Haushalt

Giftige Dämpfe? So schädlich sind Putzmittel für die Gesundheit

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In vielen Putzmitteln sind Substanzen enthalten, die schädlich für Gesundheit und Umwelt sind.

In vielen Putzmitteln sind Stoffe enthalten, welche sich nicht gerade positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Experten warnen vor allem vor dem "Kraftreiniger".

Dass in vielen Reinigungsmitteln jede Menge Chemie steckt, ist gemeinhin bekannt. Nicht umsonst greifen viele beim Putzen zu Gummihandschuhen, um nicht dem direkten Kontakt ausgesetzt zu sein.

Tatsächlich sind in Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln viele Inhaltsstoffe enthalten, welche der Gesundheit schaden können. Das Ergebnis: allergische Reaktionen - von der Rötung der Haut bis hin zur Reizung der Atemwege.

Ist Putzen gesundheitsschädlich? Auf die Inhaltsstoffe kommt es an

Forscher an der Freien Universität Brüssel haben in einer Studie sogar herausgefunden, dass regelmäßiges Putzen das Sterberisiko um nahezu 50 Prozent erhöhe.

Dabei gehe es vor allem um den Mix an gesundheitsschädlichen Reinigungsmitteln, die in Haushalten zum Einsatz kommen. Einige Substanzen, die beim Putzen verwendet werden, sollen sogar krebserregend sowie schädlich für die Atemwege und die Lunge sein.

Viele Inhaltsstoffe dienen gar nicht der reinigenden Wirkung, sondern sind nur "Zusatz" - so wie Farb- und Duftstoffe. Auf diese Extras kann beim Kauf getrost verzichtet werden. Sie sind nicht nur überflüssig, sondern teils auch giftig oder ätzend.

Passend dazu: Mit diesen Tricks putzen Sie Ihre Fenster streifenfrei.

Diese Inhaltsstoffe sind in vielen Putzmitteln enthalten:

Das Umweltbundesamt hat eine Liste mit chemischen Mitteln zusammengestellt, welche in Reinigungsmitteln vorkommen und teilweise gesundheitsschädigend sind. Dazu gehören:

  • Alkalien
  • Alkohole
  • Aluminium
  • Bitterstoffe
  • Bleichmittel
  • Biozide
  • Citrate
  • Duftstoffe
  • Parfümöle
  • Enzyme
  • Farbstoffe
  • Füllstoffe
  • Konservierungsmittel
  • Korrosionsinhibitoren
  • Lösemittel
  • Natriumcarbonat
  • Natriumhypochlorit
  • Öle und Fette
  • Aufheller
  • organische und anorganische Säuren
  • Phosphate
  • Phosponate
  • Polycarboxylate
  • Polymere
  • Seifen
  • Silikate
  • Tenside
  • Verfärbungsinhibitoren
  • Wachse
  • Weichmacher und Zeolithe

Achtung, gesundheitsschädlich: Tenside und Alkalien in Reinigungsmitteln

Tenside sind in so gut wie allen Putzmitteln enthalten - aus gutem Grund: Sie lösen Fett im Handumdrehen. Zusätzlich ist in vielen Mitteln noch Salmiak oder Alkohol enthalten, welche für noch mehr Reinigungswirkung sorgen.

Diese "Kraftreiniger" stellen jedoch eine Gefährdung für die Gesundheit dar und können zu Reizungen der Atemwege führen, wie das Luftanalyse-Zentrum warnt. Sie würden die Raumluft massiv belasten.

Dazu zählen auch die Alkalien, welche vor allem gegen Kalkablagerungen besonders effektiv sind. Doch nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern auch für den Umwelt können diese Substanzen negative Auswirkungen haben.

Giftige Biozide in Putzmitteln sind nicht notwendig

Experten warnen vor allem vor den Bioziden, welche Keime abtöten sollen. In höherer Konzentration seien sie nämlich giftig. In üblichen Haushalten kann auf diese Chemie-Keule jedoch getrost verzichtet werden.

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Schädliche Putzmittel: Diese gesunden Alternativen gibt es

Anstatt mit der chemischen Keule anzurücken, gibt es einige Hausmittel, welche genauso effektiv sind, jedoch weder Gesundheit noch Umwelt belasten. Falls sie nicht schon im Haushalt vorrätig sind, gibt es sie in jedem Drogeriemarkt - und sind oft sogar kostengünstiger als Reinigungsmittel.

  • Wenn sie Essig und Salz mit Wasser verdünnen und zum Kochen bringen, können Sie damit effektiv Geschirr wie beispielsweise Töpfe reinigen.
  • Natronpulver ist eine bessere Alternative zum Teppichreiniger. Einfach den trockenen Teppich mit dem Pulver bestreuen, eine Stunde einwirken lassen, dann mit dam Staubsauger entfernen.
  • Mit Olivenöl und Essig können Sie eine Holzpolitur herstellen. Verwenden Sie dazu am besten drei Esslöffel Olivenöl und einen Esslöffel Essig.
  • Mit Backpulver und etwas Wasser können Sie einen Ofenreiniger herstellen, der nicht gesundheitsschädlich ist. Lassen Sie die Masse über Nacht einwirken und wischen Sie diese am nächsten Morgen mit einem feuchten Lappen ab - und der Ofen glänzt wie neu.
  • Backpulver ist auch als WC-Reiniger einsetzbar. Bestreuen Sie einfach die Toilettenschüssel mit einer Packung Backpulver und lassen sie diese eine Stunden einwirken. Dann mit der Klobürtste 
  • Geschirrspülmittel und Essig reinigen Böden und sämtliche Oberflächen gründlich und ohne Nebenwirkungen.
  • Essig wirkt jedoch auch als Glasreiniger: Einfach einen Schuss Essig ins Wasser geben und damit die Scheibe wässern.
  • Im Badezimmer wirkt eine Mischung aus Geschirrspülmittel und Zitronensaft wahre Wunder und löst Kalkablagerungen im Nu.

Diese fünf Dinge sollten Sie unbedingt täglich reinigen

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