Vernichtende Worte

Nicht alle jubeln: AfD-Fraktionschefin Weidel attackiert Deniz Yücel 

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Alice Weidel während einer AfD-Wahlkampfveranstaltung in Pforzheim. 

Auch hierzulande hatte sich der „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel mit seiner häufig schonungslos-scharfzüngigen Berichterstattung  nicht nur Freunde gemacht. 

Berlin - Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, hat den aus türkischer Haft freigelassenen Journalisten Deniz Yücel einen „antideutschen Hassprediger“ genannt. Auf Facebook schrieb Weidel am Samstag, Yücel als „deutschen Journalisten“ zu bezeichnen, seien „zwei Fakenews in einem Satz“. Weiter heißt es: „Ein unser Land regelrecht hassender "Journalist", der nicht nur einmal die Grenzen des guten Geschmacks verließ, sollte eigentlich keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.“

Weidel bezog sich dabei auf frühere Artikel Yücels, in denen er vom „Deutschensterben“ geschrieben und dem umstrittenen Autor Thilo Sarrazin einen Schlaganfall gewünscht habe. Am Freitag hatte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen erklärt, er hoffe, dass Yücel die Zeit im Gefängnis zur Besinnung genutzt habe, um solche „menschenfeindlichen, zynischen Sprüche, wie er sie in der Vergangenheit häufiger getätigt hat, nicht mehr zu bringen.“ 

Zahlreiche AfD-Politiker sind Weidels Meinung

Einige AfD-Politiker nahmen Yücels Rückkehr ebenfalls zum Anlass, gegen diesen zu hetzen. So schrieb der Landesvorsitzender der AfD Rheinland-Pfalz Uwe Junge auf Twitter: “Deshalb ist mir das Schicksal von Herrn Yücel nicht ganz so wichtig!” und teilte dazu folgendes Zitat: 

Dass Deniz Yücel diese Zeilen im Zuge einer satirischen Kolumne mit dem Titel “Super, Deutschland schafft sich ab!“ verfasst hatte, wird in diesem diesem Kontext zumeist nicht erwähnt. 

dpa/sl

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