Jeder zweite Deutsche betroffen

DAS erhöht Ihr Krebsrisiko drastisch - handeln Sie schnell

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Nicht nur genetische Faktoren, auch der eigene Lebensstil trägt maßgeblich zur Krebsentstehung bei.

Erreger, Rauchen oder sogar Übergewicht: Neue Studien zeigen, dass Krebs nicht nur genetisch bedingt ist. Besonders zu viel Fett kann böse Auswirkungen haben.

Es sind bereits viele Faktoren bekannt, warum jemand im Laufe seines Lebens Krebs entwickeln kann. Die einen rauchen oder trinken vielleicht zu viel – und anderen wiederum liegt es schlichtweg in den Genen. Doch das allein reicht nicht aus – immer häufiger entdecken Krebsforscher, dass oftmals mehrere Faktoren zusammenspielen, damit bei dem einen Krebszellen entstehen und bei dem anderen nicht.

Studie enthüllt: Übergewicht erhöht das Krebsrisiko fast genauso wie Rauchen

Laut aktuellen Studien sei es vielmehr ein Wechselspiel aus genetischer Disposition plus Umwelteinflüssen plus Lebensstil, die sich gegenseitig bedingen. So ist die grassierende Fettsucht-Epidemie in den Industrieländern nicht nur die Todesursache Nummer Eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – sondern soll sogar den Ausbruch bestimmter Krebsarten begünstigen. Das hat eine Auswertung von Gesundheitsdaten aus 175 Ländern ergeben, die im Fachmagazin Lancet nun veröffentlich wurde.

Das erschütternde Ergebnis: Bereits ein Body-Mass-Index (BMI) von 25 und mehr soll das Krebsrisiko massiv ansteigen lassen. Damit platziert sich der Faktor Übergewicht bereits auf Platz Zwei der Ursachen für Krebs – gleich hinter dem Rauchen

Fast eine Million Menschen weltweit von Krebsarten durch Übergewicht betroffen

Und es kommt noch dicker: Etwa 5,6 Prozent aller Krebsfälle weltweit – das sind circa 800.000 Krebserkrankungen – sollen auf einen zu hohen BMI und oft einhergehendem Typ-2-Diabetes zurückzuführen sein. Wurde der BMI isoliert betrachtet, stellte sich heraus, dass dieser allein bereits ein doppelt so hohes Risiko birgt als Diabetes für sich. Übergewichtige Frauen sollen davon vor allem betroffen sein.

Auch interessant: Kann diese Extrem-Diät endlich Typ-2-Diabetes vollständig heilen?

Und es zeigte sich bei den Forschungen, dass diese für folgende Krebsarten besonders empfänglich sind (Aufzählung absteigend nach Häufigkeit):

  • Gebärmutterkrebs
  • Leberkrebs
  • Gallenblasenkrebs
  • Darmkrebs
  • Speiseröhrenkrebs
  • Nierenkrebs
  • Brustkrebs (ab Wechseljahre)
  • Eierstockkrebs
  • Krebs des Mageneingangs
  • Schilddrüsenkrebs
  • Multiples Myelom

Viele Deutsche leiden unter Übergewicht - darum kann ihnen das zum Verhängnis werden

Das Pikante daran: Mehr als jeder Zweite in Deutschland ist bereits zu dick. Doch wie genau soll zu viel Fett im Körper Zellen unkontrolliert wuchern lassen? Dazu haben neuere Studien Theorien aufgestellt. Ihnen zufolge spielen hier wiederum drei Faktoren mit hinein.

  • Gefährliches Bauchfett: Wie Forscher kürzlich herausfanden, ist viszerales Fett in der Bauchhöhle alles andere als inaktiv. Im Gegenteil: Es kann zu Entzündungen führen, welche sich auf umliegende Organe ausbreiten und Krebs fördern können.
  • Zu viel Östrogen: Wer Übergewicht hat, weist in Folge meist auch einen erhöhten Spiegel an Sexualhormonen wie Östrogen & Co. im Blut auf. Äußerlich zeigt sich das häufig zum Beispiel beim sogenannten "Männerbusen". Doch dieser veränderte Hormonhaushalt im Körper ist auf Dauer schädlich – und kann in Brustkrebs münden.
  • Zu hoher Blutzucker: Wer ständig zu viel und vor allem zu süß ist, lässt den Blutzuckerspiegel Achterbahn fahren. Durch die ständigen Entgleisungen erschöpft irgendwann die Bauchspeicheldrüse und schüttet immer weniger Insulin aus. Die Folgen sind verheerend – Insulinresistenz über Diabetes bis hin zu Krebs .

Video: Diese Arbeitszeiten fördern das Krebsrisiko

Aus diesen Gründen ist es daher wichtig, Übergewicht durch ausreichend Bewegung und einer gesunden Ernährung rechtzeitig vorzubeugen bzw. frühzeitig abzunehmen.

Falls Sie allerdings bereits etwaige Beschwerden haben oder sich unsicher sind, sollten Sie daher besser so schnell wie möglich Ihren Arzt aufsuchen und sich von diesem genauer beraten lassen.

Lesen Sie hier, welche zehn Warnsignale auf eine Krebserkrankung hindeuten können.

jp

Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich. © picture-alliance/ dpa/ dpaweb
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. 
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.   © pixabay
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken. © pixabay
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © pixabay/jrvalverde

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