Offizielle Influenza-Daten

Grippewelle 2017: Ende zeichnet sich langsam ab

So läuft die Grippewelle 2016/2017.
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40. Woche 2016: Die Influenza-Aktivität ist noch schwach. Jede Woche in der Grippe-Saison stellt die Arbeitsgemeinschaft Influenza eine Zusammenfassung über die aktuelle Lage ins Netz.
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Flaut die Grippewelle 2017 ab?  Ist eine Ende der Influenza-Saison in Sicht? Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) wertet regelmäßig Daten von Haus- und Kinderärzte aus. Die Infos zur Grippe-Welle stehen im Netz.

+ Update 29. März 2017: Das Ende der Grippewelle 2017 zeichnet sich ab. Die Grippe-Aktivität ist in Deutschland  nur noch gering, wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) berichtet. Die Zahl der Influenza-Infektionen ist in der zwölften Meldewoche der Grippesaison sind bislang 1.084 Fälle gesunken. 

Ist jetzt ein Ende der Grippesaison in Sicht?

Auf der Online-Plattform „GrippeWeb“ können Menschen bundesweit jede Woche dem Robert-Koch-Instituts (RKI) Institut melden, ob sie eine Erkältung haben.

Die Karten auf der Webseite zeigen dann wöchentlich die Aktivität sogenannter akuter respiratorischer Erkrankungen in Deutschland in der Saison 2016/2017. 

Die Grippewelle der Saison 2016/17 hat nach Definition der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) in der 51. KW 2016 begonnen. Das ist nach Ansicht von Experten besonders früh.

Schnupfen bis Grippe 

Akute Atemwegserkrankungen (kurz ARE) genannt, werden von verschiedenen Bakterien oder Viren verursacht und verlaufen in der Regel völlig harmlos. Symptome sind dann Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen, auch mit Fieber.

Diese Erkältungskrankheiten werden von akuten grippeähnlichen Erkrankungen unterschieden. Diese akuten grippeähnlichen Erkrankung, werden mit den drei Buchstaben ILI, nach der englischen Bezeichnung  influenzalike illness, abgekürzt.

Die aktuelle Lage

Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Raten beruhen auf den Angaben von 3.270 Grippe Web-Teilnehmern. Ein Influenza-Bericht erscheint nach Auskunft der Arbeitsgemeinschaft Influenza während der Wintersaison von der 40. bis zur 20. Kalenderwoche wöchentlich.

Grippe-Fälle 2016/2017

  • Seit Beginn der Grippesaison 2016/2017 wurden insgesamt 109.866 Influenza-Fälle gemeldet (Datenstand 29.03.2017).

  • In der 12. Meldewoche 2017 wurden bislang 1.084 labordiagnostisch bestätigte Influenzainfektionen übermittelt.

  • In der 11. Meldewoche 2017 wurden bislang 1766 Grippe-Fälle bestätigt (Datenstand 21.03.2017).

  • In der 10. Meldewoche 2017 wurden bislang 3.623 Grippe-Fälle bestätigt (Datenstand 16.03.2017).

  • In der 9. Meldewoche 2017 wurden bislang 6.222 Influenza-Infektionen bestätigt (Datenstand 07.03.2017).

  • In der 8. Meldewoche 2017 wurden bislang 12.187 Influenza-Fälle gemeldet (Datenstand: 28.02.2017).

  • In der 7. Meldewoche 2017 wurden bislang 14.912 bestätigte Influenza-Fälle gemeldet.

  • Für die 6. Meldewoche 2017 wurden bislang 17.350 labordiagnostisch bestätigte Influenzainfektionen (darunter 11.349 klinisch-labordiagnostisch bestätigte Erkrankungen an das RKI übermittelt. 

  • Für die 5. Meldewochen 2017 wurden 14.242 labordiagnostisch bestätigte Influenzainfektionen an das RKI übermittelt. Die Zahl der Grippefälle steigt damit auf insgesamt 43.288 (Datenstand: 7. Februar. 2017).

  • Für die 4. Meldewoche 2017 wurden bislang 9.422 labordiagnostisch bestätigte Influenzainfektionen an das RKI übermittelt.

  • Für die 3. Meldewoche 2017 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 5.696 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 24.01.2017).
  • Für die 2. Meldewoche 2017 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 3.742 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 17.01.2017).
  • Für die 1. Meldewoche 2017 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 2.039 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 10.01.2017).
  • Für die 51. und 52. Meldewoche 2016 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 2.601 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 03.01.2017).
  • Für die 50. Meldewoche 2016 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 710 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 20.12.2016).

Todesfälle durch Influenza

An den Folgen einer Influenza sterben in Deutschland jedes Jahr Menschen. Gefährdet sind vor allem ältere Personen und chronisch Kranke. Die meisten Toten sind über 59 Jahre alt.

+ 29. März 2017:  629 Todesfälle mit Influenzainfektion.

+ 21. März 2017: 591 Todesfälle mit Influenzainfektion.

+ 16. März 2017: 538 Todesfälle mit Influenzainfektion.

+ 7. März 2017: 465 Todesfälle mit Influenzainfektion.

+ 28. Februar 2017: 364 Todesfälle mit Influenzainfektion.

+ 22. Februar 2017: 261 Todesfälle mit Influenzainfektion. 

+ 15. Februar 2017: 192 Todesfälle mit Influenzainfektion.

+ 7. Februar 2017: 126 Todesfälle mit einer Influenzainfektion.

+ 27. Januar 2017: 85 Influnenza-Todesfälle.

+ 24. Januar 2017: 49 Influnenza-Todesfälle gemeldet. Davon waren 46 über 59 Jahre alt.

Influenza-Bericht als Grafik

Um so röter die Farbe, um so mehr Influenza-Fälle wurden gemeldet. 

Farben

Grippe-Aktivität

Blau

normal

Hellblau

geringfügig erhöht

Grün

moderat erhöht

Gelb/ Organge

deutlich erhöht

Rot

stark erhöht

Unter der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) sind laut der Arbeitsgemeinschaft Pharyngitis, Bronchitis oder Pneumonie mit oder ohne Fieber definiert. 

Pharyngitis 

Mit dem Begriff Pharyngitis werden Rachenentzündung bzw. Halsentzündung wird eine Entzündung der Rachenschleimhäute bezeichnet.

Symptome einer Rachenentzündung bzw. Halsentzündung sind Halsschmerzen, die sich beim Schlucken in der Regel noch verstärken. Verursacht wird die Infektion häufig durch typische Viren, die Erkältung verursachen.

Aber auch bestimmte Bakterien können als Auslöser einer Pharyngitis sein. Zu unterscheiden ist die Rachenentzündung von der Mandelentzündung.

Bronchitis

Unter einer akuten Bronchitis verstehen Mediziner eine akute Entzündung der Schleimhäute in den Bronchien. Sie geht meistens mit einer Entzündung der oberen Luftwege (Nasen- und Rachenraum) einher und ist vor allem in den Wintermonaten weit verbreitet, ist auf der Experten-Webseite Lungenärzte im Netz zu lesen. Bronchitis zählt denmach zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt.

Symptome einer akuten Bronchitis äußern sich zu Beginn einer Infektion meist mit trockenem Hustenreiz, der von Schnupfen begleitet wird. Mehr Infos zu Krankheitsbild und Verlauf finden Sie hier.  

90 Prozent der Fälle werden durch Infektionen mit Viren verursacht. Seltener lösen Bakterien, Pilze oder chemische Reize die Erkrankung aus. Eine akute Bronchitis kann aber auch im Rahmen anderer Infektionskrankheiten (wie zum Beispiel Masern) auftreten.

Pneumonie

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine akute oder chronisch verlaufende Entzündung des Lungengewebes.

Symptome einer Lungenentzündung sind Beschwerden wie Husten, Fieber und Atemnot. Bei älteren Menschen kommt es häufig zu einer Lungenentzündung ohne Husten, wodurch die Pneumonie leichter übersehen wird.

Eine Lungenentzündung wird von Viren oder Pilze – am häufigsten aber durch Bakterien verursacht.  Fast die Hälfte aller Lungenentzündungen bei jungen Patienten wird auf die Bakterienart Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken) zurückgeführt.

Typische Symptome einer Grippe (Influenza)

  • Ein bis drei Tage nach einer Infektion mit Influenza-Viren setzen typische Symptome ein. Der ganze Körper reagiert auf das Virus.
  • Plötzlich einsetzendes Krankheitsgefühl
  • Fieber
  • Halsschmerzen
  • Trockener Husten
  • Schüttelfrost
  • Tränende Augen
  • Schnupfen
  • Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen

Was hilft gegen eine Grippe-Infektion

Die echte Grippe ist eine Virusinfektion. Bester Schutz vor einer Influenza ist nach Ansicht von Experten eine Grippeimpfung. Gesunde Menschen kommen mit einer Grippe klar. Nach etwa fünf bis sieben Tagen haben sie eine Influenza überstanden.

Jedes Jahr sterben Hunderte Menschen an Grippe, das müsste nicht sein. Ältere Menschen oder chronisch Kranke sollten sich deswegen vorsorglich gegen Influenza impfen lassen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI).  

Schmerzmittel wie Paracetamol sind bei Grippe unwirksam, haben Forscher herausgefunden. 

ml

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