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Ampel-Regierung in Sorge: Deutschland darf 140 Soldaten nicht aus Mali ausfliegen - stattdessen landen Russen

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Von: Patrick Mayer

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Sehen sich mit russischen Kräften konfrontiert: deutsche Bundeswehr-Soldaten im Camp Castor in Mali.
Sehen sich mit russischen Kräften konfrontiert: deutsche Bundeswehr-Soldaten im Camp Castor in Mali. © Kay Nietfeld/dpa

Rund 140 Bundeswehr-Soldaten sitzen nach dem Abzug der Franzosen in Mali fest. Plötzlich rücken russische Truppen an. Die Ampel-Bundesregierung wendet sich vehement an die UN.

München/Gao - Was geht da in Mali vor sich? Was plant Moskau-Machthaber Wladimir Putin in dem westafrikanischen Land?

Deutsche und britische Soldaten der UN-Mission „Minusma“ hatten am Dienstag (16. August) - einen Tag nach dem französischen Abzug aus dem Lager in Gao - das Eintreffen von offenkundig russischen Einsatzkräften auf dem Flughafen der malischen Stadt beobachtet. Begleitet wurden geschätzt 30 mutmaßlich russische Soldaten von je einem Erdkampflugzeug EMB 314 Super Tucano und L39 Albatros.

Russische Kräfte in Gao eingetroffen: Ampel-Regierung besorgt um Bundeswehr-Soldaten in Mali

Die Lage spitzt sich offenbar zu, nachdem zuletzt erneut ein geplanter Flug deutscher Bundeswehr-Soldaten gestoppt werden musste. Zum Hintergrund: Deutsche Gebirgsjäger sollten für den Schutz des Flughafens Gao nach Mali verlegt werden.

Es handelt sich um eben jenes Flugfeld, auf dem nun wohl russische Truppen eintrafen. Und über das eigentlich ein Austausch des deutschen Kontingents stattfinden soll. Unklar blieb am Mittwoch (17. August) jedoch, ob eine von der Bundeswehr für Donnerstag (18. August) eingeplante Rotation deutscher Soldaten grünes Licht der Militärmachthaber in der Hauptstadt Bamaku bekommt.

Im Video: Bundeswehr setzt Mali-Einsatz bis auf Weiteres aus

Das Auswärtige Amt erklärte dazu, am Dienstag hätten 16 truppenstellende Nationen in New York einen Brief an die Vereinten Nationen (UN) übergeben und gefordert, dass sich die UN „noch stärker dafür einsetzen, dass die Arbeitsbedingungen in Mali jetzt schnellstmöglich wieder normalisiert werden“. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte: „Das hat für uns höchste Priorität“. Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium arbeiteten „gemeinsam mit Hochdruck daran, dass diese Flüge für unsere Soldatinnen und Soldaten realisiert werden können“. Die Ankunft russischer uniformierter Kräfte nahe dem Feldlager habe das „Missionsumfeld verändert“.

UN-Mission in Mali: Deutsche Flüge untersagt - 140 Bundeswehr-Soldaten sitzen in Gao fest

Wie der Spiegel schreibt, sitzen mittlerweile rund 140 deutsche Soldaten in dem westafrikanischen Staat fest, deren normale Einsatzzeit bei der UN-Mission bereits beendet wäre. In den vergangenen Tagen hatte das Verteidigungsministerium bereits mitgeteilt, dass die deutsche Bundeswehr ihren Einsatz in Mali bis auf Weiteres aussetzen - also unterbrechen - werde. Als Grund wurden Sicherheitsbedenken nach dem französischen Abzug genannt.

Auf UN-Mission in Mali: Soldatinnen und Soldaten der deutschen Bundeswehr in Gao.
Auf UN-Mission in Mali: Soldatinnen und Soldaten der deutschen Bundeswehr in Gao. © IMAGO / photothek

Die malische Übergangsregierung unter Präsident Assimi Goïta, einem Militäroffizier, der sich im Mai 2021 an die Macht geputscht hatte, arbeitet mittlerweile offen mit Russland zusammen. Erst im Mai hatte indes der Deutsche Bundestag das deutsche Kontingent für die UN-Mission von 1100 auf 1400 Soldatinnen und Soldaten aufgestockt. Aktuell sollen sich rund 1000 Bundeswehr-Soldaten in Mali aufhalten. (pm/dpa)

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