Schulöffnung in Corona-Krise

Unterricht in Messehallen oder Vereinsheimen?  Bundeselternrat fordert mehr Platz 

Trotz Corona-Krise werden Schulen und Kitas nach und nach wieder geöffnet. Um die Rückkehr zum Normalbetrieb ist jedoch eine Debatte entbrannt. Der News-Ticker.

  • Wochenlang ging wegen der Corona-Pandemie* nichts an deutschen Schulen.
  • Geht es nach den Sommerferien mit der Schule wieder richtig los? Der Bundeselternrat ist skeptisch und stellt Forderungen (Update vom 29. Mai; 7.12 Uhr).
  • Mittlerweile stehen die Pläne für die langsame Wiederaufnahme des Unterrichts. Auch Konzepte für Fernunterricht werden erarbeitet.
  • Jens Spahn erklärte nun wie schwer es auf Basis der aktuellen Studienlage sei, über Schulöffnungen zu entscheiden (siehe Update vom 28. Mai, 7.19 Uhr).
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Update vom 29. Mai, 7.12 Uhr: Für die Zeit nach den Sommerferien hat der Vorsitzende des Bundeselternrats gefordert mehr Räumlichkeiten für Unterricht zu organisieren. 

„Wir müssen davon ausgehen, dass auch nach den Ferien die Abstandsregeln weiter gelten“, sagte Stephan Wassmuth der Funke-Mediengruppe. „Um möglichst viel Präsenzunterricht für möglichst viele Schüler zu ermöglichen, sollten auch andere Gebäude fürs Lernen genutzt werden: Vereinshäuser, kommunale Veranstaltungsräume, Tagungszentren, Kongressräume in Hotels oder sogar Messehallen.“

Wassmuth forderte zudem, die nächsten Wochen „dringend dazu nutzen, die Lehrer dafür fit zu machen“. „Damit sämtliche Lehrer in der Lage sind, mit digitalen Systemen umzugehen und online zu unterrichten, sollten die Sommerferien für Schulungen genutzt werden.“

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Stefanie Hubig (SPD) hält dagegen eine Rückkehr zum Normalbetrieb nach den Ferien möglich. In allen Bundesländern bestehe der dringende Wunsch, zu stärkerer Normalität zurückzukehren, sagte Hubig gegenüber der taz. „Im Grunde ist unser Weg der gleiche: Wenn möglich, soll nach den Sommerferien ein Normalbetrieb in den Schulen stattfinden“, so die rheinland-pfälzische Ressortchefin. „Wir werden uns zu Beginn der nächsten Woche austauschen.“

Schulöffnung in Corona-Krise: Erster Ministerpräsident gibt Versprechen: „Werden alles dafür tun“

Update vom 28. Mai, 12.41 Uhr: Wann können Kitas und Schulen wieder in den Normalbetrieb übergehen? Der Großteil der Eltern in Deutschland wartet nun schon seit Wochen vergeblich auf eine klare Antwort. Diese ist durch den dynamischen Charakter der Corona- Pandemie zwar schwer zu geben, jedoch hat sich Brandenburgs Ministerpräsident an einer Antwort versucht, die nicht jedem gefallen wird.

Dietmar Woidke (SPD) geht davon aus, dass der Normalbetrieb für Kitas und Schulen in seinem Bundesland frühestens zum neuen Schuljahr möglich sei. Dieses beginnt in Brandenburg bereits Anfang August. Für Woidke sei die Wiederaufnahme des normalen Schulbetriebs jedoch von größter Bedeutung. „Wir werden alles dafür tun, dass dann alle Kinder wieder regelmäßig in die Schule gehen können", sagte der 58-Jährige gegenüber dem RBB. In Brandenburg zählt das Ro bert-Koch-Institut seit Beginn der Corona-Krise insgesamt 3.261 Infizierte. 155 Menschen starben bereits an den Folgen von Covid-19.

Kita- und Schulöffnung in Corona-Krise: Spahn erklärt Problem - „Die Wahrheit ist ...“

Update vom 28. Mai, 7.19 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich im Interview mit der Augsburger Allgemeinen zu der problematischen Studienlage in Sachen Schulöffnungen geäußert. 

Er wies darauf hin, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse über die Zeit entwickeln. Als Beispiel nannte Spahn, dass zu Beginn der Krise die These im Raum stand, dass das Coronavirus nicht von Mensch zu Mensch übertragbar sei. Dass die Krankheit sehr ansteckend sei, wurde erst später bekannt. „Es gibt fast jeden Tag neue Erkenntnisse. Wenn sich die Erkenntnisslage verändert, muss auch die Politik ihre Maßnahmen anpassen“, so Spahn mit Blick auf die derzeitige Kritik am vermeintlich ungeraden Kurs  bei den Corona-Beschränkungen. 

Besonders schwierig sei die Einschätzung mit Blick auf Kinder und Schulöffnungen: „Die Wahrheit ist, dass wir bis heute keine wirklich gute, abschließende Studienlage haben, inwiefern Kinder wirklich zur Verbreitung des Virus beitragen“, erklärte Spahn offen. Für die Kinder selbst halte das Virus eher ein unterdurchschnittliches Risiko bereit. Die Frage sei aber, was Kinder zur Verbreitung des Virus beitragen würden. Wie sich also etwa das Infektionsgeschehen verändern würde, wenn Schulen öffnen und Kinder dann zu ihren Eltern oder Großeltern gehen würden. Zu diesem Thema gibt es aktuell „sehr unterschiedliche Meinungen“ in der Wissenschaft, so Spahn. Das mache es sehr schwer für die Politik eine Entscheidung zu treffen.

Corona-Krise und Kitas - Bundesregierung plant im Zuge der Öffnung umfangreiche Studie 

Update vom 27. Mai, 12.57 Uhr: Einem Medienbericht zufolge will die Bundesregierung die Öffnung von Kitas mit einer großangelegten Studie zu deren Rolle in der Corona-Pandemieentwicklung begleiten. Die in enger Abstimmung mit den Bundesländern geplante Untersuchung solle dabei helfen, zu klären, ob und wie stark der Betrieb in den bisher nur teilweise geöffneten Kitas mit einer Häufung von Infektionsfällen einhergehe, berichtete die Zeitung Die Welt am Mittwoch.

Corona-Studie an Kitas geplant - Regierung will die Untersuchung im Juni starten

Dabei berief sich die Zeitung auf ein ihr vorliegendes internes Papier mit Einzelheiten zum Studienablauf. Demnach soll die Studie im Juni starten und bis Dezember kommenden Jahres andauern. Geplant sind dem Dokument zufolge die Befragung der Leitungen von 3000 Kitas. Ergänzend dazu sollen in 600 Einrichtungen auch die Erzieher und Eltern befragt werden. 

Teil der Untersuchung ist außerdem ein bundesweites Kitaregister, in dem jede Woche verzeichnet wird, wie sich die Betreuungskapazitäten entwickeln und ob es zu infektionsbedingten Schließungen einzelner Gruppen oder kompletter Einrichtungen kommt. Hinzu kommt ein weiterer Studienteil, in dem untersucht werden soll, wie häufig betreute und nicht betreute Kinder an Corona erkranken und ob es zu Übertragungen in den Familien oder auf Erzieher kommt. 

Corona-Krise werde zur Bildungskrise und Schuldenfalle, sagt ein Grünen-Politiker

Update vom 27. Mai, 8.27 Uhr: Grüne und SPD werfen der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vor Wortbruch und Studierende im Stich gelassen zu haben. „Die Corona-Krise entwickelt sich immer mehr zur Bildungskrise und Schuldenfalle“, sagte der Grünen-Bildungspolitiker Kai Gehring der Nachrichtenagentur AFP. Dies würde vor allem Studierende sehr hart treffen, die kein Bafög erhielten und ihre Nebenjobs durch die Corona-Krise verloren haben. Ministerin Karliczek habe „auf ganzer Linie versagt, Studierenden in Not wirksame und unbürokratische Unterstützung zu organisieren“, so Gehring. Dass Studierenden nun KfW-Kredite angeboten werden sollen, die später zurückgezahlt werden müssten, sei „keine Unterstützung, sondern unterlassene Hilfeleistung“. Sie würde sich eine Öffnung des Bafög für Studierende in Not wünschen. 

Auch die SPD kritisiert die Bundesbildungsministerin stark. Wochen nach der Einigung in der Koalition hätten Studierende keinen Zugang zu Unterstützung aus dem vereinbartenCorona-Nothilfefonds, äußerte sich der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Oliver Kaczmarek. „Das ist bitter, zumal das Geld längst zur Verfügung steht.“ Er habe nicht den Eindruck, dass die Ministerin sich „mit Hochdruck und Engagement“ darum kümmere, endlich Studenten in finanzieller Not zu helfen.

Corona in Deutschland: FDP fordert eine schnelle Öffnung der Kitas

Update vom 27. Mai, 8.14 Uhr: Die FDP fordert die Familienminister der Länder zu einer schnellen Öffnung der Kitas auf. „Eltern brauchen nach den vielen kräftezehrenden Wochen endlich eine verlässliche Perspektive für ihre Kinder und Planungssicherheit für ihren Beruf“, erklärt der FDP-Parlamentsgeschäftsführer Marco Buschmann der Nachrichtenagentur AFP. NRW gelte für ihn hierbei als Vorbild,  wo alle Kinder ab dem 8. Juni ihre Kindertageseinrichtung wieder besuchen können werden. „Kinder brauchen Kinder und einen geregelten Alltag, auf den sie sich verlassen können“, so Buschmann.

Baden-Württemberg will in der Corona-Krise Kitas Ende Juni die Kitas öffnen

Update vom 26. Mai, 11.30 Uhr: Spätestens Ende Juni sollen die Kitas in Baden-Württemberg wieder vollständig öffnen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart, es werde gemeinsam mit den Kommunen und Trägern zügig ein Rechtsrahmen erarbeitet, um „spätestens bis Ende Juni die Kitas wieder vollständig öffnen zu können“.

Update vom 25. Mai, 16.40 Uhr: Auch Virologe Christian Drosten äußerte sich nun zum Thema Schul- und Kita-Öffnung. Im einem Interview mit „Deutschlandfunk“ sagte er unter anderem, er sehe, „dass dieser gesellschaftlich extrem wichtige Bereich der Kinderbetreuung und Erziehung wieder belebt werden muss“. Ihm seien hierbei aber bessere Richtlinien besonders wichtig. 

„Was wir tun müssen, ist, jetzt hier wirklich Diagnostik anzubieten“, sagte Drosten. So solle jeder „symptomatische Lehrer“ sofort getestet werden, „ und jeder besorgte Lehrer, der auch vielleicht keine Symptome hat, darf einmal pro Woche getestet werden – als Beruhigungs- oder auch Service-Funktion an dieses sehr wichtige Personal“.

In Schulen und Kitas handele es sich um eine „gute Sondersituation“, sagte Drosten verglichen mit normalen Menschenansammlungen. "Wenn man jetzt zum Beispiel an so einen Ausbruch in der Kirche denkt: Keiner weiß genau, wer hat wo gesessen, und die Behörden müssen dem Ganzen hinterherlaufen und es bricht eine große Ratlosigkeit aus. So ist es ja nicht in der Schule. Wir wissen von Tag zu Tag genau, an welchem Platz welcher Schüler sitzt."

Dennoch warnte der Virologe, auch Kinder könnten das Virus verbreiten. „Es gibt eigentlich keine großen Hinweise aus der wissenschaftlichen Literatur, die jetzt wirklich das bestätigen, was hier und da auch in Meinungsäußerungen beschrieben wird, nämlich dass die Kinder weniger infektiö s sind oder weniger empfänglich für die Infektion. Das sieht für mich überhaupt nicht so aus, anhand der vorhandenen wissenschaftlichen Daten“, sagte er. 

Schulen und Kitas in Deutschland: Lehrerverband kritisiert Thüringen und Sachsen harsch - „Sehr gefährlicher Weg“

Update vom 25. Mai, 15.30 Uhr: Die Debatte um die Öffnung von Kitas und Schulen wird vorerst wohl kein Ende nehmen. Während sich Familienministerin Franziska Giffey äußerte, kamen nun auch der Deutsche Lehrerverband und der Vorsitzende der Kinderkommission des Bundestags, Matthias Seestern-Pauly (FDP) diesbezüglich zu Wort.

So warnte der Deutsche Lehrerverband vor kompletten Schulöffnungen ohne ausreichenden Gesundheitsschutz. Man lehne es ab, „dass Schulen zum freien Experimentiergelände für den Umgang mit der Gesundheit von Schülern, Lehrern und Familienangehörigen werden“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger mit Blick auf Pläne in Sachsen und Thüringen, teils zu einem „normalen Schulbetrieb“ zurückzukehren.

Die jüngsten Infektionsausbrüche in Restaurants und Kirchen zeigten, was passieren könne, wenn Infizierte mit größeren Gruppen in geschlossenen Räumen aufeinander träfen, sagte Meidinger. Thüringen und Sachsen gingen „einen sehr gefährlichen Weg“. Zudem seien die dortigen Pläne nicht mit regelmäßigen Corona-Tests verbunden, was eine „riesige Blackbox“ mit nicht mehr nachvollziehbaren Infektionsketten schaffe.

Matthias Seestern-Pauly hingegen sprach sich für eine schnelle Öffnung von Schulen und Kitas für alle Kinder aus. „Durch weiter andauernde Schul- und Kita-Schließungen riskieren wir, dass es zu großen Rückständen in der sozialen Entwicklung von Kindern kommt und schmälern die Bildungschancen einer ganzen Generation“, sagte er.

Schulen und Kitas in Deutschland: Giffey nennt Bedingung für bundesweite Öffnung - „ganz klare Geschichte“

Update vom 25. Mai, 13.46 Uhr: Eine komplette Öffnung von Schulen und Kitas wird nach Ansicht von Familienministerin Franziska Giffey erst möglich sein, wenn die 1,50-Meter-Abstandsregel nicht mehr gilt. „Das ist eine ganz klare Geschichte. Weil sie ansonsten einfach nicht 100 Prozent der Kinder in 100 Prozent der Zeit von Kita und Schule zurückholen können“, sagte die SPD-Politikerin am Montag in Berlin.

Die Entscheidung, ob man sich von der 1,5-Meter-Abstandsregelung verabschiede, sei eine „sehr, sehr schwere Entscheidung“. Das könne nicht für das gesamte Bundesgebiet am Tag X festgelegt werden, sondern müsse anhand der Lage vor Ort entschieden werden. „Wenn die Lage vor Ort so ist, dass das Risiko als äußerst gering eingeschätzt werden kann, dann kann man diese Schritte gehen in Richtung verantwortbarer Öffnung hin zu 100 Prozent Regelbetrieb.“Eine genaue Festlegung auf den Tag in allen Bundesländern könne es nicht geben. „Das ist auch nicht in unserer Macht, weil das die Länder nunmal in ihrer Länderzuständigkeit entscheiden“, sagte Giffey.

Schulöffnungen in Deutschland: Ärzteverband sieht „kein Pandemie-Risiko“ - doch Drosten warnt

Update vom 22. Mai, 21.28 Uhr: Welche Regelungen gelten in welchen Bundesländern in Sachen Schulöffnung? Nahezu jeder Minister verfährt verschieden, wir haben für Sie den Überblick über die jeweilige Lage.

Update vom 22. Mai, 13.05 Uhr: Eltern und auch viele Kinder sehnen sich nach Normalität - nun hat zumindest Sachsen eine Rückkehr zum geregelten Schulbetrieb angekündigt. Doch eine Warnung kommt von Experten-Seite: Virologe Christian Drosten sieht keine wissenschaftliche Grundlage für eine umfassende Öffnung von Schulen und Kitas, wie er dem Deutschlandfunk erklärte.

Drosten bezog sich nicht auf die Entscheidung aus Dresden, sondern auf ein Papier verschiedener Verbände, die eine schnelle Öffnung fordern. Er teile eine Interpretation der wissenschaftlichen Daten, derzufolge bei Kindern nur ein geringes Übertragungsrisiko bestehe, nicht. Zudem werde seine eigene Arbeit zu Viruslasten in falschem Licht zitiert, schrieb Drosten an den Deutschlandfunk.

Zugleich zeigte der Virologe aber auch Verständnis für die Forderungen. Als Einzelperson - nicht aber als Wissenschaftler - teile er die sozialen Überlegungen hinter dem Vorstoß. Zuletzt hatte unter anderem das Kinderhilfswerk die Öffnung von Schulen und Kitas verlangt (siehe Update vom 20. Mai, 15.40 Uhr).

Ganz anders als Drosten sieht der Verband der Kinder- und Jugendärzte die Lage. „Schulöffnungen sind aus medizinischer Sicht kein Pandemie-Risiko“, erklärte Verbandspräsident Thomas Fischbach. „Aus wissenschaftlicher Sicht ist es unstrittig, dass insbesondere jüngere Kinder bis zehn Jahre nur sehr selten schwer an Covid-19 erkranken.“ „Verbesserte Hygienemaßnahmen und die angemessene Ausstattung der Lehrkräfte zum Beispiel mit Mund-Nasen-Schutz und Händedesinfektionsmitteln wären hier der richtige Weg“, betonte er.

Zugleich warnte Fischbach vor den Folgen der Schul-Schließungen. „Wir sehen Kinder, die stark unruhige beziehungsweise rastlose Verhaltensweisen zeigen, die zuvor nicht bestanden haben.“ Die Zahl der Hilferufe bei den Kinderschutzhotlines sei sprunghaft gestiegen. Auch „immer mehr verzweifelte Eltern“ kämen in den Praxen - weil sie wegen der Kinderbetreuung nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen können

Wie geht es in Deutschland weiter in der Corona-Krise? Nun sind Details zu den Plänen des Bundes im Bezug auf die Corona-Maßnahmen durchgesickert.

„Kein Notbetrieb mehr“: Sachsen kündigt reguläres Schul-Leben an 

Update vom 22. Mai, 9.55 Uhr: In Sachsen soll nach dem Willen von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) an allen Schulen nach den Sommerferien wieder regulärer Unterricht stattfinden. "Wir wollen, dass nach den Sommerferien der Unterricht auch an allen weiterführenden Schulen wieder normal läuft", sagte Kretschmer dem Magazin Focus laut Vorabmeldung vom Freitag.

Derzeit arbeite die Landesregierung in Dresden "an einer Lösung, damit es ab dem neuen Schuljahr keinen Notbetrieb mehr gibt". Konkrete Überlegungen wollte Kretschmer noch nicht nennen. Der CDU-Politiker betonte, Kitas und Schulen nähmen eine doppelte Schlüsselrolle ein und seien entscheidend, damit die Wirtschaft wieder anlaufe. Das Schuljahr 20/21 beginnt in Sachsen planmäßig am 31. August.

"Zum einen wollen und müssen Kinder lernen", hob Kretschmer hervor. "Zum anderen können Eltern nur dann wieder ihrer Arbeit mit vollem Eifer nachgehen, wenn sie sicher sein können, dass ihre Kinder gut betreut werden." Er wisse aus eigener Erfahrung, dass "Homeoffice und Kinder über längere Zeit nicht machbar" sei. Kretschmer hatte sich bereits am Sonntag zum weiteren Vorgehen geäußert -

und auch einen Termin für Stadion- und Konzertbesuche genannt

International am schwersten von der Pandemie getroffen sind die Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump will nun dennoch Lockerungen angehen.

Schul- und Kita-Öffnung trotz Corona-Krise? „Aus Sicht des Kinderwohls wäre es das Beste...“

Update vom 21. Mai, 17.55 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich für eine baldige flächendeckende Öffnung von Schulen und Kitas ausgesprochen. Diese müsste jedoch verantwortungsvoll ablaufen. "Aus Sicht des Kinderwohls wäre es das Beste, wenn alle Kinder so schnell wie möglich wieder wie gewohnt in ihre Kitas und Schulen gehen könnten", sagte Giffey dem Tagesspiegel. "Denn Kinder brauchen Kinder."

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hofft auf eine baldige Öffnung von Kitas und Schulen. 

Es sei dennoch entscheidend, dass weiter Schritte hin zu den Öffnungen mit dem Gesundheitsschutz abgewogen werden. Darüber hinaus müssten die Entwicklungen im Notbetrieb von Kitas und Schulen wissenschaftlich betreut werden. Dies geschehe in mehreren Ländern bereits und auch das Familienministerium beteilige sich an einer bundesweiten Corona-Kita-Studie. Zusammen mit den generellen Testergebnissen der Länder, könne man hoffentlich bald fachlich fundierte Schlüsse für die zügige, aber auch verantwortungsvolle weitere Öffnung ziehen.

Schul- und Kita-Öffung in der Corona-Krise: Karliczek warnt vor „Überbietungswettbewerb“

Update vom 21. Mai, 11.00 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) zeigt Verständnis für die Not von Eltern, die wegen der Kinderbetreuung aktuell nicht arbeiten können - dämpft aber auch allzu große Hoffnungen auf schnelle Besserung. „Wir alle wünschen uns, dass Kitas und Schulen möglichst rasch wieder vollständig öffnen können“, sagte die Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland

„Ich warne allerdings vor einem Überbietungswettbewerb entsprechender Forderungen.“ Die Menschen wollten vor allem Verlässlichkeit, und der Gesundheitsschutz müsse weiter an erster Stelle stehen, führte Karliczek aus. Auf dieser Basis träfen die Bundesländer ihre Entscheidungen.

Schul- und Kita-Öffnung in Corona-Krise? Laschet bezieht Stellung: „Wenn Biergärten offen sind, ...“

Update vom 20. Mai, 22.43 Uhr:  Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat für den in seinem Bundesland geplanten Start eines eingeschränkten Regelbetriebs in den Kitas geworben. „Und wenn man sieht, dass inzwischen in Bayern Biergärten geöffnet haben, dann finde ich, haben auch die Kinder wieder Betreuung verdient“, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in der Sendung „ARD Extra“. Er habe immer dafür plädiert, abzuwägen, „welche Schäden richten wir auch an, wenn Kinder jetzt seit über acht Wochen nicht mehr in den Kitas waren. Und dem versuchen wir jetzt, ein wenig Rechnung zu tragen“.

In Nordrhein-Westfalen sollen alle Kinder ab dem 8. Juni wieder in ihre Kitas und die Tagespflege zurückkehren können - in einem eingeschränkten Regelbetrieb. So sollen die Jungen und Mädchen nur in einem reduzierten Umfang betreut werden, 15 bis 35 Stunden pro Woche.

Corona: Kinderhilfswerk will Öffnung von Schulen und Kitas - Giffey mit direkter Antwort

Update vom 20. Mai, 15.40 Uhr: Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert eine umgehende und vollständige Öffnung von Schulen und Kitas. Die derzeitigen Einschränkungen seien ein „schwerer und vor dem Hintergrund aktueller fachlicher Erkenntnisse unverhältnismäßiger Eingriff in ihre Lebenswelt, in ihre Grundrechte und ihre psycho-soziale Entwicklung“, kritisiert Präsident Thomas Krüger. Bei der Ausarbeitung eines Konzepts, das die Hygienevorschriften sowie die Einhaltung der Abstandsregeln beachtet, sollten die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern zu Rate gezogen werden.

Weiter umfasst die Forderung „mehr personelle Unterstützung“ sowie „Alternativen für Risikopatientinnen und -patienten unter den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien“. Wichtig sei zudem, dass sich „der Blick jetzt insbesondere auf Kinder mit besonderen Förderbedarfen“ richte. Das Deutsche Kinderhilfswerk plädiert als Lösungsoption für eine „Einbeziehung alternativer Modelle wie ‚Grüne Klassenzimmer‘ oder pädagogischer Konzepte wie ‚Waldschulen‘ und ‚Waldkitas‘ “.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey bremst dieses Vorhaben jedoch aus. In der Neuen Osnabrücker Zeitung stellte die SPD-Politikerin klar, dass „über die Rückkehr zum vollständigen Regelbetrieb“ erst diskutiert werden könne, wenn gesichert sei, dass Kinder einem geringeren Infektions- und Ansteckungsrisiko ausgesetzt seien. Dazu gebe es allerdings noch „keine gesicherten Erkenntnisse“.

Geschlossene Kitas in der Corona-Krise: Spahn und Giffey für längere Lohnfortzahlung

Update vom 20. Mai, 07.13 Uhr: Eltern sollen bis zu 20 Wochen Lohnersatz bekommen können, wenn sie ihre Kinder wegen Corona-Einschränkungen bei Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, die „nachrangige Lohnfortzahlung“ werde je Elternteil auf bis zu zehn Wochen verlängert, für Alleinerziehende auf bis zu 20 Wochen. „Das gibt die nötige Sicherheit in ungewisser Lage.“ Bislang ist die Entschädigung auf sechs Wochen begrenzt.

„Berufstätige Eltern tragen derzeit eine große Last. Solange Kindergärten und Schulen nicht wieder verlässlich für alle geöffnet sind, brauchen hier viele unsere besondere Unterstützung“, sagte Spahn.  Familienministerin Franziska Giffey (SPD) bestätigte am Mittwochmorgen im ZDF-„Morgenmagazin“, dass das Kabinett die Verlängerung der Zahlung an diesem Mittwoch beschließen werde.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Schulen in der Corona-Krise: Mehrere Covid-19-Fälle in einer deutschen Schule - alle müssen getestet werden

Update vom 19. Mai, 19.40 Uhr: Diese Nachricht dürfte Eltern und Lehrkräfte in der Corona-Krise in Deutschland gleichermaßen nachdenklich stimmen.

Im nordrhein-westfälischen Münster sind in einer Hauptschule vier Schüler und zwei Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Alle Schüler und Lehrer der betroffenen Hauptschule - knapp 300 Menschen - würden nun getestet, sagte ein Stadtsprecher.

Unterricht sei unter diesen Umständen kaum möglich, hieß es. Damit ist die Münsteraner Hauptschule womöglich ein Beispiel für ein Szenario, das künftig monatelang zum öffentlichen Leben dazugehören könnte: Schulen müssen wegen Corona-Fällen wieder geschlossen werden oder zumindest den Lehrbetrieb einschränken. 

Auch hier wird es sehr lange bis zu einer Rückkehr zur Normalität dauern. In Bayern müssen zum Beispiel Lehrer aus Risikogruppen, über 60 Jahre oder schwangere Lehrerinnen nicht am Unterricht vor Ort teilnehmen.

Schulen in der Corona-Krise: Kinder sollen weniger ansteckend sein

Update vom 19. Mai, 8.17 Uhr: Die Frage um die Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Coronavirus spaltet. Jetzt haben vier medizinische Fachgesellschaften dazu aufgerufen, Kindergärten und Schulen trotz der Corona-Pandemie wieder vollständig zu öffnen. 

Kinder seien weniger betroffen und weniger ansteckend, so die Argumentation. Die sozialen Folgen des Lockdowns im Erziehungs- und Bildungssektor seien jedoch gravierend. 

In dem gemeinsamen Papier, über das die Neue Osnabrücker Zeitung (Dienstag) berichtet, heißt es: „Insbesondere bei Kindern unter zehn Jahren sprechen die aktuellen Daten sowohl für eine geringere Infektions- als auch für eine deutlich geringere Ansteckungsrate.“ In ihrer Stellungnahme schreiben die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene, die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland, „Kitas, Kindergärten und Grundschulen sollen möglichst zeitnah wiedereröffnet werden“, und zwar „uneingeschränkt“. Auch müssten für den Schutz vor dem Coronavirus keine kleinen Gruppen gebildet werden. Weder Abstand wahren noch Masken seien notwendig.

„Entscheidender als die individuelle Gruppengröße ist die Frage der nachhaltigen Konstanz der jeweiligen Gruppe und Vermeidung von Durchmischungen“, heißt es in dem Papier. Soll heißen: Es könnte durchaus eine komplette Klasse unterrichtet werden, solange man in der Corona-Krise etwa in den Pausen darauf achte, dass sich die Schüler nicht mit denen anderer Klassen träfen.

Zu der umstrittenen Frage, wie ansteckend Kinder seien, schreiben die Autoren: „Zahlreiche Erkenntnisse sprechen gegen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko durch Kinder.“ Verschiedene Untersuchungen und Auswertungen „ergeben ein zunehmend schlüssiges Bild, dass Kinder in der aktuellen Covid-19-Pandemie im Gegensatz zur Rolle bei der Influenza-Übertragung keine herausragende Rolle in der Ausbreitungsdynamik spielen.“

Schulen in der Corona-Krise: Ifo-Institut warnt vor schwerwiegenden Folgen der Lernpause für späteres Einkommen

Update vom 18. Mai, 11.45 Uhr: Aus Sicht des Ifo-Instituts sollten möglichst viele Schüler bald wieder möglichst viel Unterricht bekommen. Denn der Corona-bedingte Lernausfall wirke sich negativ auf ihr späteres Einkommen aus, warnte das Institut am Montag. Wenn etwa ein Drittel des Schuljahres verloren ginge, sei dies über das Berufsleben durchschnittlich „mit rund drei bis vier Prozent geringerem Erwerbseinkommen“ verbunden, schrieb Ifo-Bildungsökonom Ludger Wößmann in einem Artikel, den das Forschungsinstitut mit Sitz in München am Montag veröffentlichte. 

Schulen in der Corona-Krise: Ifo-Institut betont ökonomische Folgen der langen Lernpause

Wößmann warnte, dass ausbleibender Unterricht die Kompetenzentwicklung und den späteren Erfolg betroffener Schüler am Arbeitsmarkt dauerhaft schmälere. Das würden unter anderem „Untersuchungen streikbedingter Schulschließungen, vorab geplanter Kurzschuljahre und langer Schulferien“ zeigen. Die Bildungsökonomie zeigt laut Ifo-Institut umgekehrt auch, „dass jedes Schuljahr an zusätzlichem Lernen das Lebenseinkommen im Durchschnitt um rund zehn Prozent erhöht“. 

Das Ifo-Institut warnt vor den Folgen, die der lange Unterrichtsausfall auf das spätere Einkommen von Schülern haben kann. (Symbolbild)

Derzeit falle das Lernen „für einen nennenswerten Teil“ der deutschen Schüler weitgehend aus, schrieb Wößmann in seinem Artikel. „Wir müssen alles daransetzen, dass alle Kinder und Jugendlichen - mit oder ohne Präsenz in der Schule - umgehend wieder lernen“, forderte er. Er mahnt die Entscheidungsträger, „die hohen Folgekosten ausbleibenden Lernens im Blick zu behalten“. 

Schulen in der Corona-Krise: Bayern verlängert Bewerbungsfrist für angehende Studenten

Update vom 18. Mai, 11.02 Uhr: Das bei der schrittweisen Wiedereröffnung der Schulen - wie auch in allen anderen Bereichen - äußerst vorsichtig vorgegangen werden sollte, zeigt nun eine Studie von deutschen Wissenschaftlern. Sie erforschten Ansteckungswege und stellten fest: Schon flüchtige Kontakte reichen, um sich mit dem Coronavirus zu infizieren.  

Übrigens: Nicht nur die Schulen in Deutschland öffnen nach und nach wieder. Auch die Gastro-Betriebe dürfen schrittweise wieder aufsperren. Dabei gelten strenge Regeln - doch ein Hygiene-Experte hält die Konzepte der meisten Bundesländer für unzureichend

Update vom 17. Mai, 13.22 Uhr: Wegen der Corona-Krise sollen angehende Studenten in Bayern dieses Jahr mehr Zeit bekommen, ihre Zeugnisse für einen zulassungsbeschränkten Studienplatz einzureichen. Die Bewerbungen müssten im Freistaat nun bis zum 20. August erfolgen, teilte das Wissenschaftsministerium am Sonntag in München mit. 

Der Grund: Wegen der Pandemie wurden die Abiprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai verschoben. Zudem konnte das Bewerbungsportal bei der Stiftung für Hochschulzulassung nicht am 15. April geöffnet werden. Dies soll nun am 1. Juli erfolgen. Und auch für zentral vergebene Studienplätze wird die Frist voraussichtlich bis zum 20. August verlängert, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Wer sich für einen nicht zulassungsbeschränkten Studiengang einschreiben will, muss das vor Beginn des Wintersemesters am 1. Oktober erledigen. 

Schulen in der Corona-Krise: Viele Schüler konnten offenbar nicht digital erreicht werden

Update vom 15. Mai, 13.35 Uhr: Am Freitag meldet die Kinderschutzhotline des deutschen Bundesfamilienministeriums eine auffallend hohe Zahl von Meldungen, die auf Gewalt an Kindern hinweisen. 

Update vom 15. Mai, 11.52 Uhr: Offenbar konnten in Deutschland viele Schüler in der Coronavirus-Krise digital nicht erreicht werden. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des „Schul-Barometers“, die am Freitag vom Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie der Pädagogischen Hochschule Zug in der Schweiz veröffentlicht wurde. Nur etwas mehr als die Hälfte der befragten Schulmitarbeiter gaben an, quasi alle Schülerinnen und Schüler erreicht zu haben.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 7000 Menschen aus dem Schulbetrieb - darunter 655 Schulleiter - aus Deutschland Österreich und der Schweiz befragt.

Schulen in der Corona-Krise: Deutschland schneidet technisch schlecht ab

Unter den drei Nachbarländern schneidet Deutschland bei der technischen Ausstattung der Schule am schlechtesten ab. 56 Prozent der befragten Schulmitarbeiter aus der Bundesrepublik glauben nicht, dass die technischen Kapazitäten an der Schule für die in der Corona-Krise notwendigen webbasierte Lehr- und Lernformate ausreicht. Nur 24 Prozent meinen, dass die Voraussetzungen erfüllt sind. In den beiden Alpenstaaten liegt der Anteil deutlich höher (Österreich 54 Prozent, Schweiz 57 Prozent).

Bei den Kommunikationsmedien in Zeiten von Corona setzen die Schulen vor allen noch auf die E-Mail (66 Prozent), gefolgt vom Mobiltelefon (Anruf oder Nachricht), Website der Schule und Online-Plattformen wie Moodle. 

Coronavirus in Deutschland: Lehrer erreichen etliche Schüler nicht

In dem „Schul-Barometer“ berichten nur 36 Prozent der befragten Schulmitarbeiter in Deutschland, dass sie ihre Schüler in der Corona-Krise über Online-Lern- und Arbeits-Plattformen erreichen. In Österreich liegt dieser Wert deutlich höher bei 63 Prozent und in der Schweiz bei 57 Prozent.

Derweil diskutiert die Bundesregierung über die Lohnfortzahlung für Eltern, die aufgrund geschlossener Schulen und Kitas ihrer Arbeit nicht nachkommen können. Offenbar sollen diese nicht verlängert werden.

Schulen in der Corona-Krise: Fernunterricht auch nach den Sommerferien im Gespräch

Update vom 12. Mai, 9.33 Uhr: Nach Ansicht der Kultusministerkonferenz-Vorsitzenden Stefanie Hubig (SPD) sollen sich Lehrer auch nach den Sommerferien auf Fernunterricht vorbereiten. „Es wäre klug, wenn sich Lehrerinnen und Lehrer während der Ferien auch darüber Gedanken machen“, sagte Hubig am Dienstag im RTL/n-tv „Frühstart“. 

Schulen in Corona-Zeiten: KMK-Vorsitzende Hubig äußert sich nicht zu Aussicht auf regulären Schulbetrieb

Inwiefern ein regulärer Schulbetrieb möglich sein werde, wollte sie nicht einschätzen. „Wir können im Moment nicht seriös sagen, wie der Unterricht nach den Ferien aussieht, weil das ganz maßgeblich davon abhängt, ob die Infektionszahlen weiterhin so stabil bleiben und ob die Abstandsregeln mit 1,50 Meter weiter gelten“, begründete sie ihre Zurückhaltung. Hubig glaubt jedoch nicht, dass die Schüler im nächsten Jahr unverhältnismäßig viel Stoff werden nachholen müssen. „Ich denke, die Lücke wird nicht so groß sein, dass es ein hartes Schuljahr wird“, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin. 

Übrigens: In Deutschland kursieren immer mehr Verschwörungstheorien. Eine Analyse der bekanntesten Behauptungen lesen Sie bei Merkur.de*. Viele Verschwörungstheoretiker beteiligen sich dieser Tage außerdem an Corona-Demonstrationen. Auch in der bayerischen Landeshauptstadt München fanden solche Proteste am Samstag statt. Corona-Demo München, lesen Sie bei tz.de*.

Update vom 11. Mai, 10.25 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund warnt vor massiven Problemen beim Hochfahren des Schul- und Kitabetriebs in den kommenden Wochen. „Wir müssen einen Schichtbetrieb organisieren, damit nie zu viele Kinder gleichzeitig im Schulgebäude sind“, sagte Verbandspräsident Uwe Brandl der Zeitung Welt vom Montag. Weiter erklärte er, dass die Taktzeiten der Busse angepasst werden müssten, damit alle Schüler an die Schulen kämen. Dafür müssten im ländlichen Raum eigene Buslinien organisiert werden. 

Schulen in Corona-Zeiten: Städtebund warnt vor erheblichen Schwierigkeiten bei Öffnungen

Gemäß den bisherigen Vorgaben müsse es Ausschreibungsverfahren geben, um den preiswertesten Anbieter zu finden. Dieses Vorgehen ist laut Brandl in der aktuellen Situation nicht praktikabel. „Wenn wir das weiter so handhaben, werden wir einen Busdienst erst im Oktober etablieren können“, prognostizierte er und betonte: „Wir brauchen schnelle Entscheidungen. Darunter auch solche, die unter Umständen jenseits der bisherigen Vergabepraxis stattfinden.“

Für die weitere Öffnung des Kita-Betriebs forderte Brandl ein Nachjustieren seitens der Politik. Sie müsse zulassen, dass mehr Kinder betreut werden könnten. „Selbst wenn das mit einem höheren Risiko verbunden ist“, stellte Brandl klar. So dürften zum Beispiel in Bayern aktuell fünf Kinder von zwei Erzieherinnen in einem Gruppenraum betreut werden. „Mit solch einem Konzept werden wir sehr schnell an räumliche und personelle Grenzen stoßen“, ist sich der Verbandspräsident sicher. „Das wird unsere Ressourcen komplett sprengen.“

Außerdem warnte Brandl vor einem drastischen Einbruch der Kommunalfinanzen infolge der Coronavirus-Krise. „Ich rechne mit Einbrüchen von 30 bis 40 Prozent im laufenden Jahr“, sagte der Verbandschef. Die mittelfristige Perspektive sei aber noch dramatischer. Dank massiver Investitionen der öffentlichen Hand sei die Finanzkrise gemeistert worden. „Das muss uns wieder gelingen. Deswegen fordern wir einen Rettungsschirm und ein stringentes Vorgehen von Bund und Ländern“, sagte Brandl. 

Schulen in Corona-Zeiten: FDP-Chef Lindner fordert schnellstmögliche Öffnung von Kitas

Während der Verbandspräsident auf die erheblichen Schwierigkeiten bei der schrittweisen Wiedereröffnung von Schulen und Kitas hinweist, hat der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Lindner Bund und Länder aufgefordert, schnellstmöglich für die Öffnung der Kitas zu sorgen. „Das sind wir Kindern wie auch Eltern schuldig“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Weiter betonte er, dass die Bekämpfung des Virus nicht einseitig zu Lasten von Kindern und Eltern gehen dürfe. 

Kinder bräuchten den Kontakt zu Gleichaltrigen, weil sie sonst in ihrer Entwicklung zurückfallen würden. Und für Mütter und Väter sei die Kleinkindbetreuung neben dem Homeoffice enorm herausfordernd. Sie bräuchten hier Entlastung. „Ohne Kita-Öffnung werden wir auch wirtschaftlich nicht wieder auf die Beine kommen“, warnte Lindner. Der FDP-Chef kritisierte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Leider sei wertvolle Zeit vertan worden, weil Merkel „die Kita-Öffnung ausgebremst hat“. Bereits in der vorvergangenen Woche hätten Bund und Länder die Öffnung Lindner zufolge vorbereiten können. „Konzepte lagen auf dem Tisch, deren Beratung aber würde vertagt“, monierte Lindner. 

Update vom 11. Mai 2020, 8.10 Uhr: Nach und nach nehmen die Schulen in Deutschland den Betrieb wieder auf. Die Abschlussklassen sind nun überwiegend wieder in den Präsenzunterricht eingegliedert. Unterdessen hat sich der Deutsche Hochschulverband damit auseinandergesetzt, was passieren soll, falls das diesjährige Abitur infolge der Corona-Krise schlechter ausfallen sollte als im Durchschnitt der letzten Jahre. Für diesen Fall fordert der Verband einen Noten-Bonus

Schulen in Corona-Zeiten: Hochschulverband bringt Noten-Bonus für Abiturienten ins Gespräch

„Für den Abiturjahrgang 2020 darf kein Nachteil entstehen“, sagte Verbandspräsidenten Bernhard Kempen den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die besonderen Bedingungen, unter denen das Abitur in diesem Jahr stattfinde, müssten berücksichtigt werden. Das Coronavirus dürfe nicht den Lebenslauf eines ganzen Jahrgangs abwerten, forderte Kempen.

„Sollten die Leistungen der Schüler am Ende signifikant schlechter ausfallen als im Durchschnitt der letzten Jahre, dann erwarte ich einen Nachteilsausgleich“, betonte Kempen. Alles andere wäre im zufolge ungerecht. Sollten beispielsweise Abiturnoten 2020 im Schnitt 0,4 oder 0,5 Punkte schlechter sein, müssten die Schüler einen Bonus bekommen. Dazu sei es nicht nötig, die Abiturzeugnisse zu ändern. „Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Hochschulen bei den zulassungsbeschränkten Fächern einen angemessenen Bonus gewähren“, schlägt der Verbandschef vor. Länder und Hochschulrektoren müssten sich dazu aber auf eine bundesweit einheitliche Regelung einigen. 

Schulen in Corona-Zeiten: Nach Wochen des E-Learnings soll Präsenzunterricht wieder anlaufen

Erstmeldung vom 11. Mai 2020: 

München - Ein denkwürdiges Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Und die noch anstehenden letzten Wochen vor den Sommerferien stellen Rektoren, Lehrer und Schüler vor nie dagewesene Herausforderungen. Denn nach Wochen der virtuellen Stoffvermittlung soll im Grunde wieder so umfänglich wie möglich in den Klassenzimmern unterrichtet werden - jedoch immer unter der Prämisse der Corona-Schutzmaßnahmen*.

Überfüllte Unterrichtsräume und eng an eng sitzende Schüler wird es also nicht geben. Da heißt es: kreativ werden. Und wie gewohnt in Corona-Zeiten findet jedes Bundesland seinen eigenen Weg. Wir zeigen die verschiedenen Pläne auf.

Schulen in Corona-Zeiten: Baden-Württemberg setzt auf rollierendes System

Baden-Württemberg: Bereits seit dem 4. Mai sind Schüler allgemein bildender Schulen, die in diesem oder dem nächsten Jahr Abschlussprüfungen ablegen sowie Schüler der Prüfungsklassen der beruflichen Schulen wieder in den Präsenzunterricht gewechselt. Ab 18. Mai folgen die Grundschulen, beginnend mit der vierten Jahrgangsstufe. Dabei werden die Klassen halbiert, der Unterricht konzentriert sich auf die Kernfächer. „Wir gehen von zwei bis drei Unterrichtsstunden am Tag aus“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Nach den Pfingstferien sollen alle Jahrgangsstufen in den Genuss von Unterricht in der Schule kommen - in einem rollierenden System. Dieses soll mit den Fernlernangeboten verzahnt werden. An Grundschulen sollen in einer Woche Erst- und Drittklässer vor Ort sein, in der folgenden Zweit- und Viertklässler. In anderen Schularten wird es wohl auf die Kombination 5./6. Klasse und 7./8. Klasse hinauslaufen, an Gymnasien zusätzlich 9./10. Klasse.

Auch in den beruflichen Schulen sollen ab 15. Juni - also nach den Pfingstferien - alle Schüler in regelmäßigen Abständen Präsenzunterricht erhalten. Die Jahrgangsstufe 1 der beruflichen Gymnasien wird dabei wegen der Abiturprüfungen im kommenden Jahr besonders einbezogen. Grundsätzlich sollen etwa die Hälfte der Schüler gleichzeitig vor Ort sein und in kleinen Gruppen unterrichtet werden.

Schulen in Corona-Zeiten: Bayern will Lerngruppen aufteilen und Wechselspiel

Bayern: Seit dem 27. April läuft der Unterricht für die Abschlussklassen an den weiterführenden und beruflichen Schulen wieder. Am 11. Mai sollen auch die Vorabschlussklassen in die Schulgebäude zurückkehren. Eine Woche später sollen weitere Jahrgangsstufen und Schularten folgen. 

Der Unterricht soll gestaffelt stattfinden. Die Lerngruppen werden geteilt und wechseln sich wochen- oder auch tageweise ab. Das Kultusministerium spricht ebenfalls von einem „rollierenden System“. Neben Phasen des Präsenzunterrichts wird  es auch Phasen des „Lernens zuhause“ geben. Ausnahmen bilden die Abschlussklasse der meisten Schularten und bis Pfingsten auch die Jahrgangsstufe 4 der Grundschule.

Schulen in Corona-Zeiten: Bis zum 29. April sollen alle Schüler zurückgekehrt sein

Berlin: In der Hauptstadt machten die Zehntklässler bereits am 27. April den Anfang, weil sie mitten in der Prüfungsvorbereitung stecken. Die Jahrgangsstufe 6 an den Grund- und Gemeinschaftsschulen, die Jahrgangsstufen 9 und 12 an den Integrierten Sekundarschulen/Gemeinschaftsschulen sowie die Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien folgten am 4. Mai. Hier genießen die Kernfächer Priorität.

Ab 11. Mai findet auch Präsenzunterricht für die Jahrgangsstufen 1 und 5 der Grundschulen und Primarstufen an Integrierten Sekundarschulen/ Gemeinschaftsschulen „sowie den zielgleich unterrichtenden Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt“ statt. Gleiches gilt für die Jahrgangsstufe 7 an Gymnasien und anderen Schultypen.

Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf werden unabhängig von ihrer Jahrgangsstufe ebenfalls am 11. Mai wieder in die Schule gebeten. Darüber hinaus bleibt es den Schulleitungen offen, weitere Schul-Jahrgänge vor Ort unterrichten zu lassen. Bis spätestens 29. Mai sollen alle Schüler in den Präsenzunterricht wechseln - mit reduzierter Stundentafel.

Schulen in Corona-Zeiten: Abiturprüfungen in Brandenburg schon seit Mitte April

Brandenburg: Die Abiturprüfungen begannen am 20. April, eine Woche später wurde der Unterricht für Abschlussklassen aufgenommen, die in diesem Jahr den Mittleren Abschluss (Fachoberschulreife) oder die Erweiterte Berufsbildungsreife anstreben. Darunter fallen die Jahrgangsstufe 10 der Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien sowie der Schulen mit den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten „körperliche und motorische Entwicklung“, „Hören“, „Sehen“, „Emotionale und soziale Entwicklung“ und „Lernen“.

Am 4. Mai meldeten sich die Schüler zurück, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen wollen. Gleiches gilt für die Jahrgangsstufe 6 der Grundschulen und Schulen mit den bereits genannten sonderpädagogischen Förderschwerpunkten, die Jahrgangsstufe 9 an diversen Schulen, die Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums sowie die Jahrgangsstufe 12 der Gesamtschulen. Ab 11. Mai folgen dann die Jahrgangsstufe 5 der Grundschulen sowie der Schulen mit den schon erwähnten sonderpädagogischen Förderschwerpunkten.

Klare Abtrennung: Die Tische der Schüler wurden für die Corona-Zeit präpariert.

Schulen in Corona-Zeiten: In Bremen greift ein Vier-Säulen-Modell

Bremen: Im kleinsten Bundesland machten die zehnten Klassen am 27. April den Anfang, seit 4. Mai werden auch die Viertklässler in Kleingruppen mit geringen Wochenstunden unterrichtet. Bremen setzt auf ein Vier-Säulen-Modell, das neben Notbetreuung, Lernen zu Hause und Unterricht in der Schule auch „zusätzliche pädagogische Präsenzangebote für Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf“ umfasst.

„Unser Ziel muss sein, dass jede Schülerin und jeder Schüler regelmäßig tage- oder wochenweise in die Schule kommt“, erklärt Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung.

Schulen in Corona-Zeiten: Hamburger Schüler zumindest einmal pro Woche im Klassenzimmer

Hamburg: Schüler der Abschlussklassen sind am 27. April in die Unterrichtsräume zurückgekehrt. Seit dem 4. Mai sind dort auch wieder die Klassenstufe 4 der Grundschulen, die Klassenstufe 6 der Gymnasien sowie die Oberstufen von Stadtteilschule und Gymnasium anzutreffen. Die Klassen werden in kleine und strikt getrennte Lerngruppen unterteilt.

Nach den Pfingstferien soll ab 25. Mai auch allen Schülern der anderen Jahrgangsstufen „wenigstens einmal pro Woche mindestens fünf oder sechs Unterrichtsstunden im schulischen Präsenzunterricht“ geboten werden.

Schulen in Corona-Zeiten: Hessen musste Start für Viertklässler verschieben

Hessen: Die Abschlussklassen kehrten am 27. April in den Unterricht zurück. Am 18. Mai - und damit drei Wochen später als zunächst geplant - sollen die Viertklässler der Grundschulen folgen. Dieses Datum gilt auch für die Sekundarstufe I, die Einführungsphase der Sekundarstufe II im allgemein bildenden Bereich und die Intensivklassen an Schulen der Sekundarstufe I. Auch Berufsschulen und Schulen für Erwachsene sollen dann zum Teil wieder öffnen.

Nach den Pfingstferien folgen am 2. Juni die „restlichen vollschulischen Formen der Berufsschulen“, die Jahrgangsstufen 1 bis 3 der Grundschulen sowie Vorklassen, Vorlaufkurse und Intensivklassen an Grundschulen ebenso wie Vorkurse an Abendgymnasien und Hessenkolleg.

In Förderschulen sieht der Plan so aus: Am 18. Mai starten die Jahrgangsstufen 4 und höher sowie alle Jahrgangsstufen der Schulen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, am 2. Juni folgen die Grundstufen aller weiteren Förderschulen in den Jahrgangsstufen 1 bis 3.

Schulen in Corona-Zeiten: Mecklenburg-Vorpommern startete mit Konsultationen

Mecklenburg-Vorpommern: Für Zehntklässler an Regionalen Schulen und Gesamtschulen, Zehntklässler an Gymnasien, die die Mittlere Reife anstreben, Zwölftklässler an regulären Gymnasien und Gesamtschulen und die Jahrgangsstufe 12 an Abendgymnasien wird seit 27. April „prüfungsvorbereitender Unterricht und Konsultation“ angeboten. Das gilt auch für die beruflichen Schulen hinsichtlich der Prüfungen und des Unterrichts für Abschlussklassen und für alle zehnten Jahrgangsstufen der Mittleren Reife an den Überregionalen Förderzentren. Konsultationen werden für die Jahrgangsstufe 11 an regulären Gymnasien und Gesamtschulen sowie die Klasse 12 an Abendgymnasien ermöglicht.

Schüler, die im kommenden Jahr ihren Abschluss anstreben, werden seit dem 4. Mai wieder in den Klassenräumen unterrichtet. Darunter fallen die Jahrgangsstufe 9 der Regionalen Schulen, Gesamtschulen, Förderschulen Lernen und Überregionalen Förderzentren, die Jahrgangsstufe 11 der regulären Gymnasien und die Jahrgangsstufe 12 der Abendgymnasien. Für die Viertklässler der Grundschulen soll noch eine Lösung gefunden werden.

Schulen in Corona-Zeiten: Niedersachsen plant Abschluss der Rückkehr bis Mitte Juni

Niedersachsen: Die Abschlussklassen in den allgemein und berufsbildenden Schulen begannen ihre Prüfungsvorbereitungen am 27. April. Seit dem 4. Mai werden auch die Viertklässler der Grundschulen wieder in den Klassenräumen unterrichtet.

Am 11. Mai geht es für die Jahrgangsstufe 12 weiter, eine Woche später dann auch für die Jahrgangsstufen 3, 9 und 10. Bis Mitte Juni sollen alle Schüler in weiteren Etappen nachfolgen.

Schulen in Corona-Zeiten: NRW-Grundschüler sollen im wochentäglichen Wechsel ins Klassenzimmer kommen

Nordrhein-Westfalen: Die Viertklässler in den Grundschulen haben den Präsenzunterricht bereits am 7. Mai wieder aufgenommen. Ab dem 11. Mai folgen rollierend auch alle anderen Jahrgänge der Grundschulen, die im wochentäglichen Wechsel in den Klassenzimmern unterrichtet werden. Es stehe offen, dieses Rotationsmodell auf zwei aufeinanderfolgende Tage abzuändern.

Ebenfalls ab 11. Mai kehren an den Gymnasien und Gesamtschulen Schüler der Qualifikationsphase 1 in den Unterricht zurück. Bei darüberhinaus vorhandenen räumlichen und personellen Kapazitäten könnten weitere Lerngruppen und Jahrgangsstufen folgen. In den Haupt-, Real- und Sekundarschulen werden neben der zehnten Jahrgangsstufe ein bis zwei weitere Jahrgänge rollierend in den Klassenzimmern unterrichtet.

Nach dem Haupttermin der Abiturprüfungen sollen ab 26. Mai auch alle übrigen Jahrgangsstufen in Gymnasien und Gesamtschulen unter Berücksichtigung der Kapazitäten im annähernd gleichen Umfang unterrichtet werden.

Damit auch ja nichts anbrennt: Schüler sind mit einem Mundschutz ausgestattet.

Schulen in Corona-Zeiten: In Rheinland-Pfalz sollen bis 8. Juni alle Schüler zurück sein

Rheinland-Pfalz: Für die Prüflinge an berufsbildenden Schulen und die Abiturienten ging es am 27. April wieder los. Weitere Abschlussklassen dieses oder kommenden Jahres folgten, ebenso die Jahrgangsstufe 4 an Grundschulen. Ab 18. Mai sollen die Unter- und Mittelstufe der berufsbildenden Schulen wieder unterrichtet werden.

Der nächste Schritt ist für den 25. Mai geplant und umfasst etwa die Jahrgangsstufe 3 der Grundschulen und die Jahrgangsstufen 5 und 6 der Orientierungsstufe. Für den 8. Juni wird dann die Rückkehr der übrigen Schüler ins Auge gefasst.

Schulen in Corona-Zeiten: Sachsen legt landesweite Schulbesuchspflicht für den 18. Mai fest

Sachsen: Seit dem 6. Mai werden Schüler der Abschluss- und Vorabschlussklassen der Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs, berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen wieder in Klassenräumen unterrichtet. Auch die 4. Klassen an Grund- und Förderschulen sind bereits wieder vor Ort. 

Die Schulbesuchspflicht für alle übrigen Schüler greift am 18. Mai. Dann werden allgemeinbildende Gymnasien, Abendgymnasien, Kollegs, berufsbildende  Schulen, Grundschulen, Oberschulen und Förderschulen wieder Präsenzunterricht anbieten. Eine kleine Ausnahme bilden Schulen mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung - hier wird der Unterricht ab diesem Datum schrittweise wieder aufgenommen.

Schulen in Corona-Zeiten: Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt: Bereits am 23. April nahmen die Abschlussklassen ihre Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen in den Schulen in Angriff. Seit dem 4. Mai gibt es auch wieder Präsenzunterricht für alle Jahrgangsstufen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss anstreben, sowie die 4. Klasse der Grundschulen. Der Schulleitung bleibt es vorbehalten, die übrigen Jahrgänge seit dem 6. Mai ebenfalls wieder zu integrieren.

In den Pfingstferien vom 18. bis 29. Mai soll die Notbetreuung für Anspruchsberechtigte angeboten werden - je nach Kapazitäten der Schulen. Nach den freien Tagen wird es zu „regelmäßigen Wechseln zwischen Präsenz-​ und Fernunterricht“ für die Schüler kommen.

Schulen in Corona-Zeiten: Vor dem 4. Mai ging in Sachsen nichts

Saarland: Hier machten am 4. Mai Schüler den Anfang, die in diesem Jahr Abschlussprüfungen ablegen oder eine Übergangsberechtigung erwerben wollen. Darunter fallen die Abiturienten der Gymnasien und Gemeinschaftsschulen, Berufsschüler vor dem Abschluss ihrer dualen Ausbildung, Neunt- und Zehntklässer der Gemeinschafts- und  Förderschulen, die einen Hauptschul- oder Mittleren Bildungsabschluss anstreben, sowie Förderschüler, die den Abschluss der Förderschule Lernen erwerben wollen.

Auch die Viertklässler an Grund- und Förderschulen werden seit dem 4. Mai wieder in Klassenzimmern unterrichtet. Am 11. Mai ziehen Schüler des ersten Jahres der Hauptphase nach, also Elftklässler an Gymnasien und Zwölftklässler an Gemeinschaftsschulen. Geplant ist nach den schriftlichen Abiturprüfungen auch, Schülern der Einführungsphase wieder Präsenzunterricht anzubieten.

Schulen in Corona-Zeiten: Schleswig-Holstein bietet manchen Jahrgängen Beratungen an

Schleswig-Holstein: Nach Aufnahme der Abiturprüfungen am 21. April folgte ab dem 6. Mai der zweite Schritt der Schulöffnungen. Dann wechselten die Jahrgangsstufe 4 an Grundschulen, Schüler aus der Jahrgangsstufe 6 an Gymnasien, die in diesem Jahr die Möglichkeit der Querversetzung haben, sowie die Berufsschulen „nach Maßgabe der Entscheidung der beruflichen Schulen für die einzelnen Klassen und Gruppen“ wieder in den Präsenzunterricht. Für weitere Jahrgänge sind in mehreren Schularten Beratungsangebote geplant.

Schulen in Corona-Zeiten: Unterstützungsbedürftige Schüler werden in Thüringen bevorzugt behandelt

Thüringen: Der Startschuss erfolgte am 27. April für Abiturienten, Abschlussklassen der höheren Berufsfachschule in der Fachrichtung Altenpflege sowie mit den zentralen Abschlussprüfungen der Steuerfachangestellten. Seit dem 4. Mai sind auch die Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen sowie die zehnten Klassen, die die besondere Leistungsfeststellung absolvieren, zurück.

Schüler, die besonderer Unterstützung bedürfen, werden seit dem 7. Mai unabhängig von der Jahrgangsstufe wieder in den Schulen unterrichtet. Die Viertklässler der Grundschulen melden sich am 11. Mai zurück, eine Woche darauf beginnen die Abiturprüfungen.

Über alle bisherigen Entwicklungen rund um die Schulen in Deutschland haben wir in unserem vorherigen News-Ticker berichtet. 

Wir bieten auch Informationen zu Symptomen* der Krankheit, dem Verhalten im Verdachtsfall*, der Quarantäne* und den zu befürchtenden Spätfolgen*.

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

mg

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Pleul

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