Urlaub 2021

Reisen ohne Beschränkungen für Corona-Geimpfte: Erste Länder in Europa erlauben Einreise ohne Quarantäne

Die Insel Heimaey gehört zu den Westmännerinseln südlich von Island.
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Einige Länder in Europa erlauben Corona-Geimpften bereits wieder die Einreise ohne Quarantäne.

Während in Deutschland noch heiß debattiert wird, ob Corona-Geimpfte ohne Einschränkungen reisen dürfen, sind andere Länder Europas schon zur Tat geschritten.

Bisher sind Corona-Geimpfte* in Deutschland nicht von den Quarantäne-Maßnahmen, die für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gelten, ausgenommen. Dazu gibt es noch zu wenige Erkenntnisse darüber, ob Geimpfte das Virus tatsächlich nicht mehr weitertragen. Außerdem sträuben sich einige Politiker dagegen, eine Zweiklassengesellschaft entstehen zu lassen. In anderen Ländern Europas und auch außerhalb sieht es hingegen ganz anders aus – hier sind Lockerungen geplant oder bereits in Kraft.

Island-Urlaub für Corona-Geimpfte wieder ohne Quarantäne möglich

Island hat seine Einreise-Regeln für Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, enorm gelockert. Corona-Geimpfte dürfen nun wieder ohne Quarantäne einreisen und müssen nicht einmal einen negativen Corona-Test vorlegen, wie das isländische Gesundheitsministerium informiert. Die Einreisenden müssen ihre vollständige Corona-Impfung, also beide Impfdosen, mit einem Nachweis belegen können. Dieser Nachweis muss Vorname und Nachname (so wie in den Reise-Dokumenten), Geburtsdatum, Nationalität, Reisepass- oder Personalausweis-Nummer und das Datum der Impfungen enthalten. Zudem muss Covid-19 als Krankheit genannt werden, gegen die geimpft wurde. Die Bescheinigung muss auf Isländisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Englisch oder Französisch ausgestellt sein. Island akzeptiert aktuell aber nur die Impfungen von Pfizer-BioNTech und Moderna.

Neben Corona-Geimpften erlaubt Island zudem die Einreise von Personen, die nachweisen können, dass sie bereits eine Corona-Infektion hinter sich haben. Auch diese Reisenden brauchen sich nicht in Quarantäne zu begeben oder einen Corona-Test vorzulegen.

Rumänien hebt Quarantäne-Pflicht für Corona-Geimpfte auf

Auch Rumänien hat laut Informationen des Auswärtigen Amtes die Quarantäne für Corona-Geimpfte aufgehoben. Die Betroffenen müssen beide Impfdosen mindestens zehn Tage vor der Einreise erhalten haben und einen entsprechenden Nachweis parat halten. Ebenso gilt eine Ausnahme von der Quarantänepflicht für Personen, die einen Nachweis darüber haben, in den letzten 90 Tagen positiv auf das Coronavirus getestet worden zu sein. Die Erkrankung muss durch ärztliche Unterlagen oder die Corona-Datenbank bewiesen werden. Das positive Testergebnis muss zudem mindestens 14 Tage alt sein, um einreisen zu dürfen.

Deutschland befindet sich für Rumänien in der „gelben Zone“. Das bedeutet, Einreisende müssen sich normalerweise 14 Tage in Quarantäne begeben. Beachten Sie aber auch, dass vonseiten Deutschlands eine Reisewarnung für Rumänien besteht.

Urlaub 2021: Republik Moldau hebt Quarantänepflicht für Corona-Geimpfte auf

Die Republik Moldau hat seine Einreisesperre für Menschen aufgehoben, die nachweisen können, dass sie gegen das Coronavirus geimpft sind. Die Nationale Agentur für Öffentliche Gesundheit pflegt eine Liste an Ländern, die von hohen Infektionsraten betroffen sind und deren Staatsangehörige – aber auch Transitreisende – nicht in die Republik einreisen dürfen. Deutschland steht aktuell nicht auf dieser Liste. Trotzdem gibt es auch für Reisende aus diesen Gebieten Ausnahmen – zum Beispiel, wenn sie moldauische Staatsangehörige sind. Während diese sich aber nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssen, entfällt diese Pflicht für Corona-Geimpfte.

Die Republik Moldau war eines der ersten europäischen Länder, das Reise-Beschränkungen für immunisierte Personen aufgehoben hat. Trotzdem gilt aber weiterhin eine Reisewarnung vonseiten des Auswärtigen Amts – so müssen sie zwar nicht bei der Einreise in Quarantäne, aber sehr wohl bei der Rückkehr.

Auch interessant: Griechenland fordert Corona-Impfass für EU – Reisen bald nur noch mit Immunisierung möglich?

Seychellen erlauben Urlaub ohne Quarantäne – für Personen mit Corona-Impfung

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist – also beide Impfdosen erhalten hat –, darf auf die Seychellen wieder ohne Quarantänepflicht einreisen. Allerdings muss die zweite Impfung mindestens 14 Tage zurückliegen. Des Weiteren müssen die Urlauber einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, sowie eine Gesundheitsgenehmigung (Travel Health Authorization), die vor Abflug beantragt werden muss.

Generell ist die Einreise aber für Touristen aus den „Permitted Countries“ erlaubt, zu denen auch Deutschland gehört. Wer aus einem dieser Länder kommt, kann auch ohne Corona-Impfung einreisen. Dafür müssen sich die Betroffenen aber zusätzlich in eine zehntägige Quarantäne begeben, wo am sechsten Tag ein Corona-Test vorgenommen wird. Außerdem muss bei der Einreise ebenfalls ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Weitere Informationen zur Einreise auf die Seychellen, lesen Sie hier. Seychellen befindet sich außerdem seit Kurzem wieder auf der List der Risikogebiete des RKI.

Polen erlaubt Corona-Geimpften ebenfalls eine unkomplizierte Einreise

In Polen gilt nun ebenfalls eine Ausnahme für Reisende, die einen Nachweis über die Corona-Impfung erbringen können. Alle übrigen Reisenden müssen sich weiterhin bis zum 31. Januar in eine zehntägige Quarantäne begeben. Polen ist aus deutscher Sicht ebenfalls ein Corona-Risikogebiet. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Unterteilung in Risiko- und Hochrisikogebiete – Was Reisende jetzt wissen müssen.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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