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Korruption Grund für Russlands schlecht ausgerüstete Soldaten? Putin will nun offenbar reagieren

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Von: Florian Naumann, Stephanie Munk, Fabian Müller

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Russland will sich im Ukraine-Krieg aus Cherson zurückziehen, die Ukraine reagiert skeptisch. Unterdessen will Putin die schlechte Ausrüstung seiner Soldaten verbessern. News-Ticker.

Update vom 10. November, 15.10 Uhr: Was bedeutet der russische Rückzug aus Cherson? Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zeigte sich nun skeptisch. „Wir müssen jetzt sehen, wie sich die Lage vor Ort in den nächsten Tagen entwickelt“, sagte er am Rande von Gesprächen mit der neuen italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni in Rom. Klar sei aber, dass Russland schwer unter Druck stehe. Italien stehe mit den anderen Alliierten „Schulter an Schulter“, um die Ukraine so lange wie nötig zu unterstützen, sagte er außerdem.

Ähnlich äußerte sich der deutsche Militärexperte Erich Vad in einem Gespräch mit Merkur.de von IPPEN.MEDIA. Er wertete Russlands Rückzug aus Cherson explizit nicht als militärische Niederlage Putins.

Lage in Cherson im Ukraine-Krieg: „Der Feind macht uns keine Geschenke“

Update vom 10. November, 12.50 Uhr: Die Ukraine hat misstrauisch auf Russlands Ankündigung eines Truppen-Rückzugs aus der Stadt Cherson reagiert. „Der Feind macht uns keine Geschenke, macht keine ‚Gesten des guten Willens‘“, warnte Selenskyj am Mittwoch in einer Videobotschaft. Daher gehe die ukrainische Armee „sehr vorsichtig, ohne Emotionen, ohne unnötiges Risiko“ vor.

Der ukrainische Abgeordnete und Unterhändler David Arachamia sagte ebenfalls, Kiew werde sich nicht in Sicherheit wiegen lassen. „Wir vertrauen dem Feind nicht und werden unseren Plänen zur Befreiung der Gebiete entsprechend handeln“, erklärte er. Früher oder später würden die Russen die besetzten Gebiete verlassen „oder sie werden vernichtet“.

US-Präsident Joe Biden sagte, die russische Rückzugsankündigung zeige, dass das russische Militär „echte Probleme“ im Ukraine-Krieg habe. Die russische Armee erklärte am Donnerstag, der Rückzug der russischen Truppen aus Cherson habe begonnen. „Einheiten der russischen Truppen manövrieren sich zu den Positionen am linken Ufer des Flusses Dnipro, in Übereinstimmung mit dem genehmigten Plan“, erklärte das Verteidigungsministerium.

Korruption Grund für Russlands schlecht ausgerüstete Soldaten? Putin will nun offenbar reagieren

Update vom 10. November, 12.00 Uhr: Dass Russlands Soldaten mangelhaft für ihren Einsatz in der Ukraine ausgerüstet sind, darüber kursieren seit Kriegsbeginn viele Berichte: Teilweise gebe es nicht einmal Helme oder Waffen. Rekruten kauften sich von ihrem eigenen Geld Schlafsäcke, Medizin oder sogar Armeestiefel für den Winter.

Jetzt will Wladimir Putin die Finanzflüsse für die Armeeausgaben schärfer kontrollieren lassen. Bis Freitag müsse die russische Regierung Vorschläge für eine bessere Ausgabenkontrolle und den zielgerichteten Einsatz der Haushaltsmittel für die „militärische Spezialoperation“ in der Ukraine vorlegen, heißt es in einer Aufgabenliste, die der Kreml am Donnerstag veröffentlicht hat.

Um die Qualität der Ausrüstung zu verbessern, soll außerdem eine Art direkter Draht zwischen den in der Ukraine eingesetzten Einheiten und den Herstellern von Rüstungsgütern etabliert werden. Damit soll offenbar auch Korruption und die Veruntreuung von Haushaltsmitteln für die Ausrüstung der Armee unterbunden werden.

Beim Besuch eines Truppenübungsplatzes bei Moskau kontrollierte Putin im Oktober 2022 demonstrativ die Ausrüstung der Kämpfer.
Beim Besuch eines Truppenübungsplatzes bei Moskau kontrollierte Putin im Oktober 2022 demonstrativ die Ausrüstung der Kämpfer. © Russian President Press Office/Imago

Ukraine erobert Stadt Snihuriwka zurück - „Bedeutsamer Sieg“

Update vom 10. November, 11.02 Uhr: Die ukrainische Armee hat offenbar die Stadt Snihuriwka zurückerobert. Das Nachrichtenportal Nexta hat auf Twitter ein Video veröffentlicht, das ukrainische Soldaten bei Hissen der Flagge auf dem Hauptplatz zeigt. Ein Soldat soll in dem Video laut einem Bericht von CNN sagen: „Heute, am 10. November, wurde Snihuriwka vom 131. Aufklärungs-Bataillon befreit. Ehre der Ukraine!“ Eine Gruppe von Bewohnern applaudieren dazu.

Die Stadt mit rund 12.000 Einwohnern liegt an der Grenze der beiden Regionen Mykolajiw und Cherson, an der Verbindungsstraße zur Großstadt Cherson, die Russland im Ukraine-Krieg besetzt hält.

Laut CNN ist die Rückeroberung von Snihuriwka ein „bedeutsamer Sieg“ der ukrainischen Armee bei ihrer Offensive auf Cherson. Erst am Mittwoch hatte Russlands Verteidigungsminister Schoigu angekündigt, dass sich die russischen Truppen vom westlichen Ufer des Dnipro-Flusses in der Region Cherson zurückziehen würden. Die Ukraine bleibt jedoch skeptisch.

Update vom 10. November, 10.50 Uhr: Was US-General Mark Milley gerade in einer Rede in New York verkündete, war in dieser Drastik wohl vielen nicht bewusst: Rund 200.000 Soldaten seien im Krieg in der Ukraine getötet oder verletzt worden, hinzu kämen 40.000 tote Zivilisten. Der ranghöchste militärische Berater von US-Präsident Joe Biden hatte aber auch vorsichtig optimistische Nachrichten.

Ukraine befreit Ortschaften Prawdino und Kalinowskoje

Update vom 9. November, 22.00 Uhr: Die südukrainische Stadt Kriwyj Rih ist von russischen Angriffen getroffen worden. Laut der ukrainischen Militärverwaltung kamen dabei zahlreiche Kassettenbomben mit Streumunition aus russischen Raketenwerfern zum Einsatz. Die Bevölkerung wurde zu besonderer Vorsicht aufgerufen, um nicht die kleinen, zylinderförmigen Sprengsätze auszulösen.

Derweil rückten weiter südlich ukrainische Soldaten auf die Stadt Cherson vor, aus der sich die russischen Truppen laut Befehl der Militärführung zurückziehen sollten. Die ukrainischen Medien berichteten von der „Befreiung“ der Ortschaften Prawdino und Kalinowskoje nach schweren Kämpfen der vergangenen Tage. Dem Einmarsch der Ukrainer sei aber der Abzug der Russen aus den beiden Orten vorausgegangen, berichtete die Ukrajinska Prawda.

Russland will Vorbereitungen ukrainischer Streitkräfte auf ein Vorrücken in Richtung des Atomkraftwerks Saporischschja erkannt haben. Dazu seien rund um die Stadt Saporischschja rund 7000 ukrainische Soldaten zusammengezogen worden, zitierte die Agentur Tass einen Vertreter der Besatzungsverwaltung, Wladimir Rogow. Unter diesen Truppen seien auch etwa 300 Kommandosoldaten, die für diesen Einsatz speziell in Großbritannien ausgebildet worden seien. Alle Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Schoigu ordnet Russlands Rückzug aus Cherson an

Update vom 9. November, 18 Uhr: Die russischen Truppen geben weiteres im Zuge des Ukraine-Kriegs erobertes Gebiet auf. Die von Putin entsandten Soldaten ziehen sich unter dem Druck der Gegenoffensive aus einem strategisch wichtigen Teil des annektierten südlichen Gebiets Cherson zurück. Wie im russischen Staatsfernsehen zu sehen war, ordnete Verteidigungsminister Sergej Schoigu die Räumung des rechten Ufers des Flusses Dnipro an.

Ukraine-Krieg: Vize-Verwaltungschef der Region Cherson bei Unfall gestorben

Update vom 9. November, 15.40 Uhr: Nach Informationen der staatlichen russischen Nachrichtenagenturen Tass und Ria Nowosti ist der von Moskau eingesetzte Vize-Verwaltungschef der Region Cherson, Kirill Stremoussow, ums Leben gekommen. Demnach starb der Ukrainer, der als einer der lautstärksten Verfechter der russischen Invasion galt, bei einem Verkehrsunfall zwischen Cherson und Armjansk auf der Krim. Stremoussow war maßgeblich an der Organisation und Unterstützung des Referendums für die Annexion des besetzten Gebiets durch Russland beteiligt.

Update vom 9. November, 15.13 Uhr: Die russische Kriegsflotte im Schwarzen Meer hat offenbar Probleme im Militärgeschehen in der Ukraine. 80 Prozent ihrer Schiffe sind wohl untüchtig: „Damit meine ich nicht, dass sie gesunken sind, aber sie sind aktuell schlicht arbeitsunfähig“, sagte der israelische Historiker Yigal Levin jetzt zu Radio NV, wie der Kyiv Independent berichtet.

Update vom 9. November, 12.29 Uhr: Die russische Invasion in die Ukraine ist nach Ansicht des US-Pentagon für Moskau zum „massiven strategischen Fehler“ geworden. Das sagte laut CNN nun der Spitzenbeamte Colin Kahl. Seiner Einschätzung nach hat Russland in dem Krieg bereits die Hälfte seiner „Haupt“-Kampfpanzer und die Mehrzahl seiner Präzisionswaffen verloren.

„Putin hat versagt“, zitierte der US-Sender Kahl. „Russland wird aus diesem Krieg geschwächt hervorgehen.“ 80 Prozent seiner Bodentruppen habe Russland „versenkt“.

Wladimir Putin
Das Pentagon attestiert Wladimir Putin (Archivbild) im Ukraine-Krieg das „Versenken“ seiner Bodentruppen. © Maksim Blinov / AP / dpa

Update vom 9. November, 8.30 Uhr: Der ukrainische Generalstab berichtet am Morgen von Erfolgen bei der Abwehr russischer Angriffe. Sowohl in der Oblast Luhansk als auch an vielen Orten in der Oblast Donezk – darunter nahe der seit langem umkämpften Stadt Bachmut – seien Attacken zurückgeschlagen worden, berichtet Kyiv Independent unter Berufung auf die Militärführung in Kiew. Zugleich seien neun Drohnen abgeschossen worden. Von Offensivbemühungen war zunächst nicht die Rede. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig verifizieren.

Putins Truppen in „heftigen Positionskämpfen“? Kiew erhebt auch Vorwürfe gegen Belarus

Update vom 9. November, 7.20 Uhr: Trotz intensiver Kämpfe in den Kriegsgebieten der Ukraine bleibt die Lage laut Präsident Wolodymyr Selenskyj statisch. Zwar gebe es aktuell weniger Neuigkeiten aus den Kampfgebieten, sagte Selenskyj am Dienstagabend in seiner täglichen Videoansprache. „Das heißt aber nicht, dass die Intensität der Kämpfe geringer geworden ist.“ Die Lage sei „weiterhin schwierig“. Selenskyjs Generäle berichteten unterdessen von neuen Raketen- und Luftangriffen des russischen Militärs sowie von weiteren Plünderungen.

„In einigen Gebieten gehen nach wie vor heftige Positionskämpfe weiter“, sagte Selenskyj. „Und es ist auch wie zuvor im Gebiet von Donezk besonders schwierig.“ Der Befehl an die russischen Truppen, bis an die Grenzen des Verwaltungsgebiets vorzudringen, gelte weiterhin. Aber, so Selenskyj: „Wir geben dort keinen einzigen Zentimeter unseres Landes auf.“

Der ukrainische Generalstab teilte mit, bei russischen Angriffen in den Gebieten Charkiw, Donezk, Saporischschja und Cherson seien am Dienstag sowohl Raketen als auch Kampfflugzeuge zum Einsatz gekommen. „Unter Verletzung des humanitären Völkerrechts und der Regeln der Kriegsführung werden weiterhin kritische Infrastruktur und Wohnhäuser angegriffen“, schrieben die Militärs auf Facebook. Der Generalstab warf Belarus vor, die Angriffe Russlands gegen ukrainische Ziele „Infrastruktur, Territorium und Luftraum“ weiterhin zu unterstützen. „Es besteht auch weiterhin die Gefahr, dass der Feind Luftangriffe mit Kampfdrohnen vom Territorium und Luftraum dieses Landes aus startet.“

Update vom 8. November, 19.05 Uhr: Laut der Ukraine setzt Russland seine Raketenangriffe und Plünderungen fort. Das russische Militär griff auch am Dienstag eine Reihe von Zielen in der Ukraine an. Wie der ukrainische Generalstab mitteilte, seien bei den Angriffen in den Gebieten Charkiw, Donezk, Saporischschja und Cherson sowohl Raketen als auch Kampfflugzeuge zum Einsatz gekommen. „Unter Verletzung des humanitären Völkerrechts“, schrieben die Militärs auf Facebook.

In der Region um die südukrainische Stadt Cherson registrierte der Generalstab in Kiew die fortgesetzte organisierte Plünderung durch russische Soldaten. So seien am Vortag Konvois mit gestohlenen Haushaltsgeräten und Baumaterialien beobachtet worden, zugleich werde die Demontage von Mobilfunkmasten und -anlagen fortgesetzt.

Russlands Verteidigungsminister in der Ukraine: Schoigu lässt sich von Kommandeur Lage erklären

Update vom 8. November, 17.26 Uhr: Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat Angaben aus Moskau zufolge eigene Soldaten in der Ukraine besucht. Sein Ministerium veröffentlichte am Dienstag ein Video, das zeigt, wie Schoigu sich von dem neuen Kommandeur der russischen Truppen im Nachbarland, Sergej Surowikin, die militärische Lage erklären lässt. Zudem zeichnete der Politiker russische Soldaten mit Orden aus. Wo genau in der Ukraine Schoigu sich aufgehalten haben soll, wurde nicht bekanntgegeben.

Mehr als acht Monate nach Beginn des Angriffskriegs stehen die russischen Besatzer insbesondere in der südukrainischen Region Cherson zunehmend unter Druck. Surowikin hatte bereits Ende Oktober „schwierige Entscheidungen“ angekündigt, was Beobachter damals als Indiz für einen geplanten Abzug deuteten. Auch am Dienstag berichteten sowohl die russische als auch die ukrainische Seite über andauernde heftige Kämpfe in Cherson.

Russische Mechaniker der Einheiten des südöstlichen Militärbezirks reparieren einen BMP-3-Schützenpanzer im Feld.
Russische Mechaniker der Einheiten des südöstlichen Militärbezirks reparieren einen BMP-3-Schützenpanzer im Feld. © IMAGO/Konstantin Mihalchevskiy

Putins Armee in großer Sorge? Geheimdienst beobachtet Vorkehrungen gegen „Front-Durchbrüche“

Update vom 8. November, 12.44 Uhr: Russland bereitet sich im Ukraine-Krieg offenbar intensiv auf Front-Durchbrüche der ukrainischen Armee vor. Russische Truppen seien derzeit dabei, massive Verteidigungsanlagen hinter der derzeitigen Frontlinie zu bauen, heißt es in einem Bericht des britischen Verteidigungsministeriums - unter anderem rund um die besetzte südukrainische Hafenstadt Mariupol.

In zwei Werken in Mariupol würden zum Zweck der Verteidigung derzeit pyramidenförmige Panzerabwehrstrukturen aus Beton hergestellt, sogenannte Drachenzähne. Zwischen Mariupol und den Dörfern Nikolske und Staryi Krym habe Russland wahrscheinlich bereits solche Konstrukte aufgestellt, heißt es. Auch habe die russische Armee die Panzersperren in besetzte Gebiete in Saporischschja und Cherson transportiert. Die Sperren zwingen Panzer zum Anhalten oder zumindest zum langsamen Fahrten.

Update vom 8. November, 12.00 Uhr: Wladimir Putin scheint im Ukraine-Krieg inzwischen ernsthaft einen Rückzug aus der Region Cherson zu erwägen. Einem russischen Exilmedium zufolge soll bereits ein Plan vorliegen, wie russischen Bürgern die Schmach erklärt werden soll. Mehr zu dem Propaganda-Plan des Kreml lesen Sie hier.

Ukraine-News: 300 Soldaten in den Tod geschickt? Putins Ministerium reagiert mit seltener Erklärung

Moskau – Über 300 tote, verletzte und vermisste russische Soldaten in nur vier Tagen: Das sei die Folge einer sinnlosen Offensive im Ukraine-Krieg, prangert eine russische Brigade in einem Protestbrief an, den Militärblogger auf Telegram verbreiten. Die Elite-Einheit kritisiert darin Wladimir Putins Militärführung bitter: Die 155. Marine-Infanteriebrigade der Pazifikflotte sei in einen „nicht nachvollziehbaren“ Angriff nahe dem Dorf Pawliwka im Donezk geschickt worden, der zum Desaster geführt und hunderte Soldaten ins Verderben gestürzt habe.

Ukraine-News: Bittere Vorwürfe von eigenen Soldaten – Russische Führung reagiert mit seltener Erklärung

Das russische Verteidigungsministerium hat jetzt mit einer seltenen Erklärung auf den Brief reagiert, wie das US-amerikanische „Institute for the Study on War“ (ISW) in einer aktuellen Analyse schreibt. In dem Statement entgegnete das Ministerium, dass anders als behauptet nur ein Prozent der Brigade getötet und weniger als sieben Prozent innerhalb der letzten zehn Tage verwundet worden seien. Stattdessen habe die ukrainische Armee viele Soldaten verloren.

Position zu den Vorwürfen bezog laut dem Bericht auch Oleg Koschemjako, Gouverneur der Region Primorsky Krai und direkter Adressat des Protestbriefes. Er behauptet ebenfalls, die Verluste der Brigade seien stark übertrieben worden – und spekuliert sogar, dass der Brief ein Produkt des ukrainischen Geheimdienstes sei, ohne dafür Beweise zu liefern.

Ein russischer Soldat trainiert für den Einsatz im Ukraine-Krieg.
Ein russischer Soldat trainiert für den Einsatz im Ukraine-Krieg. © Lev Fedoseyev/TASS/Imago

Ukraine-News: Stellungnahme von Putins Ministerium weist laut ISW auf zwei Phänomene hin

Die Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums zu dem Protestbrief sei deshalb so bemerkenswert, weil das Ministerium bisher stets schmallippig auf die Kritik russischer Militärblogger reagiert habe, schreibt das ISW.

Dass es diesmal anders sei, deute einerseits darauf hin, dass die Situation in der betroffenen Gebiet bei Pawliwka so schlimm sei, dass die russische Führung sich zu einer Reaktion gezwungen sehe. Andererseits scheine ein Teil der Blogger mittlerweile genug Macht zu besitzen, um die Kommunikationspolitik des Verteidigungsministeriums zu prägen.

Im Ukraine-Krieg kämpfen nicht nur die Armeen Russland und der Ukraine, sondern auch Milizen direkt an der Front. So unter anderem die Georgian Legion, eine Truppe von rund 1000 georgischen Soldaten, aber auch anderen Ausländern. (smu)

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