Für drei volle Jahre

Rundfunkbeitrag 2019: So bekommen Sie bis zu 630 Euro zurück

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Wer sozial benachteiligt ist, muss auch nicht den Rundfunkbeitrag zahlen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Seit 2013 sind alle deutschen Haushalte dazu verpflichtet, einen einheitlichen Rundfunkbeitrag zu zahlen. Doch es gibt glückliche Ausnahmen. Gehören Sie auch dazu?

Für viele Deutsche ist der Rundfunkbeitrag ein Dorn im Auge. Kein Wunder, schließlich sind Haushalte hierzulande seit 2013 dazu verpflichtet, eine einheitliche Gebühr an den Beitragsservice zahlen. Die Beiträge fließen an öffentlich-rechtliche Sender wie ARD, ZDF und Deutschlandradio.

Rundfunkbeitrag: Sozial Schwächere bekommen Geld zurück

Dabei spielt allerdings keine Rolle, wie viele Personen im Haushalt leben oder ob Fernseher, PC oder Radio da sind – der monatliche Beitrag von 18,50 Euro bleibt immer gleich.

Allerdings sind sozial Schwache von der Gebührenpflicht ausgenommen. Arbeitslose, Studenten mit Bafög-Förderung, Sozialhilfeempfänger, Asylbewerber und Auszubildende mit Beihilfeanspruch sowie Taubblinde dürfen sich davon befreien lassen.

Wer dies noch nicht gemacht oder vergessen hat, sollte dies dringend nachholen. Schließlich wurde die Regelung gelockert – und Sie können sich nicht mehr nur für zwei Monate rückwirkend befreien lassen, sondern sogar für volle drei Jahre.

Wer also die letzten Jahre brav gezahlt hat, erlebt wohl einen unerwarteten Geldsegen: Bis zu 630 Euro könnten so laut Focus Online drin sein.

So befreien Sie sich vom Rundfunkbeitrag

Doch um Geld zurückzubekommen, müssen Sie selbst aktiv werden – das heißt konkret: Sie stellen zuerst schriftlich einen Antrag auf Befreiung beim Beitragsservice. Ansonsten müssen sie weiter wie gehabt zahlen.

Das Formular zum "Antrag auf Befreiung und Ermäßigung aus sozialen und gesundheitlichen Gründen" finden Sie auf der Homepage des "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice".

Füllen Sie den Befreiungsantrag aus und fügen Sie die entsprechenden Belege, warum sie dazu berechtigt sind, hinzu. Schicken Sie diese an folgende Adresse:

ARD ZDF Deutschlandradio

Beitragsservice

50656 Köln

Lesen Sie hier, wie Sie auch ohne Ausnahme ganz einfach die Rundfunkgebühr umgehen können.

Auch interessant: Müssen sich GEZ-Verweigerer vor der Beugehaft fürchten?

jp

Rundfunkbeitrag 2018: Alles Wissenswerte über Höhe, Umzug und Befreiung

Auch 2019 beläuft sich der Rundfunkbeitrag auf 17,50 Euro monatlich. Dieser Betrag wird von allen deutschen Haushalten an den allgemeinen Beitragsservice entrichtet. In den vergangenen Jahren war er allerdings noch höher. Im April 2015 wurde die Gebühr um 48 Cent und damit auf den jetzigen Betrag gesenkt.
Auch 2019 beläuft sich der Rundfunkbeitrag auf 17,50 Euro monatlich. Dieser Betrag wird von allen deutschen Haushalten an den allgemeinen Beitragsservice entrichtet. In den vergangenen Jahren war er allerdings noch höher. Im April 2015 wurde die Gebühr um 48 Cent und damit auf den jetzigen Betrag gesenkt.  © dpa
Sozial Schwächere, die einer sogenannten "besonderen wirtschaftlichen Härte" unterliegen, können sich per Antrag vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Dazu zählen Arbeitslose, Sozialhilfe- und Hartz IV-Empfänger, Asylbewerber, Rentner, Pflegebedürftige, Taubblinde, Studenten mit Bafög-Förderung sowie Azubis. Außerdem brauchen Menschen mit einer Behinderung, die das Merkzeichen RF in ihrem Ausweis stehen haben, nur monatliche 5,83 Euro entrichten.
Sozial Schwächere, die einer sogenannten "besonderen wirtschaftlichen Härte" unterliegen, können sich per Antrag vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Dazu zählen Arbeitslose, Sozialhilfe- und Hartz IV-Empfänger, Asylbewerber, Rentner, Pflegebedürftige, Taubblinde, Studenten mit Bafög-Förderung sowie Azubis. Außerdem brauchen Menschen mit einer Behinderung, die das Merkzeichen RF in ihrem Ausweis stehen haben, nur monatliche 5,83 Euro entrichten.  © dpa / Stephan Scheuer
Da der Rundfunkbeitrag für alle verpflichtend ist, braucht Sie der Beitragsservice zum Zahlen nicht auffordern. Falls Sie aber die Zahlungen auf Dauer einstellen, wird er Ihnen Mahnungen schicken. Wenn Sie auf diese nicht innerhalb von vier Wochen reagieren, wird Ihnen ein Säumniszuschlag von acht Euro auferlegt. Falls Sie diesem ebenfalls nicht nachkommen, folgt ein Festsetzungsbescheid, in dem alle offenen Zahlungen gelistet sind. Ansonsten droht der Gerichtsvollzieher - und mögliche Konto- oder Gehaltspfändungen. Im Extremfall kann es sogar zu einer Beugehaft von bis zu drei Monaten kommen.
Da der Rundfunkbeitrag für alle verpflichtend ist, braucht Sie der Beitragsservice zum Zahlen nicht auffordern. Falls Sie aber die Zahlungen auf Dauer einstellen, wird er Ihnen Mahnungen schicken. Wenn Sie auf diese nicht innerhalb von vier Wochen reagieren, wird Ihnen ein Säumniszuschlag von acht Euro auferlegt. Falls Sie diesem ebenfalls nicht nachkommen, folgt ein Festsetzungsbescheid, in dem alle offenen Zahlungen gelistet sind. Ansonsten droht der Gerichtsvollzieher - und mögliche Konto- oder Gehaltspfändungen. Im Extremfall kann es sogar zu einer Beugehaft von bis zu drei Monaten kommen.  © dpa / Christophe Gateau
Doch was tun, wenn man umzieht? Dann tut es not, dass Sie sich online oder schriftliche beim allgemeinen Beitragsservice abmelden bzw. ummelden. Aber auch wenn jemand verstirbt, müssen sich die Hinterbliebenen um die Auflösung des Haushalts kümmern. Dazu gehört auch das Kündigen des Beitragskontos der Person. Dazu benötigen Sie stets die neunstellige Beitragsnummer des Kontoinhabers. Auch wer ins Ausland zieht, muss zuvor die Rundfunkgebühr über die Homepage kündigen. Diese tritt dann nach Bestätigung des Beitragsservices bis zum Ende des Monats in Kraft.
Doch was tun, wenn man umzieht? Dann tut es not, dass Sie sich online oder schriftliche beim allgemeinen Beitragsservice abmelden bzw. ummelden. Aber auch wenn jemand verstirbt, müssen sich die Hinterbliebenen um die Auflösung des Haushalts kümmern. Dazu gehört auch das Kündigen des Beitragskontos der Person. Dazu benötigen Sie stets die neunstellige Beitragsnummer des Kontoinhabers. Auch wer ins Ausland zieht, muss zuvor die Rundfunkgebühr über die Homepage kündigen. Diese tritt dann nach Bestätigung des Beitragsservices bis zum Ende des Monats in Kraft.  © dpa / Carmen Jaspersen

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