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NBA 2K23 im Test: Eine Reise in die NBA-Vergangenheit

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Von: Ömer Kayali

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Screenshot NBA 2K23
„NBA 2K23“ lässt die 80er- und 90er-Jahre der NBA virtuell aufleben. © 2K

„NBA 2K23“ ist eine Basketball-Simulation für Neulinge und eingefleischte NBA-Fans gleichermaßen. Vor allem Nostalgikern wird dieses Jahr viel geboten.

Für die Entwickler von Sportspielen muss es schwierig sein, diese jedes Jahr aufs Neue zu verbessern. Die Grafik und die Präsentation sind bei „NBA 2K“ schon lange auf einem sehr hohen Niveau. Wie soll man das noch toppen? Stattdessen haben sich die Entwickler von Visual Concepts bei „NBA 2K23“ andere Neuerungen einfallen lassen und deshalb die glorreichen 80er- und 90er Jahre der NBA virtuell aufleben lassen. Aber auch am Gameplay wurden einige Stellschrauben gedreht, die „NBA 2K23“ noch etwas realistischer machen.

„NBA 2K23“ Gameplay: Neue Adrenalinschübe und Sprungwürfe

Blicken wir zunächst auf das Wichtigste: Das Gameplay. Schließlich ist das bei einem Sportspiel das A und O. Was die Spielzüge und Taktiken betrifft, ist „NBA 2K“ bereits seit langem unglaublich realistisch. In diesem Jahr haben die Entwickler in der neuesten Version bei den Bewegungen der Spieler diesmal einiges verändert.

Zum einen sind da die neuen Adrenalinschübe – drei zusätzliche Balken unter der Ausdauer-Anzeige. Diese werden aufgebraucht, sobald eine bestimmte Aktion auf dem Spielfeld ausgeführt wird, etwa bei einem Steal- oder Block-Versuch, beim vorbei Dribbeln am Verteidiger oder beim Rebound. Das ist eine sinnvolle Änderung, die verhindert, dass Spieler mit diesen Moves nicht übertreiben und den Ball abspielen müssen – gerade bei Online-Matches ist das wünschenswert, da viele Spieler einfach nicht passen wollen und etliche Dribblings aneinander reihen.

Eine weitere interessante Neuerung ist, dass die Auswahl der Sprungwurf-Animation nicht mehr nur der Ästhetik dient. Jeder Jumpshot hat eigene Werte auf Abwurfhöhe, Geschwindigkeit, Beeinflussung durch die Defensive und Timing. Zudem ist jeder Sprungwurf an ein bestimmtes Sprungwurf-Level oder eine andere Eigenschaft gebunden. Daher wird schon eine hohe 90er-Wertung für Dreipunktewürfe benötigt, bevor man beispielsweise den Steph Curry-Sprungwurf freischalten kann.

„NBA 2K23“: Die Jordan Challenge ist zurück

NBA 2K23 Jordan Challenge Michael Jordan Basketball
„NBA 2K23“: Bei der „Jordan Challenge“ geht es zurück in die 80er- und 90er – angefangen beim Meisterschaftsspiel zwischen North Carolina und Georgetown im Jahr 1982. © 2K

Beim Basketball wird die Trikotnummer 23 immer mit Michael Jordan verbunden. Passend zum Jahr widmen die Entwickler „NBA 2K23“ daher „Air Jordan“ und seiner legendären Karriere. Aus diesem Grund ist die beliebte „Jordan Challenge“ zurück, die erstmals in „NBA 2K11“ als Modus verfügbar war. Insgesamt können 15 Momente aus Jordans Karriere nachgespielt werden. Spieler müssen dabei bestimmte Aufgaben erfüllen, etwa 63 Punkte gegen die Boston Celtics im Jahr 1986 zu erzielen – dem wohl besten Team der 80er-Jahre.

Für jüngere Basketball-Fans ist das eine großartige Geschichtsstunde und sie wird sicherlich dazu führen, dass sie sich einige Clips der echten Spiele im Internet ansehen. Und für ältere Basketball-Fans ist es eine geniale Reise in die Vergangenheit, da das Spiel dank Grafikfilter die TV-Übertragungen des jeweiligen Jahrzehnts nachstellt. Und das ist auch beim neuen „MyNBA Eras“-Modus der Fall, auf den wir im folgenden Abschnitt eingehen.

„MyNBA Eras“ mit klassischen Teams – aber nicht allen Spielern

Screenshot „NBA 2K23“.
„NBA 2K23“ bringt die NBA der vergangenen Jahrzehnte zurück. © 2K

Der brandneue „MyNBA Eras“-Modus ist eines der Highlights in „NBA 2K23“. Darin übernehmen Spieler die Kontrolle über eine Mannschaft in einem der vergangenen Jahrzehnte. Vier Ären stehen hier zur Auswahl:

Der Modus beinhaltet Retro-NBA-Spielfelder und Kommentare sowie die zeitgemäßen Logos und Trikots der Mannschaften. Auch das Gameplay wurde entsprechend angepasst, da der Basketball in den 80ern wesentlich langsamer war als heutzutage – außerdem waren Dreipunkte-Würfe eine Seltenheit. Die Kader wurden zudem weitgehend rekonstruiert, ebenso wie die Gehälter der Spieler. Allerdings fehlen zwei Stars der Jordan-Ära: Charles Barkley und Reggie Miller – zwei der wichtigsten Gegenspieler von Michael Jordan. Schon in vergangenen „2K“-Titeln waren sie nicht verfügbar.

„NBA 2K23“ und das Problem mit den Ingame-Käufen

„MyPlayer“ und „MyTeam“ zählen bei vielen „NBA 2K“-Spielern zu den beliebtesten Modi. Darin erstellen sie ihre eigenen NBA-Athleten und Mannschaften. Der „MyTeam“-Modus ist vergleichbar mit den „Ultimate Teams“ bei „FIFA“. Das heißt, die Teams werden mit Spielerkarten, die man aus Packs erhält, zusammengestellt. Doch diese nur durch das Spielen freizuschalten würde dutzende Stunden in Anspruch nehmen, ebenso wie der Fortschritt des „MyPlayers“. Denn dafür wird „VC“ benötigt – „Virtual Currency“. Die Ingame-Währung kann aber auch mit echtem Geld gekauft werden, was wesentlich schneller geht. Daher ist die Versuchung bei manchen sicherlich groß, sich die „VC“ kurz im Ingame-Shop zu kaufen.

„NBA 2K23“ hat auch wieder einen Story-Modus

Im „MyCareer“-Modus können Spieler wieder mal das Leben eines aufstrebenden NBA-Athleten virtuell nachleben. Hier haben erneut einige bekannte NBA-Stars einen Auftritt, aber auch Star-Rapper J. Cole taucht auf. Denn neben dem Basketball spielt in „NBA 2K23“ auch Musik und Mode sowie Social Media verstärkt eine Rolle – was für ein älteres Publikum jedoch etwas befremdlich wirken könnte. Andererseits ist das Spiel dadurch sehr abwechslungsreich. Allzu viel Tiefgang sollte man bei der Story jedoch nicht erwarten.

„NBA 2K23“ im Test: Unser Fazit

Vor allem dank der „Jordan Challenge“ und der neuen „MyNBA Eras“ ist „NBA 2K23“ besonders umfangreich und hebt sich von den Vorgänger-Versionen ab. Was das Gameplay betrifft, handelt es sich um kleinere, aber sehr sinnvolle Verbesserungen. Unterm Strich ist die „NBA 2K“-Reihe nicht nur das beste Basketball-Spiel auf dem Markt, sondern auch weit oben im Genre der Sport-Simulationen.

Im Video: Trailer zu „NBA 2K23“

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