auf dem Mond hinterlassen.

Um die Bärchen wieder zum Leben zu „erwecken“, werden Wasser, Sauerstoff und Nahrung benötigt. Ob sie all das auf dem Mond alleine finden werden? Eher unwahrscheinlich - vor allem Sauerstoff gibt es dort bekanntermaßen nicht. Wasser ist in tiefen, dunklen Kratern am Südpol in Form von Wassereis zu finden - leicht zugänglich ist es für die kleinen Lebewesen jedoch nicht.

Astronauten auf dem Mond dürften keine krabbelnden Bärtierchen begegnen

Den nächsten Astronauten, die nach aktueller Planung der US-Raumfahrtorganisation Nasa 2024 den Mond betreten sollen, dürften jedenfalls keine krabbelnden Bärtierchen begegnen - und falls doch, würden es die Astronauten (zu denen erstmals auch eine Frau gehören soll) eher nicht bemerken: Die achtbeinigen Lebewesen sind weniger als einen Millimeter groß.

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Wie Erde und Mond wurden, was sie sind: Erde und Mond waren nach ihrer Entstehung einem kosmischen Bombardement ausgesetzt. Das sorgte für Leben auf der Erde - und hatte ganz andere Auswirkungen auf den Mond.

Vierte Nation auf dem Mond: Israel hat es nicht geschafft, nun könnte es Indien gelingen, die vierte Nation zu werden, der eine weiche (unbemannte) Landung auf dem Mond gelingt. Die Mission „Chandrayaan-2“ ist unterwegs zum Mond, im September soll eine Raumsonde mit Rover landen.

2019 ist das Jahr des Mondes:  Gleich mehrere Nationen schicken 2019 Missionen zum Erdtrabanten - darunter Israel und Indien.

Forscher präsentieren erstes Bild von schwarzem Loch: Sensation in der Astronomie: Wissenschaftler vom „Event Horizon Telescope“ präsentieren das erste Bild eines schwarzen Lochs.

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