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Wirrwarr um Freedom Day: Welche Corona-Regeln in Ihrem Supermarkt ab heute wirklich gelten

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Von: Thomas Eldersch

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Ohne Maske einkaufen. Eigentlich ist das ab heute in Deutschland gesetzlich wieder erlaubt. Die Bundesländer haben aber etwas dagegen und ziehen ihre letzte Option.

München – Ab heute scheint Corona* vorbei - zumindest, wenn es nach der Bundesregierung und ihrem neuen Infektionsschutzgesetz geht. Der so viel zitierte „Freedom Day“ ist da. Offiziell fallen ab dem heutigen Sonntag, 20. März, ein Großteil der Corona-Schutzmaßnahmen weg. Was bleibt – ein Basisschutz und eine viel diskutierte Hotspot-Regelung. Besonders, wenn morgen Supermärkte und Geschäfte wieder ihre Türen öffnen, dürfte man auf ein geliebtes oder gehasstes Accessoire verzichten – die Maske.

Corona-Regeln im Supermarkt: Freedom Day? Was ab morgen in Ihrem Aldi, Lidl, Edeka und Rewe wirklich gilt

So sieht es jedenfalls das Gesetz vor. In der Realität wird jeder Deutsche den Mund-Nasen-Schutz auch noch am Montag (21. März) beim Shoppen aufsetzen müssen. Denn jedes Bundesland zieht die Ausnahme von der Regel. Bis maximal 2. April dürfen die Länder noch an den alten Regeln festhalten. Danach gilt die Maskenpflicht nur noch in Bus und Bahn sowie in medizinischen Einrichtungen. Aber nicht alle Ministerpräsidenten wollten die vollen zwei Wochen ausschöpfen. So sieht es in Ihrem Bundesland aus:

Nach dem 2. April können die Länder auf die Hotspot-Regelung zurückgreifen, um örtlich oder regional gegen steigende Infektionszahlen vorzugehen. Dies müsse in Zukunft von den Länderparlamenten beschlossen werden. Viele Länderchefs zeigten sich nicht begeistert von der Option. „Die Corona-Zahlen steigen an, der Bund steigt aus“, kritisierte Bayerns Landeschef Markus Söder (CSU) in der vergangenen Woche*. Die Regelung sei zu bürokratisch und aufwendig, um schnell auf Ausbrüche reagieren zu können. Dies konterte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach* (SPD) in der ARD. Die Länderchefs seien nur verärgert, weil die Entscheidung jetzt bei den Parlamenten liege und nicht mehr bei ihnen.

Ende der Maskenpflicht: Viele Deutsche gegen eine Abschaffung der Regel

Die meisten Deutschen halten eine Abschaffung der Maskenpflicht im Einzelhandel für keine gute Entscheidung. Das belegt auch eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von RTL und ntv. Demnach sagten 65 Prozent der knapp über 1000 befragten Personen, dass die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske vorerst weitgehend bestehen bleiben sollte. 23 Prozent sprachen sich laut Trendbarometer für eine Abschaffung der Maskenpflicht in manchen Bereichen aus. Zwölf Prozent meinten hingegen, die Maskenpflicht solle komplett abgeschafft werden. (tel) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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