Strafen

Deutsche Bahn: Corona-Maskenverweigerern droht jetzt ein generelles Zug-Verbot

Wegen der Corona-Pandemie gilt in allen Zügen der Deutschen Bahn Maskenpflicht. Nicht jeder hält sich daran. Nun greift das Unternehmen hart durch.

  • Wegen der Corona*-Pandemie gilt in allen Zügen der Deutschen Bahn die Maskenpflicht.
  • In Kassel gab es einen Vorfall, bei dem die Bundespolizei eingreifen musste.
  • Maskenverweigerer müssen nun mit einem generellen Beförderungsverbot rechnen.

Kassel - Wegen der Corona-Pandemie gilt unter anderem in Geschäften, auf öffentlichen Plätzen und in Zügen Maskenpflicht. Die Regel kommt bei einigen Menschen in Deutschland nicht gut an - das mussten auch immer wieder Mitarbeiter der Deutschen Bahn feststellen.

So einen Fall gab es auch schon am Bahnhof Wilhelmshöhe* in Kassel. Hier sorgte im August ein 41-jähriger Mann aus Österreich im ICE der Deutschen Bahn* für Ärger. Der stark alkoholisierte 41-Jährige wurde aggressiv gegenüber anderen Reisenden und dem Bahnpersonal. Er weigerte sich eine Maske zu tragen. Im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe kam dann die Bundespolizei zu Hilfe.

Corona-Pandemie: Maskenverweigerer im Zug der Deutschen Bahn in Kassel festgenommen

Auch gegenüber den Beamten veränderte der Österreicher sein Verhalten nicht und reagierte aggressiv. Daraufhin wurde der Betrunkene durch einen Zugbegleiter von der Fahrt ausgeschlossen. Die Bundespolizei nahm den 41-Jährigen mit erheblichem Widerstand mit zur Dienststelle in Kassel.

Vorfälle wie diese gibt es in ganz Deutschland - immer wieder werden Mitarbeiter der Deutschen Bahn von sogenannten Maskenverweigern bedroht. Jetzt greift das Unternehmen hart durch. Nach Angaben der Welt am Sonntag müssen Menschen, die im Zug keine Maske tragen, mit einem generellen Beförderungsverbot rechnen. Zuvor mussten diese nur am nächsten Bahnhof aussteigen.

Deutsche Bahn in der Corona-Pandemie: Das Unternehmen greift hart durch, Maskenverweigerer in Zügen erhalten künftig ein generelles Beförderungsverbot. (Symbolbild)

Deutsche Bahn in der Corona-Pandemie: Beförderungsverbot für Maskenverweigerer

Während bisher galt, dass Fahrgäste ohne Maske lediglich am nächsten Bahnhof aussteigen mussten, müssen Mund-Nasen-Schutz-Verweigerer jetzt damit rechen, ein generelles Beförderungsverbot für Züge der Deutschen Bahn zu bekommen. Die gleiche Regel gilt im Übrigen auch für randalierende Fußballfans.

Die Bahn beruft sich nach Angaben der Welt am Sonntag auf Paragraf 4, Absatz 2 der Eisenbahn-Verkehrsordnung. Demnach könne ein Beförderungsverbot „bei drohender Gefahr präventiv ausgesprochen werden“.

Deutsche Bahn
Gründung1. Januar 1994
RechtsformAktiengesellschaft im Besitz der Bundesrepublik Deutschland
Mitarbeiter323.944 (Stand 2019)
Umsatz44,4 Milliarden (Stand 2019)

Ein Bahnsprecher äußerte sich gegenüber der Zeitung wie folgt: „Wer das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den öffentlichen Verkehrsmitteln wiederholt verweigert, ohne eine Ausnahme glaubhaft machen zu können, verstößt gegen die Corona-Schutzverordnungen der Länder und begründet somit eine Wiederholungsgefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“.

Corona-Pandemie: Freiheitsstrafe für Maskenverweigerer nicht ausgeschlossen

Nach eigenen Angaben habe das Unternehmen die neue Regel bisher noch nicht angewendet, werde es im Bedarfsfall allerdings tun. Wer in Zukunft die Maske in einem Zug der Deutschen Bahn nicht trägt und nicht der Aufforderung des Bahnpersonals folgt, muss mit ernsten Konsequenzen rechnen.

Neben dem generellen Beförderungsverbot, ist auch eine hohe Geldstrafe und im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe nicht auszuschließen. (Luisa Ebbrecht) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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