Gesundheitsgefahr

Vorsicht! Himbeeren sollte man niemals gefroren essen - es drohen Noroviren

Gefrorene Himbeeren sind ein beliebter Sommer-Snack. Aber Vorsicht: Es drohen Krankheiten Erreger für Noroviren.

  • In Deutschland wächst die süße Frucht von Juni bis August.
  • Gefrorene Himbeeren können Krankheitserreger enthalten, die eine Magen-Darm-Grippe auslösen.
  • Bei frischen Himbeeren ist die richtige Lagerung wichtig.

Offenbach - Neben Brombeeren, Heidelbeeren und Erdbeeren gehören Himbeeren zu beliebten Obstsorten im Sommer*. Die kleine rote Furcht wächst von Juni bis Ende August auf den Feldern in Deutschland. Frisch gepflückt schmecken sie in Joghurt, auf Kuchen oder zu Eis am besten. Das Problem an den süßen Früchten: Im Gegensatz zu anderen Obstsorten werden sie sehr schnell matschig, wenn sie falsch gelagert werden. Die Himbeeren einzufrieren ist daher eine gute Möglichkeit, um sie länger haltbar zu machen. Dabei sollten Sie jedoch eine Kleinigkeit beachten.

Gefrorene Himbeeren können Krankheitserreger enthalten

Gefrorene Himbeeren sollten niemals direkt weiterverarbeitet werden - auch wenn sie in gefrorenem Zustand in Desserts oder Smoothies für eine leckere Erfrischung sorgen. Denn gefrorene Beeren enthalten häufig Erreger für Noroviren. Diese können Magen-Darm-Erkrankungen auslösen, die meist zunächst mit krampfartigen Bauchschmerzen beginnen und schließlich zu hohem Fieber, Übelkeit und Erbrechen führen. Damit Sie ihren Sommer am See und nicht im Bett mit Magen-Darm-Grippe verbringen können, sollten Sie gefrorene Himbeeren daher nicht direkt verzehren, sondern zunächst erhitzen.

Denn die Viren sind äußerst hartnäckig und überleben auch bei Minustemperaturen. Um sie abzutöten, müssen die Himbeeren daher auf mindestens 90 Grad erhitzt werden - das rät die Verbraucherzentrale in Bremen. Das gilt nicht nur für Himbeeren, sondern ebenso für alle anderen gefrorenen Beerensorten.

Im Kühlschrank sollten die Himbeeren mit einem Tuch abgedeckt werden

Möchten Sie Ihre frischen Himbeeren nicht einfrieren, können sie auch ohne Probleme bis zu drei Tage im Kühlschrank gelagert werden. Die Verbraucherschützer empfehlen hierfür ein flaches großes Gefäß - übereinanderlegen sollten Sie die Beeren allerdings nicht, da sie sehr druckempfindlich sind und möglicherweise zerdrückt werden könnten. Ein trockenes Tuch als Abdeckung hält die Himbeeren länger frisch.

Himbeeren sind nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Sie sind reich an den Vitaminen C und B, die sich positiv auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Außerdem enthalten sie die wichtigen Mineralien Phosphor und Calcium, die als Bausteine für Knochen und Zähne dienen.

Anstatt die Himbeeren im Supermarkt zu kaufen, können Sie sie auch selbst pflücken. In Offenbach war das Pflücken von Beeren auf städtischem Grund jedoch lange verboten*. (Teresa Toth) *op-online.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Franziska Gabbert

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