Soll schmerzlindernd sein

Darf ich einen Mückenstich mit Spucke einreiben?

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Wer ständig von Mücken gestochen wird, sollte einfach mal darauf spucken.

Mückenstiche können ganz schön fies jucken. Doch wer kein kühlendes Gel in der Nähe hat, soll auf den Stich spucken. Doch ist Großmutters Tipp wirklich gut?

Schon wieder ein Mückenstich: Im Sommer können sich manche vor den lästigen Biestern kaum mehr retten. Wer am Ende nicht wie ein Streuselkuchen aussehen möchte, sollte am besten immer ein Anti-Mücken-Spray bei sich tragen.

Doch wer nachts bei offenem Fenster schläft, kriegt es meist nicht mit – und wacht am nächsten Tag wieder übersät mit Stichen auf. So manchem hat die liebe Großmutter früher geraten, drauf zu spucken – doch hilft das wirklich?

Hilft Speichel gegen den schmerzenden Mückenstich?

Speichel gilt als antibakteriell – und kann daher tatsächlich dabei helfen, dass der Mückenstich schnell wieder abschwillt. Zudem ist er meist kühl und lindert jegliches Brennen der Wunde. Außerdem lindert Speichel den Juckreiz.

Tipp: Wem nicht das Auge so schnell tränt, der kann laut bild.de auch eine frisch, aufgeschnittene Zwiebel auf die Stelle legen. Dieses Hausmittel soll schließlich denselben Effekt haben.

Wer besonders unter dem fiesen Jucken leidet und sich ständig kratzen muss, der sollte sich den Tipp besser zu Herzen nehmen. Das Kratzen macht nämlich nur noch alles schlimmer.

Der Grund dafür: Wenn die Mücke Sie sticht, dann injiziert diese ebenfalls ein Speichelsekret unter die Haut. Dieses soll die Blutgerinnung stoppen. Der Körper will das allerdings verhindern – und schüttet das Hormon Histamin aus. Die Folge: eine allergische Reaktion, die zu Juckreiz, Schwellungen und Rötungen führt.

Lesen sie hier, wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie eine Mücke doch erwischt und gestochen hat.

Warum werden manche besonders häufig von Mücken gestochen?

Doch warum scheint es, als ob manche besonders gern von den lästigen Biestern angefallen werden – während andere kaum davon betroffen sind? Fakt ist: Jeder Mensch riecht anders – das merken auch Mücken schnell.

Diejenigen, die auffällig oft gestochen werden, haben meist eine besondere Mischung von Stoffen wie Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren auf der Haut. Diese zieht Mücken einfach magisch an. Dagegen können die Leidtragenden leider auch nichts unternehmen.

Schockierend: Eine Frau verlor nach einem Insektenstich beide Beine und einen Arm - erfahren Sie hier, wie das passieren konnte.

Auch interessant: Lesen Sie hier von den besten Mitteln gegen Mückenstiche.

jp

Blutrünstige Plagegeister: Kleine Mückenkunde

Je feuchter und wärmer der Sommer, desto besser vermehren sich Mücken. Eine Pfütze reicht ihnen schon. Doch nur die Weibchen stechen zu. Eine kleine Mückenkunde: © dpa
Warum stechen Mücken? Stechmücken ernähren sich von zuckerhaltigen Pflanzensäften. Für die Reifung der Eier bei der Vermehrung braucht das Weibchen allerdings eiweißreiche Nahrung. Nur darum saugt es Blut - bei Tier und Mensch. © dpa
Ein Mückenweibchen kann nach einer Blutmahlzeit bis zu 300 Eier legen. Die Vermehrung von Mücken ist temperaturabhängig und dauert im Sommer nur wenige Tage. © dpa
Mückenweibchen besitzen für das Blutsaugen einen hochspezialisierten Rüssel. Beim Blutsaugen wird Speichelflüssigkeit abgegeben, die unter anderem die Stichstelle betäubt. Das Speichelsekret wird in der Regel erst nach dem Stich vom Immunsystem des Gestochenen erkannt. Es löst den Juckreiz und kleine Schwellungen aus. © dpa
Können Mücken Krankheiten übertragen? Für unsere Breiten ist das nicht bekannt. Vor allem in den Tropen gelten Mücken aber als Überträger zahlreicher Krankheitserreger wie Viren, Einzeller und Fadenwürmer. © dpa
Gefährliche Krankheiten, die mit Stechmücken in Zusammenhang stehen, sind die Malaria oder das Gelbfieber. Doch nicht jede Mückenart kann jeden Erreger übertragen. © dpa
Wie schützt man sich am besten vor Mücken?Wer keine Plagegeister mag, sollte auf dünne Kleidung und nackte Haut verzichten. Da viele Mückenarten die Schwüle und die Dämmerung lieben, empfiehlt es sich, im Haus zu bleiben. Dort können Fenstergitter Mücken fernhalten. Haut mit natürlichen und synthetischen Abwehrstoffe einschmieren oder auch damit die Kleidung imprägnieren.  © dpa
Oberstes Gebot ist beim Mückenstich: nicht kratzen! Durch das Kratzen verlängert sich nicht nur der Heilungsprozess, sondern es kann auch zu bakteriellen Sekundärinfektionen kommen, die sich zu bösen Entzündungen entwickeln können. Durch Einreiben mit alkoholischen Lösungen kann man die Stichwunde desinfizieren. Kühlung hilft, den Juckreiz zu unterdrücken. Nach einigen Tagen sollten Juckreiz und Quaddel verschwunden sein.   © dpa

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