Nützliche Info oder Falle?

"Nur noch zwei Zimmer verfügbar": Sind Alarm-Hinweise auf Buchungsportalen echt?

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Auf Buchungsportalen wird oft auf begrenzte Verfügbarkeiten hingewiesen. Ist dem zu trauen?

Buchungsportale weisen des Öfteren auf die Verfügbarkeit von Hotelzimmern hin. Doch ist diesen Angaben zu trauen oder soll der Urlauber nur zum Buchen verlockt werden?

Ob Hotelzimmer, Betten oder Flugangebote: Manche Buchungsportale weisen auf ihren Websites daraufhin, wie groß die Verfügbarkeiten sind. Oder besser gesagt, lassen Sie den Reisenden wissen, wenn die Auswahl nur noch gering ist: "Nur noch zwei Zimmer verfügbar" oder "32 sehen sich dieses Angebot gerade an" heißt es da in etwa. Doch wollen die Buchungsportale den Urlauber wirklich nur informieren oder steckt Kalkül dahinter, um ihn zum sofortigen Buchen zu animieren?

Bundeskartellamt untersucht: Sind Alarm-Hinweise auf Buchungsportalen zulässig?

Mit dieser Frage hat sich im Dezember 2018 auch schon das Bundeskartellamt beschäftigt und festgestellt: Derartige "Beeinflussungsfaktoren" seien nach vorläufiger Betrachtung als "Verstöße oder zumindest Risiken der Irreführung" anzusehen, insbesondere "wenn sie unwahr oder missverständlich" sind.

Das Problem dabei sei, dass der Kunde den Eindruck erhält, dass ein Hotel schon fast ausgebucht ist - dabei bezieht sich der Hinweis auf etwas anderes: "Hinweise auf begrenzte Verfügbarkeiten beziehungsweise hohe Nachfrage werden auf den Hotel-Vergleichsportalen häufig kumulativ eingesetzt, sodass sich teilweise die Hälfte der in der Ergebnisliste zu einem Angebot angegebenen Informationen nicht auf Fakten zum Hotel, sondern auf die Verfügbarkeit beim betreffenden Portal bezieht."

Das bedeutet, das Portal selbst hat nur eine begrenzte Anzahl an Zimmern zur Buchung durch den Kunden zur Verfügung. Will der Kunde ein Zimmer jedoch direkt auf der Website des Hotels oder telefonisch buchen, ist dies oft noch möglich.

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Hilfreicher Hinweis oder Anreiz zum schnellen Buchen? Verbraucher sollten vorsichtig sein

Gegenüber dem Online-Portal Bild bestätigt Torsten Richter, Global Chief Editor der Schnäppchen-Website Urlaubspiraten diese Vorgehensweise: "Auf vielen Buchungsplattformen ist es gängige Praxis, auf die begrenzte Verfügbarkeit eines Angebots hinzuweisen, um den Verkauf anzukurbeln. Oftmals ist es aber so, dass diese Verweise sich auf das Angebot beziehungsweise das Kontingent der jeweiligen Plattform beziehen und nicht zwingend auf das Kontingent des entsprechenden Hotels." Deshalb rät der Experte, sich von diesen Methoden unbeeindruckt zu zeigen und sich weiterhin beim Vergleich von Angeboten Zeit zu lassen.

Dem stimmt laut Bild auch Georg Ziegler, Brand Director bei HolidayCheck zu: "Aussagen zur Gesamtverfügbarkeit sind – trotz des genau entgegengesetzten Anscheins – sehr intransparent und mit Vorsicht zu genießen."

Das Landgericht Nürnberg-Fürth (Versäumnisurteil vom 03.02.2016, Az. 4 HK O 5203/15) untersagte 2016 bereits einem Buchungsportal, begrenzte Restverfügbarkeiten anzuzeigen, wenn sich diese Zahl nur auf das firmeneigene Buchungskontingent bezieht.

Ein Sprecher des Vergleichsportals HRS sieht dies jedoch anders: "Den Hinweis auf die noch verfügbaren Zimmer erachten wir und unsere Kunden als hilfreich." Und: "Die Gäste, die auf hrs.de nach einem passenden Hotel suchen, wissen, dass sich diese Aussage auf unser Portal bezieht."

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende).  © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit.  © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson.  © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch).  © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber.  © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent).  © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte.  © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum.  © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität.  © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt).  © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten.  © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage.  © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt.  © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes.  © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt.  © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit.  © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist.  © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers.  © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen.  © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark).  © dpa

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