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Grünen-Promi hält AKW-„Streckbetrieb“ für möglich – Union macht Druck auf Ampel

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Atomkraftwerk Isar 2: Wasserdampf steigt aus dem Kühltum des AKW in Essenbach in Bayern
Das AKW Isar 2 in Bayern. © Armin Weigel

Eigentlich sollten die deutschen Atommeiler zum Jahresende abgeschaltet werden. In einer Notsituation könne man jedoch davon absehen, meint Katrin Göring-Eckardt.

Update vom 25. Juli, 9.11 Uhr: Die Union fordert Tempo von der Ampel-Koalition. Es müsse jetzt zügig gehen, sagte der Unions-Parlamentsgeschäftsführer Thorsten Frei (CDU) der Bild bezüglich der Frage um die AKW-Laufzeiten.

Habeck müsse alles tun, um die Energielücke im nächsten Winter zu schließen. Dazu gehöre neben Energiesparen vor allem das Heben des Biogasdeckels und längere Akw-Laufzeiten.

Atomkraft: Grünen-Politikerin hält AKW-„Streckbetrieb“ für möglich

Erstmeldung vom 25. Juli: Berlin - Die Energie-Krise trifft auch Deutschland. Wirtschaftsminister Robert Habeck betont immer wieder, dass der Hauptmangel nicht beim Strom drohe, sondern beim Gas - und dass Atomkraftwerke dafür keine Abhilfe schafften. Seine Parteikollegin und Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt schließt nun einen „Streckbetrieb“ der Meiler über das Jahresende hinaus nicht aus.

„Wenn es dazu kommt, dass wir eine wirkliche Notsituation haben, dass Krankenhäuser nicht mehr arbeiten können, wenn eine solche Notsituation eintritt, dann müssen wir darüber reden, was mit den Brennstäben ist“, antwortete die Grünen-Politikerin auf eine entsprechende Frage in der ARD-Sendung „Anne Will“.

Atomkraft in Deutschland: Göring-Eckhardt sieht „Sonderproblem“ in Bayern

Zugleich machte sie klar: „Eine Laufzeitverlängerung wird es nicht geben.“ Es gebe aber ein „Sonderproblem“ in Bayern. Die Frage sei, wie man damit umgehe. „Dieses Sonderproblem kann heißen, dass diese Brennstäbe nur ausgebrannt werden müssen, damit man in Bayern über die Runden kommt.“ Aber „über die Runden kommen“ heiße nicht, dass man so weitermachen könne wie in der Vergangenheit, betonte sie.

In Bayern wird befürchtet, dass dort die Elektrizitätsversorgung bei einer Gasnotlage ohne Atomkraft nicht gesichert sein könnte. Die drei verbliebenen deutschen Kernkraftwerke Neckarwestheim 2, Emsland und Isar 2 müssen nach geltendem Recht spätestens am 31. Dezember abgeschaltet werden.

Grünen-Politikerin zu Atomkraft: „Wahnsinnig gefährliche Technologie“

Ein Streckbetrieb gilt als nicht einfach: Die Bundesministerien für Umwelt und Wirtschaft waren in einer Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass die drei Meiler nur dann weiterlaufen könnten, wenn ihre Stromerzeugung vorher gedrosselt würde.

Göring-Eckardt verwies darauf, dass Deutschland im Moment Strom nach Frankreich exportiere. Dort könnten die Atomkraftwerke nicht mehr arbeiten, weil sie nicht heruntergekühlt werden könnten. „Die Atomkraft, das muss man einfach noch mal klar sagen, ist eine wahnsinnig gefährliche Technologie in unterschiedlicher Weise.“ (dpa/frs)

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