Stiftung Warentest

Gratis-Virenschutz ist zuverlässig - BSI warnt vor Kaspersky

„test“: Gratis-Virenschutz ist zuverlässig
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Hauptsache einer läuft: Windows-Rechner ohne Virenschutz sind in ständiger Gefahr. Der beste kostenlose Virenscanner im Test heißt Kaspersky Security Cloud Free.

Wer seinen Windows-Computer ohne Virenschutz laufen lässt, lebt gefährlich. Zum Glück hat Microsoft mit dem Defender schon ein Schutzprogramm integriert. Aber reicht das?

Berlin - Der in Windows eingebaute Virenscanner Defender schützt passabel, doch es geht besser. Etwa mit einem der vielen kostenlosen Schutzprogramme, die zuverlässig ans Werk gehen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in einem Vergleich von 20 kostenpflichtigen und kostenlosen Virenscannern („test“-Ausgabe 3/22).

Der beste kostenlose Virenscanner im Test hieß zwar Kaspersky Security Cloud Free. Er landete insgesamt auf dem dritten Platz und schneidet mit der Gesamtnote 1,6 nur ein Zehntel schlechter ab als der kostenpflichtige Testsieger aus gleichem Hause für 40 Euro im Jahr.

Wegen des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Gefahr von Cyberangriffen in Deutschland warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aber inzwischen vor der Verwendung von Virenschutz-Software des russischen Herstellers Kaspersky. Wer Software dieses Anbieters installiert hat, sollte sie durch alternative Produkte ersetzen,

Ebenfalls „gut“ (Gesamtnote 2,0) schnitten im Test die drei nächstplatzierten Gratis-Lösungen Avast Free Antivirus, AVG Antivirus Free und Bitdefender Antivirus Free Edition (nicht mehr verfügbar) ab. Der Windows Defender ist zwar das schlechteste Schutzprogramm im Vergleich, aber immer noch befriedigend (Gesamtnote 3,1).

Kaspersky betonte indes in einer Stellungnahme, als privates Unternehmen „keine Verbindungen zur russischen oder einer anderen Regierung“ zu haben. Die Infrastruktur zur Datenverarbeitung habe man in die Schweiz verlagert: „Wir sichern unseren Partnern und Kunden die Qualität und Integrität unserer Produkte zu und werden mit dem BSI zusammenarbeiten, um die Entscheidung zu klären und die Bedenken des BSI oder anderer Regulierungsbehörden auszuräumen.“ dpa

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