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Scholz äußert jetzt Befürchtung zu Klima-Kleber-Aktionen – und spricht von „keinem guten Einfall“

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Von: Hannes Niemeyer

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Die Klebe-Proteste und Gemälde-Attacken von Klimaaktivisten ebben nicht ab. Nun äußerte sich Bundeskanzler Olaf Scholz zu den jüngsten Vorgängen – und kritisierte scharf.

Berlin – Suppen und Kartoffelbrei auf weltberühmte Gemälde, Klebe-Aktionen in Museen und auf der Straße oder auch Sitzblockaden wie am Flughafen in Amsterdam Schiphol: Die Protestaktionen von Klima-Aktivisten schlagen Wellen. Auch Olaf Scholz bleiben die Aktionen nicht verborgen. Der Kanzler scheint allerdings gar kein Fan von ihnen zu sein.

Olaf Scholz äußert sich zu Klima-Klebern: „Gebe zu, dass ich das nicht gut finde“

Ganz im Gegenteil: Auf dem Debattenkonvent der SPD in Berlin kritisierte der Bundeskanzler das Vorgehen der Protestler nun scharf. „Ich gebe gerne zu, dass ich das nicht gut finde, wenn jetzt Kunstwerke irgendwie bemalt oder mit Brei beworfen werden“, sagte Scholz am Samstag auf die Frage, wie man mehr Verständnis für die Anliegen der Aktivisten schaffen könne. Scholz sagte, man müsse sich überlegen, was man mit Aktionen anrichte.

Mit ihrem Protesten zielen die Klimaaktivisten von Gruppen wie der „Letzten Generation“, „Greenpeace“ oder „Extinction Rebellion“ auf die Dringlichkeit des Kampfes gegen den Klimawandel ab. In den Augen von Scholz werde ein solches Ziel durch die Aktionen allerdings verfehlt.

Olaf Scholz beim SPD-Debattenkonvent. Hier kritisierte er auch die Klebe-Aktionen der Klimaaktivisten.
Olaf Scholz beim SPD-Debattenkonvent. Hier kritisierte er auch die Klebe-Aktionen der Klimaaktivisten. © IMAGO/Chris Emil Janssen

Kanzler Scholz äußert Befürchtung zu Aktionen: „Kein guter Einfall“

Scholz befürchte, dass das Gegenteil zu ihrem Anliegen erreicht werde, wenn sich Aktivsten auf die Straße klebten und den Verkehr behinderten. „Ich glaube, die Leute, die da im Stau stehen, verstehen nicht plötzlich die Ernsthaftigkeit des Anliegens, sondern ärgern sich nur von vorne bis hinten. Und deshalb glaube ich, das ist kein guter Einfall“, sagte Scholz.

Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ kleben sich seit Monaten auf Straßen und behindern damit den Verkehr, zuletzt auch in München. Außerdem bewarfen sie mehrmals berühmte Gemälde in Museen mit Lebensmitteln wie Kartoffelbrei oder Tomatensuppe. Die Festklebe-Aktion von Aktivisten in einem Porsche-Showroom schlug besonders hohe Wellen. (han/dpa)

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