Sanfter Tourismus

Experte verrät: Mit diesen Tipps reisen Sie wirklich nachhaltig

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Stand-up Paddling statt Jet-Ski: Auch die Auswahl der Aktivitäten im Urlaub hat enormen Einfluss auf die eigene Ökobilanz.

Sie möchten auf Reisen die Umwelt schonen? Nicht ganz einfach, Flüge und Kreuzfahrten belasten Luft und Wasser immens. Doch es gibt einfache Regeln, die nachhaltiger reisen lassen.

Mit dem Flieger zehn Stunden an den heiß ersehnten Strand und erstmal Gepäck abladen im neu gebauten Hoteltrakt direkt im Regenwald. Oder das Kreuzfahrtschiff erkunden und während einer 14-tägigen Reise auf den Weltmeeren herumschippern: Der Jahresurlaub soll bei vielen etwas Besonderes sein. Reisen versprechen zwar Erholung pur oder spannende Abenteuer, können aber auch die Umwelt immens belasten. Außer man berücksichtigt folgende Tipps vom Experten.

Erst ab 800 Kilometer ins Flugzeug steigen: So reisen Sie umweltfreundlicher

Hartmut Rein leitet seit 2010 den Studiengang "Nachhaltiges Tourismusmanagement" an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde in Brandenburg. Als Mitgründer des Zentrums für Nachhaltigen Tourismus an der Hochschule geht es Rein um die Frage: Wie sollten Menschen reisen, um die ohnehin durch Industrie und Landwirtschaft geschundene Natur nicht noch weiter zu belasten?

Im Interview mit der Südwest Presse (swp) gibt der Experte Tipps, wie Sie Ihre Ökobilanz auf Reisen verbessern:

  • Übers Wochenende in die USA fliegen: Keine gute Idee, wenn man etwas für die Umwelt tun möchte. Besser ist es Rein zufolge, möglichst lange am Urlaubsort zu bleiben.
  • Man sollte dem Nachhaltigkeitsexperten zufolge nur fliegen, wenn die Entfernung mehr als 800 Kilometer beträgt - alle anderen Distanzen sind ökologischer mit Zug, Bus oder Auto erreichbar.
  • Die richtige Airline wählen: Wer bei einem Fluganbieter bucht, der moderne Flugzeuge einsetzt, tut etwas für die Umwelt, weil neue Maschinen in der Regel weniger Schadstoffe in die Luft blasen.

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  • Kleine Betriebe und Gasthöfe unterstützen: Es sei Rein zufolge ein wichtiger Beitrag für die wirtschaftliche Nachhaltigkeit im Urlaubsland, wenn man große Hotelketten meidet und stattdessen lokale Pensionen und Hotels unterstützt. Auch bei der Auswahl der Einkaufsgeschäfte und Restaurants kann man die Wirtschaft vor Ort ankurbeln, wenn man statt Fast-Food-Restaurant das kleine inhabergeführte Lokal wählt und statt in das Kleidungsgeschäft, dass in jeder Fußgängerzone eine Filiale hat, kleine Boutiquen aufsucht.
  • Die richtigen Aktivitäten: Beim Wandern oder Radfahren kann man Nachhaltigkeitsexperten Rein zufolge nichts falsch machen, wie swp.de schreibt. Häufige Inlandsflüge, tägliches Jet-Ski-Fahren oder mit dem Motorboot über Seen heizen, habe dagegen keine gute Ökobilanz.

Weiterlesen: Mehr als Urlaub: Aus diesen Gründen verreisen Menschen im Jahr 2019.

jg

Energie tanken in der Höhenklimaregion Schwarzwald

Der Hochschwarzwald ist eine gute Region, um zu wandern - egal ob allein oder in Gruppen. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Der Hochschwarzwald ist eine gute Region, um zu wandern - egal ob allein oder in Gruppen. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH © Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Urwüchsig ist der Bannwald "Schwarzahalden". Er liegt im Biosphärengebiet Schwarzwald und umfasst rund 428 Hektar. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Urwüchsig ist der Bannwald "Schwarzahalden". Er liegt im Biosphärengebiet Schwarzwald und umfasst rund 428 Hektar. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH © Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Nicolas Prinz ist Klimatherapeut. Foto: Simone A. Mayer
Nicolas Prinz ist Klimatherapeut. Foto: Simone A. Mayer © Simone A. Mayer
Wanderführer Markus Dutschke führt Gruppen durch den Hochschwarzwald. Foto: Simone A. Mayer
Wanderführer Markus Dutschke führt Gruppen durch den Hochschwarzwald. Foto: Simone A. Mayer © Simone A. Mayer
Barfuß durch den Wald - am Anfang ist das vielleicht etwas ungewohnt. Die Füße gewöhnen sich aber recht schnell daran. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Barfuß durch den Wald - am Anfang ist das vielleicht etwas ungewohnt. Die Füße gewöhnen sich aber recht schnell daran. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH © Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Wer seine Schuhe zum Wandern ausgezogen hat, sollte sich nicht wundern: An Tannenzapfen und Wurzeln müssen sich die Füße erst gewöhnen. Foto: Simone A. Mayer
Wer seine Schuhe zum Wandern ausgezogen hat, sollte sich nicht wundern: An Tannenzapfen und Wurzeln müssen sich die Füße erst gewöhnen. Foto: Simone A. Mayer © Simone A. Mayer
Wenn sich die Zehen tief in das weiche, kühle Moos graben, ist das für viele ein unbeschreibliches Gefühl. Foto: Simone A. Mayer
Wenn sich die Zehen tief in das weiche, kühle Moos graben, ist das für viele ein unbeschreibliches Gefühl. Foto: Simone A. Mayer © Simone A. Mayer
Klaus Giller ist Wanderführer und Förster. Foto: Simone A. Mayer
Klaus Giller ist Wanderführer und Förster. Foto: Simone A. Mayer © Simone A. Mayer
Die Aussicht auf den Titisee im Hochschwarzwald ist von manchen Punkten aus wunderschön. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Die Aussicht auf den Titisee im Hochschwarzwald ist von manchen Punkten aus wunderschön. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH © Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Entlang der Wege gibt es genug Plätze, an denen die Wanderer die Aussicht auf die Landschaft des Hochschwarzwaldes genießen können. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Entlang der Wege gibt es genug Plätze, an denen die Wanderer die Aussicht auf die Landschaft des Hochschwarzwaldes genießen können. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH © Hochschwarzwald Tourismus GmbH

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