Ein Versuch lohnt sich

Kann ich einen beschädigten Geldschein einfach umtauschen?

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Im Nationalen Analysezentrum der Bundesbank werden beschädigte DM-oder Euro-Geldscheine geprüft.

Ist Ihnen ein Euro-Schein schon mal eingerissen oder kaputt gegangen? Erfahren Sie hier, ob Sie damit noch bezahlen – oder die Geldnote umtauschen können.

Geld ist zwar wertvoll – doch letztlich besteht es auch nur aus Papier. Besonders ärgerlich ist es, wenn Sie einen Euro-Schein aus der Geldbörse ziehen und dieser eingerissen ist. Viel haben dann Angst, dass sie den Schein nicht mehr benutzen oder damit an der Kasse bezahlen können.

Geldschein kaputt - kriege ich mein Geld zurück?

Diese Sorge ist berechtigt – schließlich sind nicht alle Händler so kulant und nehmen kaputte oder bemalte Geldnoten an. Dennoch sollten Sie diese nicht einfach wegschmeißen – sondern versuchen, diese umzutauschen. Einzige Voraussetzung: Der Schein ist nicht vollkommen zerfleddert – und noch zu 50 Prozent vorhanden.

Tipp: Gehen Sie am besten als erstes zur Ihrer Hausbank. Am Schalter zeigen Sie Ihre Geldnote vor – und ein Mitarbeiter entscheidet direkt, ob das Geld ersetzt wird oder nicht. Aber auch hier gilt: Die Banken entscheiden rein aus Kulanz – verpflichtet sind sie dazu nicht.

Banken tauschen aus Kulanz Geldscheine um - wenn noch über die Hälfte vorhanden ist

Wenn letzteres eintreten sollte, dann haben Sie noch die Möglichkeit, sich an die Deutsche Bundesbank wenden. "Die Bundesbank leistet für beschädigte Euro- und DM-Banknoten Ersatz, wenn entweder mehr als die Hälfte des Geldscheins vorgelegt oder nachgewiesen wird, dass die fehlenden Teile von Geldscheinen, von denen die Hälfte oder weniger vorgelegt wird, vernichtet wurden", heißt es seitens des Instituts.

Gut zu wissen: Hier können Sie auch Euro-Münzen umtauschen. Der Service ist kostenlos und an 35 Standorten der Bundesbank in ganz Deutschland möglich – andernfalls können Sie das Geld auch einschicken.

Umtausch von zerstörtem Geld: Das passiert bei Absicht oder im Brandfall

Wer aber einen Geldschein mit Absicht beschädigt, der geht eventuell am Ende leer aus. Zwar ist die Handlung nicht strafbar, aber die Deutsche Bundesbank kann in Verdachtsfällen den Umtausch ablehnen.

Wer dagegen sein Geld bei einem Hausbrand verloren hat, der darf auch Ersatz fordern. Dazu analysieren die Experten der Bundesbank die Asche der verbrannten Geldscheine. Allein durch die chemische Zusammensetzung der Reste können die Techniker den Wert der Scheine bestimmen. Heben Sie diese also im Falle gut auf.

Lesen Sie auch hier, wie Sie Ihr Geld zurückbekommen können, wenn Sie eine Überweisung falsch getätigt haben.

Auch interessant: Vorsicht - in Deutschland ist gerade ein falscher Fünfziger im Umlauf. Wie Sie ihn erkennen, erfahren Sie hier.

jp

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