Grillen von A bis Z

Grillen von A bis Z: Tipps, Rezepte und häufige Fehler

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Richtig grillen will gelernt sein: Mit unserem Grill-Ratgeber sind Sie gut auf die Grillsaison vorbereitet.

Welcher Grill ist der richtige für mich? Wie funktioniert indirektes Grillen? Was ist ein Smoker? Alles Wissenswerte rund ums Grillen finden Sie im großen Grill-Ratgeber. 

Saftig gegrilltes Rindersteak, knackige Bratwürste und ein unwiderstehlicher Duft: Wenn im Sommer die Sonne vom Himmel lacht, gibt es für die meisten Deutschen nichts Schöneres, als zu grillen. Schnell noch ein paar Freunde oder die Familie zusammengetrommelt und schon kann's losgehen. 

Woher kommt eigentlich die Bezeichnung Grillen und Barbecue (BBQ)? 

Das deutsche Wort grillen stammt vom englischen Wort to grill sowie dem französischen griller ab und bezeichnet das Braten in Wärmestrahlung. Ihren Ursprung haben diese beiden Wörter vom lateinischen craticulum, was soviel wie "Flechtwerk" oder "kleiner Rost" heißt.

Grillen über dem offenen Feuer ist eine sehr ursprüngliche Methode, Lebensmittel zu garen. Auch die Indianer in der Karibik grillten ihr Fleisch mit Holzgerüsten über offenem Feuer - oder in einem Erdloch. Das Ganze nannten Sie buccan, das in der spanisch-mexikanischen Sprache schließlich zu barbacoa und später zum englischen Barbecue (kurz: BBQ) wurde. Erstmals erwähnt wurde das Barbecue im Jahr 1526 - und schmeckt heute noch mindestens genauso gut wie damals. 

Grillen und Barbecue: Was ist der Unterschied?

Obwohl grillen und Barbecue heutzutage oft synonym verwendet werden, unterscheiden sich beide Methoden erheblich: 

Beim Barbecue gart das Fleisch indirekt durch heißen Rauch, bei Temperaturen zwischen 100 und 130 Grad. So können auch große Fleischstücke wie ganze Schweine bis zu 24 Stunden gegart werden. 

Beim Grillen wird das Grillgut direkt über der Hitzequelle gegart, während seine Oberfläche geröstet wird. So entstehen Temperaturen zwischen 200 und 300 Grad. Als Hitzequellen dienen Holzfeuer und seine Glut, Gas und durch Gas erhitzte Steine oder elektrisch betriebene Heitzschleifen. 

Grillen: Diese Dinge brauchen Sie zum Grillen

Mit dieser Übersichtsliste sollte Ihrem Grillabend nichts mehr im Wege stehen:

  • Grill
  • Grill-Zubehör: Holzkohle, Briketts oder Gas (je nach Grill-Art), evtl. Grillanzünder, evtl. Föhn, Grillzange, Grillrost, Grillschalen, Grill-Thermometer, evtl. ein Grilltisch
  • Grillgut wie Fleisch, Bratwürste, Fisch, Gemüse
  • Beilagen
  • Salate
  • Brot
  • Soßen
  • Getränke

Von Holzkohle- bis Gasgrill: Diese Grill-Arten gibt es

Das wichtigste Zubehör beim Grillen ist zweifellos der Grill. Wenn Sie noch keinen Grill besitzen oder mit Ihrem bisherigen unzufrieden sind, stehen Sie beim Neukauf vor der Qual der Wahl: Welcher Grill ist der richtige für mich? 

Die wichtigsten Unterschiede: Grills unterscheiden sich hauptsächlich in der Art, wie sie Hitze zum Grillen erzeugen: mit Holzkohle bzw. Briketts, Gas oder Strom. Darunter gib es zahlreiche Unterformen und Spezial-Grills für verschiedene Anlässe. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Grills mit Deckel und offene Grills.

Damit Sie einen Überblick erhalten, welche Grills überhaupt erhältlich sind, haben wir für Sie eine Liste mit den wichtigsten Grill-Arten zusammengestellt:

1. Unterschiede nach Hitzequelle

  • Holzkohlegrill
  • Gasgrill
  • Elektrogrill

2. Grill-Unterformen

  • Kugelgrill
  • Lavasteingrill
  • Smoker
  • Kamingrill
  • Säulengrill
  • Schwenkgrill

3. Spezial-Grills

  • Camping-Grill
  • Balkon-Grill
  • Einweggrill
  • Tischgrill
  • rauchfreier Grill
  • Grillfass
  • Spanferkelgrill

Holzkohlegrill: Grillen mit offenem Feuer

Würstchen, Steak, Gemüse: Alles wird leckerer, wenn man es grillt.

Die beliebteste und "ursprünglichste" Art zu Grillen ist zweifellos das Grillen mit Holzkohle. Allerdings benötigt ein Holzkohlegrill einiges an Vorlaufzeit, denn Grillkohle muss erst ordentlich durchglühen, um genügend Hitze zum Grillen zu erzeugen. Dafür müssen Sie im Vorfeld ausreichend Zeit einplanen, bevor Sie Ihre Grill-Leckereien genießen können - etwa 30 bis 40 Minuten. Einmal einsatzbereit, überzeugt der Holzkohlegrill dafür mit seiner unschlagbaren Atmosphäre, die offenes Feuer bietet, sowie einem intensiven Grillaroma.

Elektrogrill: Grillen mit Strom

Wer es schneller mag, sollte sich einen Elektrogrill zulegen: Einfach den Stecker in die Steckdose und in wenigen Minuten ist der Grill startklar. Neben der Zeitersparnis birgt der Elektrogrill aber auch noch einen weiteren großen Vorteil: Im Gegensatz zum Holzkohlegrill entwickelt er beim Braten kaum Rauch. Somit eignet er sich perfekt für den Balkon, da Sie Ihre Nachbarn so nicht mit unangenehmen Gestank stören. 

Da er zudem wenig Platz einnimmt, eignet er sich auch für den Einsatz im Haus. Wer mag, kann sich mit einem Elektrogrill also auch bei Regenwetter und im Winter ein saftiges Steak grillen. Einen großen Nachteil hat der Elektrogrill aber: Eine richtige Grillstimmung, wie mit dem Holzkohlegrill, kommt hier eher selten auf.

Gasgrill: Grillen mit Gas

Genauso schnell, wenig Rauch, aber noch flexibler als der Elektrogrill ist der Gasgrill. Dieser funktioniert wie ein Gasherd: Sie drücken auf den Knopf, die Flamme springt an und Sie können sofort los grillen. Die Temperatur lässt sich wie beim Elektrogrill ganz einfach und unkompliziert regeln. Gehobene Geräte überzeugen mit technischer Rafinesse. Das typische Grillaroma kann Gas nicht zaubern. 

Welche Grill-Marken sind die beliebtesten?

Sommer und Grillen gehören einfach zusammen!

Geht man nach den Suchanfragen bei Google, ist vor allem eine Grill-Marke bei den Deutschen sehr gefragt: Weber. Vor allem die Holzkohlegrills des Grill-Herstellers haben es den Grillfans angetan, schließlich gehört der Weber Kugelgrill mit Deckel zu den Aushängeschildern des Grill-Unternehmens. Zu den weiteren Lieblingsmarken bei Grills zählen Landmann, Enders, Tepro, Thüros, Outdoorchef, Napoleon, Santas, Cadac, Gastrogrill, Charbriol und Grillstar.

Interessante Grill-Facts

Das Reiseportal Travelcircus hat einige spannende Fakten zum Thema Grillen herausgefunden:

  • 85 Prozent der Deutschen bevorzugen trotz modernster Grilltechnik, nach wie vor den Holzkohlegrill
  • Das beliebteste Grillgemüse ist die Paprika, dich gefolgt von der Kartoffel auf Platz 2
  • Im Gegensatz zu älteren Generationen legt die Grill-Jugend von heute wesentlich häufiger Grillkäse und fertig mariniertes Fleisch auf den Rost

Grillgut: Was grillen wir?

Der Grill ist besorgt und einsatzbereit. Aber was kommt nun auf den Grill? Gegrillt werden kann so gut wie alles, was Sie zuhause gewöhnlich in der Pfanne zubereiten. Zu den Grill-Klassikern zählen Fleisch, Bratwurst und Fleischspieße, aber auch Vegetarisches wie Gemüse oder Feta

Laut Helpling.de bevorzugen 61 Prozent der Deutschen Bratwürste auf dem Grill, gefolgt von Steaks (Platz 2) und Spießen (Platz 3). 

In den USA beim Barbecue schon immer beliebt, schwappt nun auch der neuste Grill-Trend nach Deutschland: Burger grillen. Natürlich wird dabei nicht der ganze Burger gegrillt, sondern nur das Patty - also das "Fleischpflanzerl" aus Hackfleisch.

Fisch grillen ist weniger angesagt - die Meeresbewohner erlangen bei wahren Grill-Fans aber immer mehr Beliebtheit. Gerade wer auf seine schlanke Linie achtet, ist mit Fisch gut beraten, schließlich gilt er als gesund und die meisten Arten überzeugen mit wenig Kalorien. Dazu zählen zum Beispiel Garnelen. Aber auch Forelle und Lachs kommen in Deutschland gerne auf den Grill.

Richtig grillen und Grill anzünden: So grillen Sie Steak, Fisch und Co. 

Um richtig zu Grillen müssen Sie einiges beachten:

1. Grill anzünden

Beim Elektro- und Gasgrill funktioniert das Grill anzünden relativ einfach: Stecker in die Steckdose bzw. Gasflasche anschließen, anschalten und nach einer kurzen Vorheizzeit kann's los gehen.

Beim Holzkohlegrill müssen Sie die Grillkohle erst einmal zum glühen bringen, damit Sie genügend Hitze zum Grillen haben. Dafür benötigen Sie Grillanzünde r, den es in fester oder flüssiger Form zu kaufen gibt. Diesen verteilen Sie gleichmäßig in der Grillkohle und zünden Sie mit einem Streichholz oder Feuerzeug an. Dann noch mit einem Föhn oder einem Stück Pappe ordentlich Luft zuwedeln - so glüht die Holzkohle schneller durch.

Achtung: Spiritus oder Benzin sollten Sie zum Grill anzünden nicht verwenden, denn immer wieder kommt es dabei zu Unfällen mit schwersten Verbrennungen. 

Wer viel grillt und dabei keine Zeit verschwenden will, dem empfehlen Grill-Experten einen Heißluftföhn. Dieser bringt mit starken 500 Grad Celsius die kalte Kohle in wenigen Minuten zum Glühen. Auch ein kleiner Handbrenner mit Gaskartusche leistet hier gute Dienste. Dafür zünden Sie am besten zuerst einige Briketts an und legen dann die Holzkohle nach und nach dazu. 

2. Grillrost einfetten mit dem richtigen Öl

Fetten Sie den Grillrost mit einem hitzestabilen Öl ein, damit Ihr liebevoll präpariertes Grillgut nicht festklebt. Einfach ein Stück Papier in Öl tränken und damit über den Rost wischen. Zum Grillen empfiehlt sich Sonnenblumenöl oder Rapsöl zu verwenden. 

Haben Sie kein Öl zur Hand, sorgt eine Kartoffel für den selben Effekt - und ist dabei nicht entflammbar. Einfach den Grill erhitzen, eine Kartoffel halbieren, die Schnittstellen mit einer Gabel einstechen und damit den warmen Grillrost einreiben. Die Hitze entzieht der Knolle die Stärke und sorgt so für eine natürliche Antihaft-Beschichtung. 

3. Grillgut bei der richtigen Temperatur grillen

Damit Sie Steak, Würstchen und Co. perfekt grillen können, müssen Sie die verschiedenen Temperaturzonen des Grills beachten. Egal ob Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill: Im Zentrum des Grills herrscht die höchste Temperatur. Zum Rand hin wird die Temperatur immer niedriger. Der Vorteil: Durch die unterschiedlichen Temperaturen können Sie Fleisch, Fisch und Gemüse gleichzeitig grillen: Gemüse, Würstchen sowie Geflügel in der mittleren, Rind- und Schweinefleisch in der heißesten Zone. 

Bei Steak bietet es sich an mit mehreren Zonen zu arbeiten: Grillen Sie das Fleisch in der heißesten Zone knusprig braun und legen Sie es zum Garziehen an den Rand in die kälteste Zone. Ist das Fleisch allerdings fertig gegart, sollten Sie es nicht auf dem Grill lassen (auch nicht am Rand), sonst wird es schnell trocken. Halten Sie das Fleisch besser in Alufolie warm.

Neben der Temperaturzone sollten Sie beim Grillen auch die Fleischtemperatur beachten. Diese lässt sich ganz einfach mit einem Grillthermometer feststellen.

Fleischart

Garstufe

Temperatur

Rinderfilet

well done

90-95 Grad

medium

54-58 Grad

rare

40-53 Grad

Steak

well done

60-62 Grad

medium

56-60 Grad

rare

48-52 Grad

Hackfleisch-Patty

well done

85 Grad

medium

70 Grad

Schweinenacken

well done

80-85 Grad

medium

70-75 Grad

Pulled Pork

well done

95 Grad

Hähnchenbrust

well done

72-75 Grad

Pute

well done

80-90 Grad

Fisch

medium

62 Grad

well done

70-80 Grad

Quelle: outdoor-cooking-blog.de

4. Das richtige Grill-Zubehör verwenden

Wer ein saftiges Steak grillen möchte, muss die richtige Temperatur beachten.

Wenden Sie Ihr Grillgut immer mit einer Grillzange. Ein Fleischgabel oder normale Gabel zerstört die Struktur des Fleisches. Außerdem tritt durch die Löcher der Fleischsaft aus und macht das Grillfleisch trocken. Aber auch mit einer Grillzange sollten Sie Fleisch nicht zu oft wenden. Meist reicht dreimal, damit das Fleisch durch ist und trotzdem schön saftig bleibt. Für ganze Fisch bietet sich eine Fischzange an, in der der Fisch eingespannt wird - so kann er beim Wenden nicht zerfallen. Fischfilets ohne Haut grillen Sie am besten in einer Grillschale, genauso wie Gemüse. Diese fangen einen Teil der Hitze ab, dadurch bleiben Fisch und Gemüse besonders zart. Außerdem fallen kleine Gemüseteile so nicht in den Grill.

Grillmethoden: Direktes vs. Indirektes Grillen

Die meisten Menschen kennen vor allem die direkte Grill-Methode. Dabei liegt das Grillgut auf dem Grillrost, direkt über der Glut, wodurch es starker Hitze ausgesetzt ist. Bei Fleisch entsteht so eine schöne Kruste und das typische, leckere Grillaroma, das wir alle so lieben. Außerdem werden gerade kleine Fleischstücke schnell gar. Der Nachteil: Fett und Marinade tropfen beim direkten Grillen in die Glut. Das erzeugt zum einen mehr Qualm, zum anderen entstehen dabei laut Forschern gesundheitsschädliche Stoffe wie das krebserregende Benzypren oder PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe). Diese Stoffe schlagen sich dann auf dem Grillgut nieder. 

Beim indirekten Grillen wird die Grillkohle so angeordnet, dass das Grillgut seitlich versetzt zur Glut liegt - nicht direkt darüber. Dadurch wird mit reduzierter Hitze gegrillt. Diese Grillmethode eignet sich vor allem für große Fleischstücke, Rippchen oder ganze Hähnchen, da das Fleisch so komplett durchgegart wird, ohne zu verbrennen. Zum indirekten Grillen benötigen Sie aber auf alle Fälle einen Grill mit Deckel, wie einen Kugelgrill. Durch den Deckel strahlt die Hitze von den Seitenwänden ab und das Fleisch wird sanft gegart.

Indirektes Grillen ist gesünder als direktes Grillen, da kein Fett in die Glut tropft. Außerdem muss das Grillgut hier wesentlich weniger oft gewendet werden. Ein weiterer, leckerer Vorteil: Der Geschmack der Holzkohle geht beim indirekten Grillen noch stärker auf das Fleisch über.

Wo grillen? Die besten Orte für den Grillspaß

Wo Sie grillen, hängt in erster Linie davon ab, wo und wie Sie wohnen. Aber auch der Vermieter und die Gemeinde hat ein Wörtchen mitzureden. Deshalb sollten Sie genau darauf achten, wo grillen erlaubt ist und wo nicht.

Wo ist grillen erlaubt - und wo ist grillen verboten?

Terrasse oder Garten: An lauschigen Sommerabenden geht nichts über eine gemütliche Grillrunde auf der Terrasse oder im Garten: Abends leuchten die Sterne über Ihnen und Sie müssen nicht weit laufen, wenn Sie einen Pullover oder ein kühles Bier aus dem Kühlschrank benötigen. Sind Sie Hausbesitzer, dürfen Sie im Prinzip grillen, wann und wie oft Sie wollen. Ihr Nachbar sollte dabei aber möglichst nicht eingeräuchert werden. Was dem Nachbarn zugemutet werden kann und was nicht, entscheidet jedes Bundesland für sich. 

Gleiches gilt für Hausmieter - solange der Vermieter grillen grundsätzlich erlaubt. Für den Garten gelten übrigens Sonderregelungen: Hier dürfen Sie auch dann gelegentlich grillen, wenn es laut Hausordnung verboten ist, da der Garten nicht direkt mit dem Haus verbunden ist.

Balkon: Wer in einer Wohnung in den oberen Stockwerken wohnt, dem bietet sich der Balkon als bevorzugter Ort zum Grillen an - vorausgesetzt, der Balkon ist groß genug und Ihr Vermieter oder die Hausordnung erlauben es. Auch hier haben Sie es nicht weit, um sämtliche Annehmlichkeiten Ihrer Wohnung zu genießen. Allerdings müssen Sie aufgrund der räumlichen Nähe hier besonders auf Ihre Nachbarn Rücksicht nehmen. Schließlich will niemand seinen Feierabend in einer Rauchwolke verbringen. Tipp: Wer gerne auf dem Balkon grillt, aber Ärger mit den Nachbarn vermeiden möchte, sollte sich einen Elektrogrill zulegen.

Öffentliche Plätze: Wer weder einen Garten noch einen Balkon besitzt, der muss nicht aufs Grillen verzichten. Auch an öffentlichen Plätzen darf gegrillt werden, wenn dieser Ort ausdrücklich als Grill-Zone ausgewiesen ist. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Parks, See- oder Flussufer bieten besonders Großstädtern ein echtes, romantisches Naturerlebnis. So viel Natürlichkeit hat allerdings seinen Preis. Wenn Sie im Grünen grillen, müssen Sie im Vorfeld besonders gut planen: Alles, was Sie zuhause vergessen, haben Sie zum grillen nicht parat. Das kann schon einmal ärgerlich werden, besonders wenn die Lieblingswürstchen noch im Kühlschrank liegen oder Sie zu später Stunde ohne Taschenlampe den Weg zurück finden müssen.

Grillen in München: Wo ist Grillen erlaubt?

In München sind bezahlbare Häuser und Wohnungen mit Garten Mangelware. Deshalb zieht es die Grillfans hier besonders oft an die öffentlichen Plätze. Aber Vorsicht: Grillen ist nur in speziellen Grill-Zonen erlaubt. Die gibt es in München Gott sei Dank reichlich. Wer seinen Grill trotzdem wild aufbaut, muss in München mit einem Verwarngeld von 35 Euro rechnen. Wenn Schäden im Naturschutzgebiet entstehen, können sogar saftige Bußgelder von 50 bis 1000 Euro drohen. Diese sind aber nur das letzte Mittel für uneinsichtige Wild-Griller, wie das Referat für Stadtplanung und Bauordnung bestätigt. 

Das sind die Grill-Zonen der Landeshauptstadt

Die beliebten Münchner Parks weisen ein oder mehrere Grill-Zonen aus. Diese finden Sie im Westpark, Ostpark und im Hirschgarten. Im Englischen Garten herrscht übrigens absolutes Grill-Verbot - auch wenn das "grüne Wohnzimmer" für viele Münchner Griller verlockend erscheint. 

Grillen in freier Natur - nicht überall erlaubt.

Der beste Platz zum Grillen ist in München zweifellos die Isar. Die Münchner Lebensader bietet zahlreiche romantische Plätzchen zum Grillen und sorgt an heißen Sommertagen für Abkühlung - sei es zum Baden oder als Ersatz-Kühlschrank für die mitgebrachten Getränke. Im nördlichen Teil der Isar darf auf Höhe der St. Emmeramsmühle gegrillt werden, im Süden begeistert der Flaucher mit seinem paradiesischem Natur-Flair. Letzterer ist auch gleichzeitig Münchens größte Grillzone: Vom Tierpark bis nach Großhesselohe reihen sich im Sommer hier die Grills der Münchner. 

Am Stadtrand von München finden Grill-Fans an insgesamt fünf Seen schöne Plätzchen, um ihre Würstl zu brutzeln: Im Norden am Lerchenauer See, Fasaneriesee, Feldmochinger See sowie im Westen am Langwieder See, Lußsee und Birkensee. 

Eine übersichtliche Info-Karte mit allen ausgewiesenen Grill-Zonen  in München finden Sie hier. 

Internationaler Grillratgeber und Rezepte: Südamerika

Lesevorschlag: 

"So grillt die Welt - 100 internationale Grillideen", Ralph de Kok, Christian Verlag, ISBN: 978-3-95961-006-3

Gegrillt wird auf der ganzen Welt gern. In der südamerikanischen Küche steht das Grillen ganz oben auf der Speisekarte. So ist der Begriff "Asado" in Argentinien für Grill-Liebhaber das Zauberwort. "Asado" ist eine Art Grillfest, das auch im kleinen Kreis der Familie gerne gefeiert wird. Die Fleischauswahl für das argentinische Grillfest besteht vorwiegend aus Rindfleisch, aber auch Lamm, Ziege oder Huhn sind gern gesehen.

Internationaler Grillratgeber und Rezepte: Nordamerika

Barbecue - in Nordamerika und Australien die beliebteste Art zu grillen.

In Nordamerika regiert das Barbecue: Spare Ribs, Pulled Pork und Burger gehören zu jeder Grillparty dazu. Das traditionelle amerikanische Barbecue findet direkt auf Holz oder Kohle statt. In der moderneren Version macht es auch ein herkömmlicher Gasgrill. Eine weitere beliebte Grillmethode ist das indirekte Garen in einem Smoker. Das Fleisch wird hier im heißen Rauch verzehrfertig gemacht.

Internationaler Grillratgeber und Rezepte: Australien

In Australien heißt das Barbecue "Barbie" und besonders beliebt auf dem Grill sind hier Meeresbewohner: Red Snapper, Krebse, Garnelen Austern, Hummer und vieles mehr. Zudem ist auch Fleisch beliebt: Neben dem klassischen Rindfleisch wird in "Down Under" gerne Schafsfleisch gegrillt. Alles wird kräftig mariniert und mit Kräutern gewürzt. Auch exotische Früchte wie Papayas, Kiwis oder Mangos landen auf dem Grill.

Internationaler Grillratgeber und Rezepte: Asien

Die asiatische Grillkultur unterscheidet sich nun wieder gänzlich von allen anderen: Aus dem Grillen wird meist kein großes Event gemacht, es gehört vielmehr zu einem alltäglichen Ereignis. Gegrillt wird an kleinen Stationen in den Straßen. In Japan entstand zudem das Hibachi: eine Art mit Kohle betriebener Tischgrill.

Internationaler Grillratgeber und Rezepte: Afrika

Überlieferungen zufolge gab es die ersten Grillgerichte in Südafrika. Damals wurde Fleisch in Feuer gegart und das Grillen war damit geboren. "Braai" heißt die südafrikanische Grilltradition - ein gesellschaftliches Highlight, unverzichtbar bei großen Festen. Doch auch im Norden Afrikas, in Ägypten, gehört das Grillen dazu: Hier werden Rind, Lamm, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte am liebsten gegrillt.

Internationaler Grillratgeber und Rezepte: Südeuropa

Auch in Südeuropa kennt man sich mit der Grillkunst aus: Die Griechen lieben es, Rindfleisch, Ziege und Lamm zu grillen, in Italien landet neben Fleisch auch mal Pizza auf dem Grill. In Spanien steht dagegen die traditionellen Grillplatte im Mittelpunkt, genannt "La Plancha".

Internationaler Grillratgeber und Rezepte: Osteuropa

Osteuropäer lieben es herzhaft: In Ungarn, Polen, Kroatien oder Russland ist Schaschlik das beliebteste Grillgericht. Der Grillspieß besteht aus Fleisch, das abwechselnd mit Gemüse aufgespießt wird. Gemüsesorten dafür sind Paprika, Chili, Zwiebeln und Knoblauch.

Internationaler Grillratgeber und Rezepte: Nord- und Mitteleuropa

In Nord- und Mitteleuropa geht es unterschiedlich in Sachen Grillen zu: Während sich in Frankreich viele Feinschmecker um den Grill scharen, auf dem nicht selten Käse wie Camembert landet, wird in skandinavischen Ländern lieber auf Meerestiere zurückgegriffen. Die Belgier dagegen sind ebenso leidenschaftliche Griller wie die Deutschen: Während Belgier neben Fleischgerichten auch Frittiertes bevorzugen, bleiben bei den Deutschen Schweinefleisch und Wurst die Favoriten.

Das sind die besten Stücke vom Rind für den Grillabend

Lesevorschlag: 

"Grillen - Grillsaison ist jeden Tag", Andreas Rummel, Christian Verlag, ISBN: 978-3-86244-977-4

Rindfleisch schmeckt an sich ein wenig salzig und umami - ein Begriff, der aus dem Japanischen kommt und "Schmackhaftigkeit" bedeutet. Umami ist ein eiweißlastiger Geschmack, der in Parmesan, Sardellen oder Pilzen vorkommt. Und eben auch im Rindfleisch. Besonders gut schmeckt Fleisch zu scharfen Zutaten, wie Pfeffer, Chilli, Senf oder Meerettich. Aber auch süßen zutaten zum Rindfleisch sind köstlich: So kann es mit Kokos oder Birne kombiniert werden. Auch bei der Wahl der Kräuter können Grillfreunde flexibel sein, denn zum Rindfleisch passt sowohl Rosmarin und Thymian, als auch Dill, Koriander und Minze. Sogar Kaffee-, Zimt- oder Ingweraromen passen dazu.

Die verschiedenen Stücke vom Rind.

Die verschiedenen Stücke vom Rindfleisch in der Übersicht:
1 Hesse / Wade
2 Brust
3 Schulter
4 Backe
5 Querrippe
6 Rippe / Lappen
7 Rippe / Lappen
8 Roastbeef
9 Brustkern
10 Bauchlappen
11 Kugel / Nuss / Bürgermeisterstück
12 Steakhüfte
13 Tafelspitz
14 Oberschale
15 Bauchlappen
16 Unterschale
17 Hesse /Wade

Achtung: Diese Grill-Fehler werden immer noch gemacht

1. Anzünden und fächeln, ist von vorgestern: Mit einem Anzündkamin bringen Sie die Kohlen innerhalb von 15 Minuten zum Glühen und können unbesorgt in den Grillabend starten.

2. Bier zum Ablöschen: Dieser Mythos hält sich besonders hartnäckig - wer verzichtet schon gerne auf die Gelegenheit ein Bierchen in der Hand zu halten? Aber die Flammen mit einem Spritzer Bier abzulöschen, ist eher kontraproduktiv. Entgegen landläufiger Meinung sorgt dies nicht für einen besseren Geschmack, sondern verschlechtert den Gaumengenuss, weil Sie gleichzeitig die Würzung Ihrer Würstchen abspülen. Außerdem wirbeln Sie unnötig Asche auf oder löschen die Glut sogar. Schließen Sie stattdessen lieber den Deckel oder platzieren Sie Ihre Mahlzeit nicht direkt über der Glut.

3. Würstchen zu oft wenden, ist ebenfalls völlig unnötig: Tatsächlich gart sie dadurch nicht richtig durch, obwohl sie von außen vielleicht schön braun aussieht. Lassen Sie stattdessen eine Seite erst richtig durchbrutzeln, bevor Sie sie ein einziges Mal wenden.

4. Direkt vom Grill essen: Besser schmeckt das Fleisch, wenn ihm ein paar Minuten Ruhezeit unter einer Alufolie gegönnt wird.

5. Fleisch trocknet vom Salzen aus: Dass Salz Feuchtigkeit entzieht, ist natürlich richtig, doch eine Prise Salz kurz vor dem Grillen verleiht dem Fleisch eine schöne Kruste.

6. Poren schließen durch scharfes Anbraten: Fleisch besteht aus Fasern und nicht aus Poren, weshalb dieser Spruch völlig falsch ist. Durch das Anbraten über einer großen Hitze bilden sich aber tatsächlich schmackhafte Aromen.

7. Eine Gabel statt einer Grillzange zu verwenden, ist nicht empfehlenswert: Durch die kleinen "Einstichlöcher" tritt Fleischsaft heraus und so trocknet die Mahlzeit aus.

Nach dem Grillabend: So putzen Sie Ihren Grill richtig

Wieviel Aufwand Sie beim Putzen haben, hängt stark von Ihrem Grill ab. Gas- und Elektrogrills sind um einiges leichter zu pflegen als Holzkohlegrills, denn Erstere haben in den meisten Fällen Auffangwannen für das tropfende Fett. Diese sind leichter zu reinigen und passen oft sogar in die Spülmaschine.

Um den Korpus Ihres Grills in Schuss zu halten, bieten sich spezielle Grillreiniger an. Die Oberfläche einzufärben, sollten Sie lieber lassen - viele Grills bestehen nämlich aus Porzellanemaille und die bietet bei Hitze keine gute Haftung für Lack oder Wachs.

Der Grillrost bekommt beim Bruzeln am meisten ab: Fleischreste, Fett und Gewürze bleiben hängen und bilden eine schwarze Kruste. Deswegen sollten Sie diesem nach jeder Grillparty und jedem Grillabend eine besondere Reinigung gönnen. Als Einweichhilfe können Sie Zeitungspapier verwenden, das Sie im feuchten Zustand um den Rost wickeln und einige Stunden einwirken lassen. Wenn sich die Kruste etwas gelöst hat, können Sie mit Schwamm und Spülmittel die letzten Reste entfernen. Ein Edelstahlgitter hält aber auch einen Spülgang in der Geschirrspülmaschine aus.

Auch eine Zwiebel soll für einen blitzblanken Rost sorgen: Reiben Sie einfach mit einer Zwiebelhälfte über den noch heißen Rost. Wenn Sie kräftig reiben, entfernen Sie damit Verkrustungen mühelos. Toller Nebeneffekt: Die Zwiebel desinfiziert und soll laut des Putzportals Helpling.de sogar unsichtbaren Schmutz entfernen. 

Beim Grillen mit Holzkohle bietet es sich außerdem an, die übrige Asche als Mittel zur Reinigung zu verwenden. Dabei tunken Sie ein feuchtes Tuch in die pulverisierten Reste ein und nutzen es, um die Kruste abzuschmirgeln. Einen Großteil der Arbeit ersparen Sie sich allerdings, wenn Sie den Rost schon vor dem Grillen mit Öl oder Fett einreiben.

Mit etwas Glück werden auch besonders alte und verkrustete Grillgitter mithilfe von Backofenreiniger wieder sauber. Wenn Sie den Rost mit dem Mittel eingerieben haben, legen Sie ihn einfach ein paar Stunden zum Einwirken in eine Plastiktüte. Danach sollten Sie in der Lage sein, den groben Schmutz mit einem Schwamm zu entfernen.

Übrigens: Kaffeesatz ist eine natürliche Alternative, um Ihrem alten Rost wieder Glanz zu verleihen. Kaffee wirkt wie Schmirgelpapier - einfach nach dem Sonntagsfrühstück auf einen Schwamm geben und den Grillrost damit abreiben.

Auch der Aschetopf muss ordentlich gereinigt werden: Lassen Sie die Asche gut auskühlen und werfen Sie sie anschließend in den Restmüll. Der Topf wird mit einem Handfeger ausgekehrt und mit einem feuchten Tuch ausgewischt. Nicht vergessen: Trocknen Sie den Topf nach, sonst könnte sich aufgrund der Feuchtigkeit Rost bilden.

Den Deckel können Sie mithilfe von einem seifenhaltigen Stahlwollkissen vor Fettschlieren schützen. Nach dem Wischen noch einmal mit Essig-Wasser drübergehen und klar nachspülen.

Grill überwintern: So machen Sie Ihren Grill winterfest

Nach der Grillsaison ist vor der Grillsaison. Stellen Sie Ihren Grill nach dem Sommer nicht einfach in den Keller - die Feuchtigkeit in der Asche könnte sonst dafür sorgen, dass das teuere Stück rostet. Entfernen Sie die Asche und säubern Sie den Grill gründlich: Weichen Sie die abnehmbaren Teile für zwei bis drei Stunden in einer Mischung aus Wasser und Spüli ein und schrubben Sie ihn anschließend mit einem Schwamm.

Den sauberen Grill gilt es nun trocken zu lagern, zum Beispiel im Keller. Stülpen Sie dazu einen Karton oder eine Tüte über den Grill. Das schützt ihn vor Staub und er ist bei den ersten warmen Sonnenstrahlen wieder einsatzbereit. 

Grillsoßen für Fleisch, Fisch und Gemüse

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