G7-Gipfel 

Trump will G7-Gipfel verschieben und Russland einladen

US-Präsident Donald Trump, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel während des G7-Gipfels 2019.
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US-Präsident Donald Trump, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel während des G7-Gipfels 2019.

Donald Trump hält China für mitverantwortlich an der Ausbreitung des Coronavirus. Er will weitere Länder einladen - unter anderem Russland.

  • Der G7-Gipfel soll Ende Juni stattfinden. 
  • Ursprünglich war das Gipfeltreffen als Videokonferenz geplant.
  • US-Präsident Donald Trump* möchte den G7-Gipfel trotz Corona-Krise* in Washington oder Camp David stattfinden lassen. 

Update vom Sonntag, 31.05.2020, 14.50 Uhr: Donald Trumps Plan, Russland zum G7-Gipfel einzuladen, löst in Moskau ein verhaltenes Echo aus. Russland sei bereit zu beliebigen Formaten des Dialogs, aber nur auf Augenhöhe mit anderen Teilnehmern, sagte der Außenpolitiker Konstantin Kossatschow am Sonntag der Agentur Interfax. „Ein Platz als Zuschauer passt Russland nicht“, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im russischen Föderationsrat. Vor allem erwarte Russland nun Details zu der Initiative, um über eine Teilnahme zu entscheiden.

Russland wurde 2014 nach der Einverleibung der Krim aus dem Club ausgeschlossen. Sanktionen von der EU und Russland gegen Russland sind heute noch in Kraft.

G7-Gipfel in den USA: Donald Trump will Russland einladen

Update vom Sonntag, 31.05.2020, 11.51 Uhr: Nach der Absage der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel will US-Präsident Donald Trump den G7-Gipfel in den USA auf September verschieben und das Treffen unter anderem um Russland erweitern. Er habe nicht das Gefühl, dass die „sehr veraltete Gruppe“ der sieben großen Industriestaaten das Geschehen auf der Welt richtig abbilde, sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) nach Angaben mitreisender Journalisten auf dem Flug von Cape Canaveral nach Washington. Er wolle Russland, Südkorea, Australien und Indien zu dem Treffen einladen, das vorzugsweise im September stattfinden solle.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagte, damit würden traditionelle Verbündete zusammengebracht, um über den Umgang mit China zu diskutieren. Trump wirft China vor, die Ausbreitung des Coronavirus nicht verhindert zu haben. Zur „Gruppe der Sieben“ gehören neben den USA auch Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan. Die Aussagen Trumps an Bord der „Air Force One“ wurden vom sogenannten Pool verbreitet - Journalisten, die den Präsidenten begleiten und die Informationen dann an andere Medien weitergeben. Trump hatte im US-Bundesstaat Florida den Start eines bemannten Raumschiffs zur Internationalen Raumstation ISS live verfolgt.

G7-Gipfel: Persönliches Treffen trotz Corona-Krise - Merkel erteilt Trump Absage

Update vom Samstag, 30.05.2020, 10.09 Uhr: Beim G7-Gipfel, den US-Präsident Donald Trump Ende Juni in Washington veranstalten will, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel voraussichtlich nicht dabei sein. Der Grund sei die aktuelle Corona-Krise. Wie ein Regierungssprecher am Samstag in Berlin erklärte, danke die Kanzlerin Trump für seine Einladung. Aber: „Stand heute kann sie in Anbetracht der Pandemie-Gesamtlage ihre persönliche Teilnahme, also eine Reise nach Washington, nicht zusagen.“ Zuvor hatte das Magazin „Politico“ unter Berufung auf Regierungssprecher Steffen Seibert über die Absage berichtet.

US-Präsident Donald Trump strebt für Ende Juni als Zeichen einer Normalisierung ein reales G7-Treffen in Washington an. Er ist in diesem Jahr Gastgeber des Gipfels der sieben führenden Wirtschaftsnationen. Merkel hatte zunächst offen gelassen, ob sie einer Einladung Trumps folgen oder per Videokonferenz teilnehmen werde. In welcher Form auch immer dieses Treffen stattfinde, „ob als Videokonferenz oder anders, ich werde auf jeden Fall für den Multilateralismus kämpfen. Das ist ganz klar. Sowohl bei G7 als auch bei G20“, erklärte die Kanzlerin am 20. Mai.

G7-Gipfel: Trotz Corona-Krise – Donald Trump besteht auf persönlichem Treffen 

Erstmeldung vom 25.05.2020: Washington – Der G7-Gipfel soll Ende Juni in Washington stattfinden. Das sagte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident* Donald Trump am Sonntag dem Fernsehsender CBS. „Der G7-Gipfel wird, wenn er als persönliches Treffen abgehalten wird, was wir glauben, Ende Juni stattfinden“. 

G7-Gipfel: Trotz Corona schlägt US-Regierung physisches Treffen vor 

Die USA sind der Gastgeber für den G7-Gipfel im Jahr 2020. Das Treffen war ursprünglich für den 10. bis 12. Juni 2020 am Landsitz von Donald Trump in Camp David geplant gewesen. Im März wurde das Treffen wegen der Corona-Krise* dann abgesagt und als Videokonferenz angesetzt. 

„Dass der G7-Gipfel in Washington stattfindet, ist sehr wichtig für diese Nationen. Und für die Welt“, twitterte Donald Trump. Bereits am vergangenen Mittwoch (20.05.2020) hatte Trump überraschend angekündigt, angesichts einer Erholung in der Corona-Krise den Gipfel doch als physisches Treffen stattfinden zu lassen. Ein Teil des Gipfels könne laut den Worten Trumps in Camp David stattfinden, der Ort der Wahl sei allerdings das Weiße Haus in Washington.

G7-Gipfel in den USA: Findet das Treffen in Camp David statt? 

Die US-Hauptstadt ist besonders von der Corona-Krise in den USA betroffen. O‚Brien betonte jedoch, der Höhepunkt der Krise sei nahe oder überschritten. „Wenn die Lage es zulässt – und wir glauben, das wird sie, würden wir den G7-Gipfel gerne als persönliches Treffen abhalten“. Er glaube, dass auch die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten ein persönliches Treffen einer Videokonferenz vorzögen. Es habe bereits „großartige Resonanz“ auf Donald Trumps Einladung gegeben. 

G7-Gipfel: Die „Gruppe der Sieben“ 

Zu der „Gruppe der Sieben“, die am Gipfel teilnehmen, gehören neben den Vereinigten Staaten die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan.

Am letzten G7-Gipfel in der französischen Stadt Biarritz nahmen neben Donald Trump, Angela Merkel und Emmanuel Macron auch Italiens Premierminister Giuseppe Conte, der britische Premierminister Boris Johnson, der japanische Premierminister Shinzō Abe sowie Kanadas Premierminister Justin Trudeau und Europaratspräsident Donald Tusk teil. Das Treffen fand unter dem Vorsitz des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron vom 24. bis zum 26. August 2019 statt. 

Der Gipfel behandelte Themen wie etwa den Klimawandel, die Waldbrände im Amazonas-Regenwald, den Syrienkrieg* oder den Konflikt in der Ukraine. 

Marvin Ziegele mit dpa

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Das RKI gibt die Corona-Zahlen für Deutschland bekannt. Drei Bundesländer melden keine Neu-Infektionen, während die Reproduktionszahl in Berlin deutlich über 1 ist.

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